• Wird der Stoffwechsel im Alter langsamer?
  • Nimmst du dadurch zu?
  • Verläuft dein Stoffwechsel immer stabil?
  • Das kannst du für einen gesunden Stoffwechsel tun!

Grundsätzlich stellt sich der Stoffwechsel bei jedem Menschen verschieden dar. Ob er nun gut bzw. schnell verläuft, das hängt von individuell unterschiedlichen Faktoren ab. Neben Geschlecht und Alter sind es vor allem auch die Ernährung und das Ausmaß an körperlichen Aktivitäten. Dabei versorgt ein optimaler Stoffwechsel alle unsere Körperzellen mit wichtigen Nährstoffen wie z.B. mit Vitaminen und mineralischen Spurenelementen, sowie mit Energieträgern wie Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiße. Durch biochemische Prozesse werden so alle lebenserhaltenden Körperfunktionen sichergestellt. 

Warum im Alter das Gewicht zunimmt

Früher zeigte die nächtliche Portion Spaghetti "Carbonara e una Coca Cola" auf der Waage keine Spätfolgen. Heute aber sind gleich ein Kilo oder mehr drauf. Schuld daran ist natürlich der Stoffwechsel, der mit der Zeit langsamer wird. Zumindest galt das bislang immer als eine plausible Ausrede. Dieser ist ein internationales Forscherteam nachgegangen. Die Ergebnisse der durchgeführten Studie überraschen ein wenig und lassen das Argument nur noch eingeschränkt gelten.

Die größten Stoffwechselorgane sind deine Muskeln. Sie verbrauchen am meisten Energie, selbst wenn du sie nicht bewegst. Für einen aktiven Stoffwechsel spielt deine Muskelmasse also eine entsprechend wichtige Rolle. In Muskeln laufen viele stoffwechselaktive Prozesse ab. Hierfür verbrauchen deine Muskeln deutlich mehr Energie als Fettgewebe. Das ist übrigens der Grund, warum es so mühsam ist, Körperfett abzubauen. Zwar regt jede Art von Bewegung deinen Stoffwechsel an, aber nur, wenn du deinen Körper regelmäßig trainierst, erhöht sich dein sogenannter Grundumsatz. Das ist dein Energiebedarf im Ruhezustand ohne Aktivitäten. Schon ein leichtes Krafttraining zusammen mit nicht allzu übertriebenen Ausdaueraktivitäten machen dich fitter und verbessern langfristig deinen Stoffwechsel. Wichtig dabei: Weniger, aber dafür regelmäßig. 

Dieses Prinzip gilt auch und vor allem im Alter. Denn, spätestens wenn du im Berufsleben durchgestartet bist, lässt die körperliche Aktivität häufig zunehmend nach: stressiger Alltag mit Terminen bis in den späten Abend, langes Sitzen vor dem PC und meist nur kurze Wege im Büro, die sich in Zeiten von pandemiebedingtem Homeoffice nicht gerade verlängert haben. Hier noch zusätzlich aktiv zu werden und den inneren Schweinehund zu überwinden, das fällt in der Regel schwer. Und mit zunehmenden Alter halt auch immer schwerer. So schwindet die Muskelmasse nach und nach. Demnach ist die Ursache eines trägen Stoffwechsels nicht eine natürliche Verlangsamung aufgrund des Alterns, sondern liegt darin, dass mangelnde körperliche Aktivität unser größtes Stoffwechselorgan schrumpfen lässt. 

Überraschendes Studienergebnis

Die Studienergebnisse des internationalen Forscherteams stellen nun nicht gleich die ganze menschliche Physiologie auf den Kopf. So sinkt zunächst tatsächlich der Energieverbrauch bis zum 20. Lebensjahr. Ein Säugling verbrenne an seinem ersten Geburtstag, so die Forscher, abhängig von der Körpergröße, etwa 50% mehr Kalorien als ein erwachsener Mensch. Damit erreicht ein einjähriges Kind bereits die maximale Stoffwechselrate in seinem gesamten Leben.

Danach setzt eine kontinuierliche Verlangsamung ein, jedes Jahr um rund drei Prozent. Laut Studie, die übrigens im Fachportal Science erschienen ist, endet der Prozess mit dem 20. Lebensjahr. 

Weniger bekannt und wohl auch etwas weniger populär, bringt die Studie dann doch die etwas überraschende Erkenntnis ans Licht, dass sich beispielsweise Gewichtszunahmen ab dem Alter von 30 indessen eben nicht auf den verlangsamten Metabolismus (griechisch für Stoffwechsel) zurückführen lassen. Vielmehr bliebe ab dem 20. Lebensjahr der Ablauf des menschlichen Stoffwechsels relativ stabil. Erst ab einem Lebensalter von 60 Jahren verbrauche der Körper weniger Energie. Hierfür sei der Grund jedoch in erster Linie die vermehrte Abnahme von Muskelmasse.     

Das kannst du für einen guten Stoffwechsel tun.

Um deinen Stoffwechsel auf Touren zu bringen, gibt es nichts Besseres als Frühsport. Bewegung, Sauerstoff und das frühe Sonnenlicht wirken wahre Wunder. Nach dieser morgendlichen Aktivität belohnst du dich und deinen Körper vorzugsweise mit einem vitamin- und eiweißhaltigen Frühstück.

Generell solltest du dich eher salzarm ernähren. Bedenke, dass viele industriegefertigte Produkte bereits eine Menge Salz enthalten. Zu viel Salz kann sich im Körper ablagern, die Blutgefäße verengen und damit Bluthochdruck fördern. Damit du dir keinen Jodmangel einhandelst, der der für den Stoffwechsel wichtigen Schilddrüse abträglich wäre, verwende sparsam Kochsalze, die mit Jod angereichert sind. Wenn du deinen Speiseplan zusätzlich mit jodhaltigen Produkten (essbare Algen, Seefisch oder Schalentiere) ergänzt, bist du schon auf der sicheren Seite.

Am kleinen Hunger zwischendurch kommst du vermutlich im Laufe des Tages nicht vorbei. Deshalb ist es wichtig, richtig zu snacken. Hier empfiehlt es sich z.B. zu fettarmen Crackern, Reiswaffeln oder Knäckebrot zu greifen. Auch die sogenannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterstützen: Sie regen den Stoffwechsel an und begünstigen eine effektive Fettverbrennung. Tipp: Mehrmals täglich ein paar Nüsse (Walnüsse) knabbern. Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, fühlst du dich sicher oft eher antriebslos, matt und schlapp. Ebenso schaltet dann auch dein Stoffwechsel ein paar Gänge zurück. Dagegen hilft mehrmals am Tag kaltes Abduschen (Saunaeffekt) oder einfach eiskaltes Wasser (Eiswürfel) über die Handgelenke laufen zu lassen. Im Winter dagegen drehst du die Heizung runter und lüftest gut durch. Das spart Heizenergie, tut der Umwelt und auch deinem Konto gut.

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