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Mundschutz und Stoffmasken richtig reinigen: So werden Sie Coronaviren los

Sind Stoffmasken sinnvoll? Und kann man sie entsprechend reinigen? Nicht erst seit dem Beginn der Maskenpflicht tragen Menschen in Deutschland Mundschutze. Und mit den Angeboten von Van Laack-Stoffmasken bei Edeka und Netto werden es immer mehr. Doch die Masken sollten auch regelmäßig gereinigt werden.
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Coronavirus - Schutzmaskenpflicht
Stoffmasken und Mundschutz richtig reinigen: So geht es. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Stoffmasken hygienisch reinigen: Um Coronaviren abzutöten, müssen Mundschutze, Atemmasken und Co. täglich gereinigt werden. So kann das Risiko, sich mit "Sars-CoV-2" anzustecken oder andere Menschen anzustecken, minimiert werden. Das Infektionsrisiko sinkt allerdings nicht ausreichend mit der von der Bundesregierung empfohlenen Methode.

Laut Angaben des "Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte" reicht dieses nicht aus, "um eine vollständige Inaktivierung infektiöser Viruspartikel auf den inkubierten Masken zu erzielen." Das berichtet das ZDF-Magazin "Frontal21" unter Berufung auf ein internes Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium. 

Corona-Infektion: Welche Mundschutz-Reinigung hilft?

Das Bundesinstitut fordert deshalb, das aktuelle Verfahren zu beenden. "Damit kann dieses Verfahren nicht mehr für die Dekontamination von Masken empfohlen werden", heißt von Seiten der Behörde.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil hatten das Konzept Anfang April offiziell vorgestellt. Konkret ging es dabei um die Variante, die Einmal-, "FFP2"- und "FFP"-3-Schutzmasken bei 70 Grad Trockenhitze zu behandeln: So könne man den Mundschutz nach der Reinigung problemlos mehrfach tragen. 

Die Minister empfohlen diese Reinigungsverfahren insbesondere Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, da in diesem Bereich oftmals Maskenmangel herrscht. Seitdem arbeiten die Beschäftigten in vielen Heimen und Instituten damit. Für Einmal-Masken hieß die Empfehlung wie folgt: "Hitzeaktivierung mittels trockener Hitze bei 65-70 Grad Celsius für 30 Minuten." Doch dies tötet Coronaviren nicht restlos ab, wie es vom "BfArM" heißt. Das würde bedeuten, dass zahlreiche Pflegekräfte nicht ausreichend vor den Viren geschützt sind beziehungsweise waren.

Waschmaschine oder Bügeleisen als Desinfektionsmittel

Das Bundesinstitut empfiehlt im internen Schreiben stattdessen, die Schutzmasken bei 90 Grad Celsius über 90 Minuten lang zu erhitzen. Die Masken können auch in die Waschmaschine gesteckt werden. Laut Lemmen reichen hier bereits 30 Grad und Waschmittel aus, um das Virus zu töten. Alternativ kann man die Maske auch mit einem heißen Bügeleisen bügeln oder in den warmen Ofen legen, wenn das Material das verträgt.

Alle aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie erfahren Sie im inFranken.de-Ticker.