Rückengesundheit

Sportarten gegen Rückenschmerzen

Beim Tag der Rückengesundheit am 15. März dreht sich alles rund um Rückenschmerzen und deren Vorbeugung durch Sport.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Fotolia
Foto: Fotolia
Dass Rückenschmerzen das Wohlbefinden beeinträchtigen, liegt auf der Hand. Häufig löst eine Verkettung von Umständen diesen Zustand aus. Wer generell auf einen ausgeglichenen Lebensstil und rückenfreundliche Sportarten achtet, beugt dem Schmerz bereits vor. Denn das Motto bei Rückenschmerzen lautet nicht Ruhe, sondern Bewegung. Doch welche Sportarten eignen sich dafür und welche verschlimmern die Beschwerden?


Aqua-Fitness

Der Klassiker unter den rückenfreundlichen Sportarten ist die Bewegung im Wasser. Beim Aqua-Fitness werden Rücken und Gelenke entlastet und Muskeln aufgebaut. Mit motivierender Musik, abwechslungsreichen Geräten und anderen Sportwilligen macht dieses Training sehr viel Spaß. Sofern das Schwimmbad oder Fitnessstudio mit Pool über Massagebecken oder eine Sauna verfügt, kann Rücken und Geist im Anschluss noch Gutes getan werden. Auch bloßes Schwimmen gilt mit der richtigen Technik als rückenfreundlich, bedenkenlos sind Rückenschwimmen und Kraulen.


Nordic Walking

Schon bloßes Spazierengehen versorgt die Bandscheiben mit neuer Flüssigkeit, die sie benötigen, um ihre Funktion als Stoßdämpfer der Wirbelsäule auszuführen. Wer keine Probleme mit der Halswirbelsäule oder verspannten Schultern hat, kann Stöcke hinzunehmen und Nordic Walking ausprobieren. Über den richtigen Einsatz der Stöcke informieren Fachleute in Sportvereinen, -kursen oder -läden. Während des Laufens sollten noch mühelos Gespräche möglich sein, die, zusammen mit dem entspannenden Gefühl, in der Natur zu sein, zum Wohlbefinden beitragen. Einen ähnlichen Effekt hat Skilanglauf auf den Körper.


Rückenschule

Wie der Name schon sagt, richten sich die ganzheitlichen Konzepte von Rückenschulen direkt an die entsprechende Körperregion. Sie vermitteln durch praktische Übungen, wie die Teilnehmer ihren Rücken im Alltag fit halten. Auch theoretisches Grundlagenwissen kommt dabei nicht zu kurz. Die Kurse eignen sich sowohl bei bestehenden Rückenproblemen als auch zur Vorbeugung. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen in der Regel den Besuch einer Rückenschule.


Muskelaufbau

Ob beim Klettern, Yoga oder im Fitnessstudio - den durch langes Sitzen und schwere Tätigkeiten verkümmerten und falsch belasteten Muskeln tut eine Stärkung gut. Rücken- und Bauchmuskeln sorgen für die Stabilisierung des Rumpfs und somit der Wirbelsäule. Das Personal in Fitnessstudios oder Sportkursen ist dafür ausgebildet, genau die Schwachstellen aufzuarbeiten und einen Trainingsplan samt richtiger Technik zu erstellen. Gewichtheben und Bodybuilding sind wegen ihrer hohen Lastenhebung allerdings nicht für Rückenpatienten geeignet.
Bei all dem Sport darf der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen, denn nur so bleibt die Motivation langfristig erhalten. Wer sich unsicher ist oder ein spezifisches Rückenleiden hat, kann sich bei einem Physiotherapeuten oder einer Rückenschule über die für ihn bestmögliche Sportart beraten lassen. Bewegungen, die den Rücken stauchen, drehen oder überstrecken, sollten bei bestehenden Leiden, insbesondere nach Bandscheibenvorfällen, gemieden werden. Dazu gehören beispielsweise Tennis, Badminton, Squash, Kegeln, Reiten, Ski alpin und Turnen. imü


Tag der Rückengesundheit

Das Motto am Tag der Rückengesundheit 2018 am 15. März lautet "Rückenfit an der frischen Luft". Rückenschulen und andere Gesundheits- und Therapieeinrichtungen bieten dazu bundesweite Aktionen in der freien Natur an. Weitere Infos gibt es beim Bundesverband deutscher Rückenschulen unter www.bdr-ev.de.
Unsere Partner
Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.