Das Bäuchlein, wie wir es oftmals zur Beruhigung nennen, ist gar nicht so schlimm. Zwar passen die Hosen nicht mehr und die Inkonsequenz feiert jeden Tag ihren Triumph, aber wie gesagt: Alles halb so schlimm. Bis zu dem einen Tag. Sie wissen schon, den alles entscheidenden Tag. Nämlich dem Strandtag.
Während vor uns Schönheiten in Kleidergröße S oder XS wie Gazellen am Strand entlang spazieren, schauen wir, ob unser Handtuch auch noch richtig liegt: unseren Bauch halb verdeckend natürlich. Neidische Blicke helfen da nicht weiter. Und wenn man ehrlich ist, weiß man es sowieso schon längst: Wir werden weder die Grazie einer Gazelle noch die entsprechende Kleidergröße jemals erreichen. Aber das ist auch gar nicht so wichtig. Unser erstes Ziel ist nämlich ein anderes: den inneren Schweinehund zu überwinden.

Schritt eins: Die Entscheidung für die richtige Sportart
Ach Halt! Ja, dass Sport Mord ist, habe ich nicht vergessen. Allerdings muss dieser Schritt erfolgen. Ohne ihn läuft nichts. Deswegen suchen Sie sich die Sportart aus, die Sie am wenigsten anbellt.

Schritt zwei: Die äußeren Gegebenheiten
Chic wollen wir schon aussehen, selbst wenn wir uns nicht auf dem Catwalk befinden. Außerdem färbt das gute äußerliche Wohlbefinden vielleicht auch auf unsere innere Sportmuffel-Stimmung ab. Bunte Farben machen gute Laune. Wer jedoch nicht jeden Blick auf seine vielleicht am Anfang etwas unkoordinierten Übungen lenken will, bleibt bei dunklen Farben (gilt auch für Schuhe!).
Musik heitert im Vorfeld und während der Qual auf, ist jedoch nicht jedermanns Sache. Kein Problem: Alle anderen genießen das Vogelgezwitscher.

Schritt drei: Regelmäßig muss er bellen!
Glauben Sie mir: Der Schweinehund wird sein möglichstes tun und regelmäßig bellen. Das sollte Sie allerdings nicht stören. Sie haben ihm den Kampf angesagt und befinden sich bereits mit ihm in der Arena. Also: Sportsachen an und los geht’s! (Wer einen Hund hat, wird das Bellen beim Sport vielleicht sogar in voller Lautstärke erleben.)

Schritt vier: Kleine Erfolge sind große Erfolge
Wir müssen nicht gleich einem Spitzensportler Konkurrenz machen. Nebenbei, das werden wir auch nicht. Suchen Sie sich zwei oder drei Wochentage zu Beginn, an denen Sie bei jedem Wetter Sport machen werden. Vielleicht erinnern Sie eine gute Freundin oder einen Freund an den nächsten Urlaub und den Schweinehund. Vielleicht steigt sie/er dann mit Ihnen in den Ring.
Um Ihre Fortschritte auch visuell vor sich zu haben, können Sie Ihre Sportergebnisse in einem Notizbuch notieren. Auch Ihr wöchentliches Gewicht (einmal Wiegen pro Woche reicht völlig aus!) können Sie hier verzeichnen.

Schritt fünf: Man knabbere wie ein Hase…
Von was behauptet man, dass es Hasen am liebsten fressen? – Richtig, Karotten. Machen Sie sich Gemüse und Obst zum Freund. Ja, Ihr Schweinehund wird das gar nicht mögen, aber er ist schließlich auch Ihr Gegner. Gesunde Ernährung ist wichtig, um uns fitter zu fühlen und uns im Ring besser behaupten zu können. Einen Keks oder ein paar Gummibärchen können Sie sich zwischendurch schon einmal gönnen. Alles in Maßen, lautet die Devise.
Es geht hier erst einmal nicht darum, einen Waschbrettbauch zu bekommen oder viele Kilos zu verlieren. Bleibt man in der Arena, wird man diesen Zielen immer näher kommen. Eines sollten Sie sich immer vor Augen halten: Sie tun das Ganze für sich und Ihre Gesundheit, nicht um Modelmaße zu bekommen. Denn das sollte sowieso nicht unser Ziel sein.