Bad Kissingen
Wohlfühlen ?  Gesundheit

Sauna und Wellness

Höllenheiß: Da hilft nur Feuchtigkeit von innen oder außen
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Die Ananas ist eher zum Vernaschen geeignet, Masken versprechen verschiedene Wirkungen.   Foto: Anja VorndrAn
Die Ananas ist eher zum Vernaschen geeignet, Masken versprechen verschiedene Wirkungen. Foto: Anja VorndrAn

Schwitzen was die Poren hergeben kann richtig schön sein. Vorausgesetzt, man sitzt in der Sauna und lässt schwitzen. Wer Hitze, Schweiß, Aufgussdämpfe, die kalte Dusche oder das Abstrahlen mit dem ebenfalls kalten Inhalt des Wasserschlauchs oder das Bad im kalten Becken überstanden hat und sich dann noch nackig im Schnee gewälzt oder zumindest an der frischen Luft mehrfach beim Gehen tief ein und ausgeatmet hat, dem sei gewiss: der Wohlfühleffekt folgt auf dem Fuß. Reinheit ist das erste Wort, das dem in den Sinn kommt, der das komplette Programm des Saunabadens genossen hat.

Im 21. Jahrhundert stehen für die Saunafreunde jede Menge Angebote bereit. Wer noch nie eine Schwitzkabine betreten hat, bitteschön, hier die Anleitung für Anfänger: Eine Sauna besucht man nach dem Duschen und Abtrocknen und möglichst, ohne vorherigen Genuss von Knoblauchzehen oder sonstigen stark ausdünstenden Lebensmitteln. Frisch gereinigt, völlig nackend, bewaffnet mit einem Handtuch auf dem man später sitzen wird, betritt der Laie die Sauna. Brillenträger sollten darauf gefasst sein, dass die Gläser anlaufen, und jeder sollte wissen, dass der Atem stocken kann im Angesicht der Hitze.

Der Haut Gutes tun

Es ist heiß, um genau zu sein 80 bis 105 Grad Celsius heiß . Verursacher der höllengleiche Temperatur ist der Saunaofen, um den Holzbänke in verschiedenen Höhen angebracht sind. Je höher man sitzt, desto heißer wird es, denn auch in der Sauna steigt die warme Luft nach oben. Das deutsche Saunabaden findet hauptsächlich in Thermen, Fitnessstudios oder Hotelanlagen statt. Natürlich gibt es auch gewisse Etablissements mit Sauna, aber das ist eine andere Schwitzgeschichte...

Saunieren spricht man jedenfalls eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem zu, das Immunsystem wird gestärkt und das Hautbild soll sich verbessern. Für letzteres ist in der Sauna etwas erlaubt, was man sonst in der Öffentlichkeit vermeiden sollte - sich überall zu kratzen. Natürlich nicht profan, mit den Fingern, sondern mit einer Wurzelbürste, am besten mit Stiel um auch immer schön am Rücken schwuppern zu können. Mit einem Saunagang ist es allerdings nicht getan - zwei bis drei Durchgänge werden empfohlen. Je Saunagang rechnet man: Eine Viertelstunde schwitzen, 15 Minuten abkühlen und eine Viertelstunde ruhen. So derart entspannt wie nach einem Saunabad kann man der (Gesichts-) Haut gleich etwas Gutes tun: Nicht nur Frauen, sondern auch die Herren der Schöpfung tragen sich dann eine Maske auf, die jede Menge Feuchtigkeit verspricht.

Feuchtigkeit, jetzt aber bloß nicht lachen, die gibt es auch bei Anbietern, die Anwendungen mit Bier im Programm haben. Es geht nicht um den ausschließlichen Genuss der Hopfenblütenkaltschale - obwohl es auch das im nahen Ausland gibt. Wannen, befüllt mit Bierextrakten und am Rand ausgestattet mit Zapfhahn, aus dem man sich einschenken kann, so viel man will, stehen da bereit. Hierzulande ist das noch weniger bekannt, kann ja aber noch kommen. Anja Vorndran

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