Bei den kalten Temperaturen im Winter wird das Laufen unter freiem Himmel für viele eine Herausforderung. Regen und Schnee und vor allem die kalten Temperaturen sorgen dafür, dass die Motivation zu körperlicher Betätigung sinkt. Doch geht Joggen im Winter überhaupt?

inFranken.de gibt Ihnen Tipps, wie Sie bei nasskaltem Wetter trotzdem Motivation finden und draußen trainieren können - und das im Winter und unter den Umständen der Corona-Pandemie.

Ist es eigentlich gesund bei kalten Temperaturen laufen zu gehen?

Der Sport im Freien ist warm angezogen grundsätzlich möglich - solange es nicht übermäßig schneit oder gefährlich glatt ist. Die Gefahren durch die eisige Kälte, Schadstoffe in der Luft und die eigenen körperlichen Grenzen sollten dabei auch nicht vernachlässigt werden.

"Sport bei Minustemperaturen ist nur was für Leute, die gesundheitlich fit und gut akklimatisiert sind" sagt Andreas Matzarakis, der Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienst, gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur. 

Regelmäßiges Joggen an der frischen, nicht zu kalten Luft hat aber auch Vorteile. Sport im Winter hält fit und gesund: Das Abhärten durch Bewegung an der freien Luft soll gut für die Fitness sein, so der Experte. Zusätzlich kann das Immunsystem durch Sport bei kalten Temperaturen gestärkt und das Wohlbefinden erhöht werden

Das sollten Sie beim Joggen im Winter beachten

Das regelmäßige Laufen kann gerade im Corona-Winter der optimale Ausgleich für die geltenden Einschränkungen sein und zu einer besseren Stimmung verhelfen. Denn auch bei Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen darf weiterhin Sport getrieben werden. Wenn Sie alleine oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts laufen gehen, ist das Infektionsrisiko sehr gering, so das Bundesministerium für Gesundheit. Und das Beste: Die beliebtesten Joggingstrecken sind im Corona-Winter noch weniger überlaufen.

Folgende Aspekte sollten Sie beachten, wenn Sie für das Laufen im Winter optimal gewappnet sein wollen:

  1. Wärmen Sie sich gut auf. Bei kalten Temperaturen brauchen Ihre Muskeln länger, um gut zu arbeiten. Laufen Sie sich also ausgiebig warm.
  2. Auch im Winter gilt: Trinken Sie ausreichend Wasser. In der Kälte haben wir meistens ein geringeres Durstempfinden und der Körper muss bei Bewegung nicht so stark heruntergekühlt werden. Trotzdem verdunstet Feuchtigkeit - das sollte nicht vernachlässigt werden.
  3. Tragen Sie die passende Laufbekleidung. Dabei sind das Schichten von Kleidungstücken und das Tragen von Funktionsmaterialien das A und O des Wintersports. Geschichtete Kleidung hält Sie ausreichend warm und isoliert, während Funktionskleidung für ein optimales Feuchtigkeitsmanagement sorgt. Da viel Körpertemperatur über den Kopf verloren geht, sollten Sie auch eine Mütze oder ein Stirnband tragen.
  4. Tragen Sie die richtigen Laufschuhe. Man sollte sich am besten Modelle zulegen, die für glatte Untergründe geeignet sind, wenn man im Matsch und Schnee joggen geht. Die Laufschuhe sollten die Füße außerdem warm halten. 
  5. Schritttechnik anpassen: Im Winter kann es sein, dass der Boden etwas rutschiger ist.  Deshalb hilft es, kleinere, flachere und gefühlvollere Schritte zu machen. So ist die Gefahr geringer, auszurutschen.
  6. Fangen Sie langsam an und hören Sie langsam auf. Ein lockeres Laufen am Anfang und am Ende der Joggingeinheit hilft dabei, den Körper aufzuheizen und herunterzufahren. Dem Kreislaufsystem hilft das übrigens nicht nur im Winter.

Dann sollten Sie auf Laufen im kalten Freien verzichten

Bei zu kalten Außentemperaturen sollte Sport im Freien vermieden werden. Ab welchen Temperaturen nicht mehr gejoggt werden sollte, hängt von dem Fitness- und Gesundheitszustand ab, so Experte Andreas Matzarakis. Für ältere und untrainierte Menschen empfiehlt er, Sport bei Temperaturen unter Null Grad Celsius zu vermeiden. Und auch für körperlich sehr fitte Personen gilt: Mit Joggen sollte Schluss sein, wenn die Außentemperatur unter Minus 20 Grad Celsius liegt.

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Seit dem 16. Dezember herrscht in Bayern wieder ein harter Lockdown mit mit verschärften Corona-Regeln - unter anderem eine Ausgangssperre. Auch hier sollten Sie aufpassen: Von 21 Uhr am Abend bis 5 Uhr am Morgen dürfen Sie Ihre Wohnung nur mit triftigen Gründen verlassen. In dieser Zeitspanne dürfen Sie also keinen Sport an der frischen Luft treiben.

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