Laden...
Michigan
Lebensweise

Neue Studie zeigt: So leben Sie länger

Dass Sport und gesunde Ernährung für ein langes Leben sorgen sollen, ist schon länger bekannt. US-Wissenschaftler jetzt herausgefunden, dass auch noch etwas ganz anderes entscheidend ist.
 
Laut einer Studie ist ein Einstellungsmerkmal besonder wichtig. Symbolfoto: pexels.com/pixabay.com
Laut einer Studie ist ein Einstellungsmerkmal besonder wichtig. Symbolfoto: pexels.com/pixabay.com

Viel Obst und Gemüse, Bewegung und eine generelle gesunde Lebensweise tragen Wissenschaftlern zufolge zu einem langen Leben bei. Amerikanische Forscher haben nun in zwei aktuellen Studien herausgefunden, dass neben den körperlichen Faktoren auch psychische eine Rolle spielen: Positiv denken, lautet hierbei die Devise.

 

In einer Langzeitstudie mit fast 7000 Probanden im Alter zwischen 51 und 61 Jahren, die im Jahr 1992 startete, kommen Wissenschaftler der "School of Public Health" von der "University of Michigan" zu einem auffälligen Ergebnis, das sie im Fachblatt "JAMA Network Open" veröffentlichten: Wer der Überzeugung ist, ein sinnvolles Leben zu führen, lebt laut der Studie deutlich länger.

Studie besagt: Wer ein sinnvolles Leben führt, lebt auch länger

Anhand eines Fragenkatalogs sollten die Teilnehmer einstufen, wie sinnvoll ihr Leben ist. Die Einstufung von eins bis sechs reichte von wenig sinnvoll bis überaus sinnvoll. Die Studienteilnehmer, die einen Wert zwischen eins und drei angaben, verstarben in den Folgejahren häufiger als diejenigen, die ihr Leben für sinnvoll hielten. Im Vergleich zu denen, die ein sehr sinnvolles Leben führten, verstarben in den Folgejahren sogar doppelt so viele derer, die ihrem Leben keinen großen Sinn mehr gaben.

 

Boston: Optimismus führt zu längerem Leben

Eine Studie aus Boston bestätigt ebenfalls: Optimisten leben länger. Die Forscher der "Harvard T.H. Chan School of Public Health" publizierten ihre Studienergebnisse in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)". Die meisten Teilnehmer der beiden Langzeitstudien waren Frauen, insgesamt 70.000, wohingegen nur knapp 1500 Probanden Männer waren.

 

Die Forscher begründeten ihre Resultate damit, dass ein Optimist auch positiver in die Zukunft schaue und aktiv sein Leben verändern wollte. In die Studie bezogen sie auch gesundheitliche und alltägliche Aspekte wie Alter, Einkommen, Bildungsstand und körperliche Aktivität ein.

Positiv in die Zukunft blicken lässt sich vor allem mit dem richtigen Partner an der Seite: Finde ihn jetzt auf single.inFranken.de!

Positivdenker werden wahrscheinlicher mindestens 85 Jahre alt

Die durchschnittliche Lebensdauer war je nach Ausprägung des Optimismus signifikant höher. Das gilt laut der Studie für beide Geschlechter. Der Gruppe mit den höchsten Werten bei der Abfrage der positiven Lebenseinstellung wurde eine um 12 bis 18 Prozent längere Lebensdauer, als für die mit den niedrigsten Werten zugeschrieben. Wer seinem Leben besonders positiv gegenübersteht, hat eine bis zu 70 Prozent größere Wahrscheinlichkeit, mindestens 85 Jahre alt zu werden.

Gründe für Zusammenhang nicht zweifelsfrei geklärt

Weshalb auch die Einstellung zum Sinn des Lebens und ein positives oder negatives Denken für die Lebenserwartung ausschlaggebend sind, sei noch nicht vollständig geklärt. Für sinnvolle Thesen halten die Forscher die Möglichkeit, dass Optimisten dadurch, dass sie versuchen, immer das Beste aus ihren Situationen zu machen, auch resistenter gegenüber Stress seien. Möglicherweise könnten sie auch ihre Emotionen besser kontrollieren, lebten in der Regel auch gesünder und vermieden Gesundheitsrisiken wie Rauchen eher als negativ eingestellte Personen.