Typ-2-Diabetes-Risiko kann mit Vollkorn-Produkten gesenket werden: Zu diesem Ergebnis ist eine neue Übersichtsarbeit gekommen, die im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlicht wurde. Zuvor gab es zahlreiche Studien, die den Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken, nachgewiesen haben.

Zum Beispiel haben Forscher aus den USA in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass vegan lebende Menschen ein deutlich geringeres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken.

Anders als Typ-1-Diabetes: Typ-2-Diabetes kann verhindert werden

Der Trend, seine Freizeit immer mehr vor dem Bildschirm zu verbringen, ist längst in die deutschen Haushalte eingezogen. Durch Netflix, Amazon Prime, YouTube und Co. haben die Menschen immer mehr Videomaterial "on demand" zur Verfügung. So muss man das Haus nicht verlassen. Mit der Lieferung einer Portion "Fast Food" ist der Tag auf der Couch perfekt. Doch Vorsicht, das kann auf Dauer schlimme gesundheitliche Folgen haben.

"Zu wenig körperliche Bewegung und ungesunde Ernährung können Ursache für das Entstehen eines Diabetes Typ 2 sein", warnt die "Deutsche Diabetes Hilfe" auf ihrer Homepage. Bei Diabetes Typ 2 besteht ein "relativer Insulinmangel", das heißt, die Körperzellen sprechen schlechter auf das Insulin an. Die Bauchspeicheldrüse versucht das auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin ausschüttet.

"Während sich Diabetes Typ 1 - bei dem ein absoluter Insulinmangel besteht - nicht verhindern lässt, sieht das bei Diabetes Typ 2 ganz anders aus: Mit einer gesunden Lebensweise kann man Diabetes Typ 2 hinauszögern oder sogar vollkommen verhindern", schreibt die gemeinnützige Gesundheitsorganisation.

Neben einer ausreichenden Bewegung ist der Schlüssel zum Erfolg eine ausgewogene Ernährung. Zum Beispiel soll ein gelegentlicher Fleischverzicht das Risiko für Diabetes verhindern.

Typ-2-Diabetes und Ernährung: Studienergebnisse zusammengefasst und Aussagekraft bewertet

Dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, haben in der Vergangenheit schon zahlreiche Studien herausgefunden. Eine Gruppe von Experten hat diese Ergebnisse nun genauer analysiert. In einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit wurden die Ergebnisse der Studien zusammengefasst und deren Aussagekraft bewertet.

Um dies zu bewerkstelligen, führte das Forscherteam um Dr. Sabrina Schlesinger, Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews am DDZ, eine umfassende Literatursuche zu Ernährung und Typ-2-Diabetes durch. Dies erklärt das "Deutsche Diabetes-Zentrum" (DDZ) in einer Mitteilung.

Reduziertes Diabetes-Risiko bei Verzehr von Vollkorn-Produkten

Bei den Studien wurden unter anderem die unterschiedlichen Ernährungsweisen betrachtet, wie beispielsweise eine mediterrane Ernährung oder eine Ernährung mit reduziertem Kohlenhydrat-Anteil. Auch Lebensmittel, Getränke, Mineralstoffe und Vitamine wurden in den Fokus genommen.

Insgesamt wurden 153 Studienergebnisse identifiziert, die den Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren und Typ-2-Diabetes zeigten, heißt es in der Mitteilung weiter. Eine hohe Aussagekraft für ein reduziertes Diabetes-Risiko konnte für einen hohen Verzehr von Vollkornprodukten, insbesondere Getreidefasern, und einem geringeren Verzehr von zuckerhaltigen Getränke und rotem Fleisch, insbesondere verarbeitetem Fleisch wie Wurstwaren, nachgewiesen werden. Eine moderate Aussagekraft wurde für 22%, eine geringe für 60% und eine sehr geringe für 14% der Zusammenhänge ermittelt.

"Diese systematische Übersichtsarbeit zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Ernährung und Typ-2-Diabetes bereits in zahlreichen Studien untersucht wurde und die Ernährung eine Rolle bei der Prävention des Typ-2-Diabetes spielt. Dennoch besteht für viele dieser Zusammenhänge Unsicherheit in der Aussagekraft", wird Dr. Sabrina Schlesinger in der Mitteilung zitiert. Deshalb müssten noch weitere valide Studien zu diesem Thema durchgeführt werden.

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