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Auswirkungen des Coronavirus: Am 16. März waren vorerst alle Schulen und Kitas in Bayern geschlossen worden. Seit dem 27. April durften die ersten Schüler wieder die Schule besuchen, schrittweise sollen alle wieder in den Unterricht zurückkehren können. Kitas werden ebenfalls schrittweise geöffnet.

Die Zahl der Fälle in Bayern und Deutschland steigt weiter - aktuelle Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveticker

Update vom 26.05.2020, 14.10 Uhr: Söder stellt nach den Sommerferien normalen Schulbetrieb in Aussicht

Coronavirus-Lockerungen in Bayern - Schulen und Kitas: Nach den Pfingstferien will die Staatsregierung Bilanz im Bildungssektor ziehen. Söder sagte, dass ein schulischer Regelbetrieb nach den Sommerferien vorstellbar sei. Bedingung sei allerdings, dass es keine zweite Coronavirus-Welle gebe. 

Update vom 22.05.2020, 08.30 Uhr: Bayern-SPD will Kita-Öffnungen nach Pfingsten

Die bayerische SPD fordert, dass alle Kindertagesstätten nach Pfingsten geöffnet werden. "Ich fordere, dass nach den Pfingstferien endlich alle Kinder wieder in ihre Kitas zurückdürfen", sagte Doris Rauscher, SPD-Landtagsabgeordnete, zuletzt in München. Für 80 Prozent der Kinder gelte das ohnehin schon, ergänzte sie und fragte: "Warum dann nicht auch für die übrigen 20 Prozent?"

"Das versteht doch kein Mensch mehr." - Doris Rauscher, SPD-Landtagsabgeordnete

In Bayern gibt es derzeit eine Notbetreuung für Kindertagesstätten und Kindergärten. Neben diesen Maßnahmen ist bisher wenig bekannt, wie es im Freistaat weitergehen soll. Rauscher bemängelte die fehlenden Perspektiven. Insbesondere die Dreijährigen stünden dabei im Fokus, für sie noch nichts geregelt. 

"Bis Mitte Juni stehen viele Familien schon seit drei Monaten unter Dauerbelastung - das muss ein Ende haben! Und mit Infektionsschutz lässt sich diese willkürliche Gängelung der Familien durch die Staatsregierung ohnehin nicht mehr begründen", betonte 53-Jährige, die Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag ist. 

Sie sorge sich um die seelische und soziale Entwicklung der kleinen Kinder, die in einer entscheidenden Entwicklungsphase bereits seit geraumer Zeit ohne Gleichaltrige aufwachsen müssten, so Rauscher. 

Update vom 20.05.2020, 12.41 Uhr: Eltern, sollen länger Lohnfortzahlung erhalten

Der Staat will Eltern, die wegen geschlossener Schulen und Kitas nicht zur Arbeit können, länger als bisher Lohnersatz zahlen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (20.05.2020) eine entsprechende Ausweitung der geltenden Regelung auf den Weg gebracht, die Ende März wegen der Corona-Pandemie beschlossen worden war.

Die Verdienstausfallentschädigung soll künftig pro Elternteil für maximal zehn Wochen statt wie bisher sechs Wochen gezahlt werden. Alleinerziehende Eltern sollen sogar Anspruch auf bis zu 20 Wochen Entschädigung haben, kündigte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) im ZDF-«Morgenmagazin» an. «Das ist ein ganz wichtiger Schritt, um finanzielle Sicherheit zu geben», sagte sie. Die SPD hatte sich in der Koaltion dafür schon länger eingesetzt. Zum Wochenbeginn hatten sich auch CDU und CSU dafür ausgesprochen. Die Änderungen müssen noch durch Bundestag und Bundesrat.

Bisher galt: Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann und deshalb kein Geld verdient, erhält bisher für maximal sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung, höchstens 2016 Euro im Monat. Der Arbeitgeber zahlt das Geld aus und kann es sich von den Behörden erstatten lassen.

Unterdessen mehren sich Rufe nach mehr Tempo bei der Öffnung von Schulen und Kitas. «Wenn vier medizinische Fachgesellschaften dazu aufrufen, Kitas und Schulen vollständig zu öffnen, muss die Politik so schnell wie möglich reagieren», sagte FDP-Chef Christian Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Medizinerverbände, darunter der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, hatten sich in einer gemeinsamen Stellungnahme für eine umgehende Komplettöffnung von Kindergärten und Schulen ausgesprochen.

Familienministerin Franziska Giffey hat die Ausweitung des Lohnersatzes für Eltern wegen der Corona-bedingten Kita- und Schulbeschränkungen als «Übergangslösung» bezeichnet. Parallel müssten weitere verantwortungsvolle Schritte für mehr Kita-Öffnungen gegangen werden, wie es in vielen Bundesländern bereits geschehe, sagte sie am Mittwoch in Berlin. In den Ländern gibt es unterschiedliche Pläne. Sachsen etwa hatte zu Wochenbeginn Kitas und Grundschulen wieder geöffnet.

Wochenlang waren in ganz Deutschland Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Seit Ende April wurde der Schulbetrieb stufenweise wieder aufgenommen. Schüler werden abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet und in kleinere Gruppen eingeteilt, um die Abstandsregeln einzuhalten. In den Kitas wird derweil die Notbetreuung weiter ausgeweitet. Wann sie in den Regelbetrieb zurückgehen, entscheiden die Bundesländer selbst, ebenso über das weitere Vorgehen an den Schulen. In Sachsen sind Grundschulen und Kindergärten für alle seit Wochenbeginn wieder geöffnet. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Update vom 20.04.2020: Keine Kita-Gebühren  in Bayern

Bayerische Eltern müssen für mindestens drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (20. April 2020) in einer Regierungserklärung an. 

Hintergrund dieser Entscheidung sei, dass eine staatlich verordnete Schließung nicht zu einer finanziellen Belastung der Eltern führen dürfe, so der 53-Jährige. 

Update vom 15.03.2020: Ab Montag, 16.03.2020 alle Schulen geschlossen

Bedauerlicherweise entwickelt sich der Prozess um COVID-19 sehr dynamisch. Daher wird der Unterrichtsbetrieb an den Schulen ab Montag, den 16. März bis einschließlich der Osterferien eingestellt.

inFranken.de berichtet an dieser Stelle, wie es mit den Schulschließungen weitergeht und hier erfahren Sie auch, wenn und wann die Schulen wieder öffnen.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo zur Einstellung des Unterrichtsbetriebs an den Schulen bis einschließlich der Osterferien: "Ich möchte mich herzlich bei unseren Lehrkräften bedanken. Wir befinden uns in einer herausfordernden Zeit, die uns viel Flexibilität abverlangt. Mein Eindruck ist, dass die Schulen sehr umsichtig mit der Situation umgehen."

Aus der Allgemeinverfügung ergibt sich, dass Schülerinnen und Schüler dem Unterricht und jeglicher sonstigen schulischen Veranstaltung i.S.d. Art. 30 S.1 BayEUG ab Montag, den 16.03.2020 bis einschließlich Sonntag, den 19.04.2020 (Ende der Osterferien) fernbleiben müssen; die Nichtteilnahme am Unterricht ist damit entschuldigt, § 20 Abs. 1 BaySchO. Die Allgemeinverfügung gilt auch für die Studierenden an den Staatsinstituten.

Angesichts dieses längerfristigen Zeitraums müssen jedoch alle Möglichkeiten genutzt werden, die den Schulen sowie den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen, um diesen Unterrichtsausfall aufzufangen.

Solange Schulveranstaltungen eingestellt sind, werden auch keine Schülerpraktika bzw. Betriebspraktika von Schülerinnen und Schülern gefordert. Dies gilt für die Staatsinstitute entsprechend. Die Einzelheiten werden von den zuständigen Stellen vor Ort geklärt.

Nichtschulische Nutzungen des Schulgebäudes sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die Sachaufwandsträger können eigenverantwortlich über die nichtschulische Nutzung der Gebäude entscheiden.

Ursprungsmeldung vom 08.03.2020: Schulschließungen im Überblick

Welche Schulen aufgrund des Coronavirus geschlossen haben, tragen wir für Sie aktuell in diesem Artikel zusammen. Wir aktualisieren ihn, wenn es neue Meldungen zu Schließungen und Öffnungen aufgrund der gefährlichen Lungenkrankheit gibt. (Stand: 13.03.2020, 05.45 Uhr)

Oberfranken

  • Landkreis Forchheim: Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt bleibt bis zum 20.03.2020 geschlossen
  • Kulmbach: Das Caspar-Vischer-Gymnasium hat ab dem 13.03.2020 wieder regulär geöffnet
  • Am Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof fällt der Unterricht bis zum 13.03.2020 aus
  • Die Realschule Pegnitz bleibt ab dem 09.03.2020 bis einschließlich 18.03.2020 geschlossen
  • Der Unterricht an der Graf-Botho-Grund- und Mittelschule Pottenstein läuft ab dem 13.03.2020 wieder regulär
  • Die Grund- und Mittelschule Eckersdorf bleibt bis 20.03.2020 geschlossen
  • Bayreuth: Die Jean-Paul-Grundschule ist bis zum 13.03.2020 vorübergehend geschlossen.
  • In der Maria-Ward-Schule Bamberg sind die 7. Klassen für zwei Wochen vom Unterricht befreit

Mittelfranken

  • Labenwolf Gymnasium Nürnberg - bis Freitag, 13.03.2020
  • Rudolf-Steiner-Schule bis zum 13.03.2020 - die Kita ist geöffnet
  • Leopold-Ullstein-Realschule Fürth - bis 22.3.2020
  • Franconian International School Erlangen - bis Freitag, 13.03.2020

Unterfranken

Bis jetzt sind auch drei Kitas in Oberfranken vorübergehend geschlossen. Eltern werden benachrichtigt, sobald der Betrieb wieder aufgenommen wird.

  • Pottenstein: KiTas "Rasselbande" und "St. Kunigund"
  • Elbersberg: KiTa "St. Christophorus"
  • Kirchenbirkig: „Johannes-der-Täufer“

Sollten alle Schulen in Deutschland geschlossen bleiben? Unser Redakteur Rupert Mattgey schreibt in seinem Kommentar zum Coronavirus und Schulschließungen, warum es höchste Zeit dafür ist.

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jgö/tu