Rezeptfreie Schmerzmittel im Test: Eine Vielzahl unterschiedlicher Medikamente verspricht schnelle Hilfe bei Schmerzen. Viele Mittel sind rezeptfrei zu erhalten - und versprechen wahre Wunder. Da verliert man als Verbraucher schnell den Überblick.

Die Stiftung Warentest hat eine Vielzahl von Medikamenten getestet - und kommt zu einem vernichtenden Urteil. Demnach schneiden von Rund 1500 getesteten, rezeptfreien Medikamenten 500 schlecht ab. Auch viele, sehr beliebte Mittel fallen bei den Tests durch.

Häufiger Grund für das Versagen der Schmerzmittel im Test: In den Arzneimitteln werden mehrere Wirkstoffe kombiniert, häufig ergänzen sich jedoch die Inhaltsstoffe solcher Präparate nicht sinnvoll. Im schlimmsten Fall verstärken Kombipräparate mögliche Nebenwirkungen.

Ein Überblick über die Medikamente, die beim Test der Stiftung Warentest durchgefallen sind:

Doppel Spalt compact und Vivimed mit Koffein

Laut Stiftung Warentest ist die Kombination aus einem Schmerzmittel und Koffein nicht sinnvoll. Durch das Koffein steigt demnach das Risiko, einer zu langen Einnahme - und damit das Risiko von Nebenwirkungen.

Neuralgin, Spalt Schmerztabletten, Thomapyrin und Titralgan

Bei allen vier Medikamenten kritisiert Stiftung Warentest die Kombination von Azetylsalizylsäure (ASS) und Parazetamol: Dadurch würde kein zusätzlicher Effekt erzeugt, jedoch würde das Risiko von Nebenwirkungen steigen.

Das Fazit von Stiftung Warentest: "Gegen Schmerzen reicht ein geeignetes Schmerzmittel allein, beispielsweise Azetylsalizylsäure, Ibuprofen oder Parazetamol." rowa