Kopenhagen
Gesundheit

Schmerzmittel-Studie: Medikament als Auslöser für Herzinfarkte und Schlaganfälle

Das Schmerzmittel Diclofenac erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Das zeigt eine Studie einer dänischen Universität. Die Forscher fordern eine Rezeptpflicht für das Medikament.
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Diclofenac soll laut einer neuen Studie das  Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. Symbolfoto: pixabay/Ajale
Diclofenac soll laut einer neuen Studie das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. Symbolfoto: pixabay/Ajale

Das rezeptfreie Schmerzmittel Diclofenac kann das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich erhöhen. Das haben Wissenschaftler der Universitätsklinik Aarhus in Dänemark in einer Studie festgestellt. Im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol führt Diclofenac schon nach 30 Tagen zu einer erhöhten Rate von Herzproblemen. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die keine Schmerzmittel einnahm, war das Herzinfarktrisiko um 90 Prozent und das Schlaganfallrisiko um 60 Prozent erhöht.

Außerdem ergab die Studie, die in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" veröffentlicht wurde, dass das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Bereich bei Patienten, die Diclofenac einnehmen, deutlich höher ist als bei denjenigen, die Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Die Forscher fordern daher, dass Diclofenac nicht mehr rezeptfrei verkauft werden sollte.



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