• Viele Deutsche schlafen zu wenig
  • Jeder zweite liegt unterhalb der empfohlenen Schlafzeit
  • Schlaf kann nachgeholt werden

Wer aufgrund von Beruf oder anderen Verpflichtungen nicht immer auf eine ausreichende Anzahl an Schlafstunden kommt, kann diese tatsächlich bis zu einem gewissen Grad nachholen. 

Wie lange schlafen die Deutschen im Schnitt pro Nacht?

Deutschland ist das Land der Frühaufsteher: 80 % der Menschen gehen hierzulande bis 0 Uhr ins Bett und spätestens um 7 Uhr sind 60 % bereits wieder auf den Beinen. Jeder zweite schläft nur 6 Stunden und jeder Vierte schläft sogar noch weniger

Im Durchschnitt schlafen die Deutschen 7 Stunden und 45 Minuten. Damit liegt Deutschland im unteren Durchschnitt im Vergleich aller Industrienationen. Dabei macht schon eine halbe Stunde mehr oder weniger Schlaf einen großen Unterschied.

Während des Schlafs werden die Zellen erneuert, das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren und auch die Leber entgiftet den Körper. Wenig Schlaf wirkt sich also negativ auf die Gesundheit aus. Doch häufig wird dem Schlaf zu wenig Beachtung geschenkt.

Wie viel Schlaf ist gesund?

Die perfekte Schlafdauer liegt bei 7 Stunden für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren. Alles zwischen 6 und 10 Stunden sind jedoch übliche Werte. Gerade wenn du dich nicht ausgeglichen und fit fühlst, solltest du mal auf die Schlafdauer achten. 

Ebenso zählen ein eingeschränktes Reaktions- und Konzentrationsvermögen sowie Probleme bei der Entscheidungsfindung zu den Effekten, die bei einem Schlafmangel auftreten. Wer dauerhaft wenig schläft, riskiert sogar seine Gesundheit.

Viele Erkrankungen, wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle, werden in Studien in einen Zusammenhang zu Schlafmangel gebracht. Die optimale Schlafdauer ist dabei jedoch immer individuell, es gibt keinen festen Richtwert, an dem du dich orientieren kannst. 

Kann man Vor- oder Nachschlafen?

Wenig Schlaf ist also ungesund. Nun gut, warum dann nicht einfach vorschlafen oder den Schlaf nachholen? Dazu sei gesagt: Vorschlafen funktioniert nicht, da wir im Vorfeld nicht müde sind. Der Körper reagiert nur auf das vorangegangene Schlafdefizit, kann jedoch keinen Schlaf speichern.

Dafür lässt sich allerdings Schlaf nachholen. Wer unter der Woche sehr wenig geschlafen hat, der kann dieses Defizit am Wochenende durch mehr Schlaf kompensieren. Das funktioniert jedoch nur in Maßen. Die ganze Woche durchmachen und dann das Wochenende verschlafen ist wenig erfolgversprechend. 

Ebenso kann dir ein Mittagsschlaf zu neuer Energie verhelfen. Wer in der vorangegangenen Nacht wenig geschlafen hat, der kann dadurch ein wenig Schlaf nachholen. Dabei solltest du jedoch nie länger als eine halbe Stunde schlummern. Danach beginnt die Tiefschlaf-Phase und wenn wir aus dieser aufwachen fühlen wir uns eher gerädert als erholt. 

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