Laden...
Berlin
Ratgeber

Das passiert mit uns, während wir schlafen

Guter Schlaf ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag. Doch es gibt viele Faktoren, die Einflüsse auf die Erholung in der Nacht haben. Welche das sind, was mit unserem Körper im Schlaf passiert und was man vermeiden sollte, erklären wir hier.
 
Erholsamer Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben: Sowohl Körper als auch Geist erholen sich in der Ruhephase. Doch es gibt viele Punkte zu beachten. Symbolfoto: Christin Klose/dpa
Erholsamer Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben: Sowohl Körper als auch Geist erholen sich in der Ruhephase. Doch es gibt viele Punkte zu beachten. Symbolfoto: Christin Klose/dpa

Morgens aufzuwachen und richtig erholt zu sein ist ein richtig gutes Gefühl. Doch das kommt nicht allzu oft vor, vielmehr wacht man auf und fühlt sich völlig gerädert. Ein eindeutiges Zeichen für zu wenig Schlaf. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung schläft nur zwischen sechs und sieben Stunden.

Eine bekannte Faustregel hält sich hartnäckig: Der Mensch braucht acht Stunden Schlaf. Doch hier scheiden sich die Gemüter und auch die Ergebnisse der Wissenschaft. Eine der größten Studien zu diesem Thema von der Universität Kalifornien hat beispielsweise herausgefunden, dass die ideale Schlafzeit zwischen sieben und acht Stunden liegen. Wer jedoch über oder unter dieser Zeit liegt, ist für verschiedene Krankheiten anfälliger.

Das Problem bei der idealen Schlafzeit: Zu viele Faktoren haben einen Einfluss auf die Dauer des Schlafes. Körperliche Aktivität, Ernährung, Gesundheit, das Alter und aktuelle Lebenssituationen sind nur wenige dieser Faktoren.

Was passiert im Schlaf?

Wieso aber ist Schlaf überhaupt so wichtig? Was passiert mit unserem Körper während der Ruhephase?

Die Schlafphase ist sehr wichtig für uns Menschen, denn gerade hier gönnen wir unserem Körper und, vor Allem, unserem Gehirn eine Auszeit - ohne diese können wir längerfristig nicht überleben.

Zwar schlafen wir nachts und bekommen so nicht viel mit, was aber noch lange nicht bedeutet , dass unser Gehirn auch in den Ruhemodus schaltet. Sondern es nutzt die Zeit um Eindrücke und Gedanken, die wir im Laufe des Tages aufgenommen haben, einordnen und verarbeiten zu können.

Außerdem werden beschädigte Zellen repariert und das Immunsystem gestärkt, was für unsere Gesundheit besonders wichtig ist. Auch die Muskulatur und das Skelett können sich durch das Liegen entspannen und werden entlastet.

Verschiedene Schlafphasen - unterschiedliche Erholung

Es ist allerdings nicht so, dass wir am Abend einschlafen und morgens aufwachen: Wir wechseln ständig zwischen verschiedenen Schlafphasen, die sich durch verschiedene Eigenheiten kennzeichnen.

So kann der Schlaf in drei verschiedene Phasen eingeteilt werden: In der Leichtschlafphase, verlangsamt sich unser Herzschlag, der Körper entspannt sich und wir finden Ruhe. In der darauf folgenden Tiefschlafphase erholt sich Körper und Geist am besten. In diesen beiden Phasen ist unser Gehirn relativ inaktiv und ruht sich aus.

Das ändert sich jedoch in der Traumschlafphase, auch Rapid-Eye-Movement-Phase genannt. Hier ist das Nervensystem und das Gehirn besonders aktiv und verarbeitet den vergangenen Tag. Diese Phase macht knapp 20% der Zeit aus.

Schlechter Schlaf durch Alkohol, Koffein und das Smartphone

Wenn wir also regelmäßig zwischen den Phasen wechseln, träumen und entspannen, und das über sieben bis acht Stunden hinweg, sollten wir also richtig erholt aufwachen. Leider ist das nicht immer so einfach, denn Stress, falsche Ernährung und andere Faktoren können auch hier wieder Einflüsse haben. Alkohol, Koffein und das Smartphone sind hier besonders zu nennen.

Alkohol ist für viele eine Einschlafhilfe, jedoch auch nur das: Man schläft zwar schneller und früher ein, da der Alkohol Stress löst, allerdings fällt man erst später in die wichtige Tiefschlafphase. Manche Experten behaupten sogar, dass man bereits mit nur geringen Mengen Alkohol überhaupt nicht in diese wichtige Erholungsphase kommt.

Tagsüber einen Kaffee zu trinken ist bei Müdigkeit und viel Anstrengung eine besondere Hilfe. Allerdings sollte man genau abpassen, bis wann man das koffeinhaltige Getränk zu sich nimmt. Koffein hat eine Halbwertszeit von 2,5 bis 4,5 Stunden - trinkt man also am Nachmittag oder Abend noch einen Kaffee ist Nacht immer noch Koffein im Blut, dass am erholsamen Schlaf hindert.

Ein relativ neuer Aspekt, der negative Einflüsse auf die Schlafqualität haben kann, ist das Licht des Smartphones. Denn schauen wir kurz vor dem Einschlafen noch auf den Bildschirm setzen wir unsere Augen blauem Licht aus, welches die Produktion des Hormons Melatonin hemmt. Dieses Hormon ist für die Steuerung es Tag-Nacht-Rhythmus zuständig, weshalb sich auch hier die Tiefschlafphase verringern kann.

Verschiedene Schlafgewohnheiten testen

Wie man sieht gibt es eine besonders große Vielzahl an Einflüssen, die für guten oder schlechten Schlaf sorgen können. Schlafexperten raten dazu einfach verschiedene Herangehensweisen und unterschiedliche Schlafdauer auszuprobieren. So kann jeder seine individuelle Schlafgewohnheit finden.