Zur massiven Test-Panne in Bayern haben Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml bereits mehrmals Stellung bezogen. Auch ein Rücktritt von Huml war im Gespräch. 

Die Staatsregierung hatte zuvor eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen deutlich dramatischer ausfielen: Nach dem letzten Test-Fiasko gibt es eine erneute Panne bei der Übermittlung der Test-Ergebnisse. Bayern will dennoch an der jetzigen Teststrategie im Kampf gegen das Coronavirus festhalten.

Update vom 07.09.2020, 13.45 Uhr: Kritik an Bayerns Corona-Strategie ist "typisch deutsch"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die bayerische Corona-Teststrategie gegen jegliche Kritik verteidigt. Es sei schon "typisch deutsch", wenn kaum über die zig tausend Tests gesprochen werde, die gut liefen, dafür aber über die "40, 46, 90 Tests, die vielleicht nicht so gut gelaufen sind", sagte er am Montag in seiner Rede auf dem nur im Internet übertragenen politischen Gillamoos im bayerischen Abensberg.

Der Corona-Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sei gut und genau richtig. In Bayern gebe es wegen der Grenzlage eine Sondersituation, zudem habe er letztlich bei allen Themen auch in Berlin Recht bekommen. Im Ausland werde Deutschland für seine Erfolge im Umgang mit der Pandemie beneidet.

In Bayern hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Probleme bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen gegeben.

Update vom 05.09.2020, 13.15 Uhr: Bayerisches Gesundheitsministerium hält an vielen Tests fest

Trotz der neuen Panne bei Testzentren hält das bayerische Gesundheitsministerium an seiner Teststrategie fest. "Es geht nicht um irgendwelche sinnlosen Massentestungen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag. Menschen mit Symptomen sollten mit Priorität getestet werden. Aber auch der mit einem "leichten Kratzen im Hals", der seine Großmutter besuchen und sie nicht anstecken wolle, solle die Chance haben, sich kostenlos testen zu lassen. "Das ist ein Angebot an die Bevölkerung."

Die Probleme bei den Testzentren an Flughäfen in Bayern seien mittlerweile gelöst, betonte Huml erneut. Die "Befundübermittlung" sei inzwischen abgeschlossen. Am Freitag war bekannt geworden, dass etwa 10 000 Menschen länger als die versprochenen zwei Tage auf ihr Ergebnis warten mussten. Dabei ging es im Durchschnitt um "einige Stunden, Tage", so Huml.

Während alle anderen Bundesländer die kostenlosen Corona-Tests für Urlauber aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien beenden wollen, hält Bayern weiter an seiner Strategie fest. Jeder soll kostenlos einen Abstrich nehmen lassen können - egal, ob er in einem Risikogebiet war oder nicht. Ärzte hatten ein "ungezieltes" Testen mit zu langen Wartezeiten kritisiert. Testen ist unter anderem an Bahnhöfen, Autobahnen und an den Flughafen München, Nürnberg und Memmingen möglich.

Update vom 04.09.2020, 18.00 Uhr: Huml gibt Entwarnung: "Verzögerung schnell gelöst"

Ein Fehler in der Datenübermittlung sorgte für erhebliche Verzögerungen bei den Corona-Tests an bayerischen Flughäfen. Wie das Gesundheitsministerium offiziell mitteilte, waren etwa 10.000 Menschen davon betroffen und mussten länger als 48 Stunden auf ihr Testergebnis warten.

Die zuständige Privatfirma EcoLog konnte das Problem jedoch mittlerweile lösen und alle ausstehenden Benachrichtigungen wurden versandt. Der Fehler wurde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen aufgedeckt, die nach der letzten Testpanne bereits intensiviert wurden. 

"Dieser Vorgang zeigt, dass das Controlling durch das LGL bei den Testungen funktioniert. Der Dienstleister wurde vom LGL nachdrücklich aufgefordert, die Übermittlungsprozesse umgehend zu beschleunigen und die Befunde schnellstmöglich zu übermitteln", äußerte sich Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nach dem Vorfall.

Update vom 04.09.2020, 15.12 Uhr: Größere Corona-Test-Probleme laut Ministerium nur an Flughäfen

Nach Bekanntwerden der neuen Corona-Testpanne an bayerischen Flughäfen geht das Gesundheitsministerium davon aus, dass an den übrigen öffentlichen Teststationen in dem Bundesland der Betrieb einigermaßen läuft.

Wie ein Ministeriumssprecher am Freitag (4. September 2020) in München sagte, habe das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit im Zuge der jüngsten Testpanne auch die Daten der Teststationen an den Autobahnen und Bahnhöfen abgefragt. Bis auf wenige Ausnahmen habe es keine größeren Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen innerhalb der 48 Stunden-Frist gegeben.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass wegen der neuen Testpanne an Flughäfen in Bayern rund 10.000 Menschen ihre Ergebnisse deutlich später als versprochen erhalten haben. Grund war nach Ministeriumsangaben ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog, der im Auftrag des Bundeslandes an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durchführt.

Update vom 04.09.2020, 14.20 Uhr: Rund 10.000 Menschen von neuer Corona-Testpanne in Bayern betroffen

Von der jüngsten Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern sind rund 10.000 Menschen betroffen. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag (4. September 2020) in München.

Diese waren zwischen Samstag und Dienstag an bayerischen Flughäfen auf das Coronavirus getestet worden und bekamen nicht innerhalb der versprochenen Frist von 48 Stunden ein Ergebnis, wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag in München mitteilte. Grund sei ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog gewesen, der im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durchführt.

Der Sprecher ging davon aus, dass im Laufe des Freitags alle in dem Zeitraum getesteten Menschen ihre Ergebnis-Benachrichtigungen erhalten werden. 

Betroffene berichten von Chaos an bayerischen Teststationen

Am Freitag berichteten Betroffene über Chaos bei den bayerischen Teststationen auch an der Autobahn und zeigten sich verärgert über tagelange Wartezeiten. Auch die Opposition kritisierte fehlendes Management. "Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite Runde", erklärte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze.

Am Freitag warnte auch das Landratsamt Kitzingen vor Verzögerungen. "Bereits Anfang der Woche meldete der Verband der akkreditierten medizinischen Labore in Deutschland, dass es einen erheblichen Rückstau bei den Tests gebe", teilte die Behörde mit. Auch die Kapazitäten beim örtlichen Gesundheitsamt seien "nahezu ausgeschöpft". Die Ergebnisse könnten deshalb nicht immer innerhalb der vorgesehenen ein bis zwei Tage vorliegen.

Update vom 04.09.2020, 08.00 Uhr: Weitere Verzögerungen bei Corona-Ergebnissen an bayerischen Flughäfen

Weiterhin gibt es in Bayern Probleme bei der Übermittlung der Testresultate der Corona-Tests an bayerischen Flughäfen. Nach Angaben des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersuchen die Labore die Testungen innerhalb der Frist, doch die Übermittlung erfolgt nicht innerhalb von 48 Stunden, wie mehrere Medien berichten.

Die Behörde teilte mit, dass dies in regelmäßigen Controllings festgestellt wurde. Schuld daran sei der Dienstleister Ecolog. Wie viele Menschen von diesen Verzögerungen betroffen sind und wie lange die Verzögerung momentan dauert, ist unklar.

Laut Angaben des Dienstleisters Ecolog, liegt die Verzögerung der Ergebnisse an einem technischen Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung. Das wirkt sich aber nicht auf die Zuordnung der Probendaten auf die Personendaten aus. Die Übermittlung der Daten erfolgt momentan eingeschränkt, aber kontinuierlich, betont das Unternehmen.

Das LGL forderte den Dienstleister auf, die Befunde so schnell wie möglich zuzustellen. Ecolog versicherte die Probleme bis Freitagmittag zu beheben.

Update vom 21.08.2020, 15.15 Uhr: Corona-Testpanne weitet sich aus - Flughafen Nürnberg betroffen

Die Probleme mit Corona-Tests in Bayern dauern an. Nach Recherchen des ARD-Magazins MONITOR sind auch Teststationen an den bayerischen  Flughäfen betroffen. Mehrere hundert Passagiere am Flughafen Nürnberg haben ihre Testergebnisse verspätet erhalten, zum Teil auch noch gar nicht. Auch in München und Memmingen gebe es weitere Fälle, teilte der Testdienstleister gegenüber MONITOR mit.

Allein am Nürnberger Flughafen haben einige hundert Passagiere ihre Testergebnisse verspätet und zum Teil auch noch gar nicht erhalten. Das räumte der Dienstleister Ecolog, der Betreiber der Teststationen an den bayerischen Flughäfen, auf MONITOR-Anfrage ein. Auch an den anderen bayerischen Flughäfen hat es solche Fälle gegeben, die Anzahl ist noch unklar. Wie viele Personen aktuell noch keine Testergebnisse erhalten haben, teilte das Unternehmen nicht mit, es handele sich um einen "kleinen Bruchteil". Die Probleme stünden im Zusammenhang mit der Umstellung von der manuellen auf eine digitale Datenerfassung. 

Eine vierköpfige Familie aus der Oberpfalz hatte sich am letzten Freitag (14.08.2020) freiwillig testen lassen. Sie waren aus dem Sommerurlaub von Mallorca zurückgekehrt, noch bevor die Insel zum Corona-Risikogebiet erklärt wurde. Schon bei der Datenaufnahme in der Teststation der Firma Ecolog auf dem Flughafen Nürnberg habe es Probleme gegeben, berichtet die Familie dem ARD-Magazin MONITOR. So habe der Mitarbeiter, der ihre persönlichen Daten mit den Testnummern zusammenführen sollte, nach ihrem Eindruck Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben gehabt.

Das schriftliche Versprechen des Dienstleisters, das Testergebnis innerhalb von 24 Stunden zu übermitteln, wurde nicht eingehalten. Seit einer Woche wartet die Familie nun schon vergeblich. Zahlreiche Versuche, über die Telefonhotline Auskunft zu erhalten, sind gescheitert. Stattdessen wurde die Familie per E-Mail aufgefordert, ihre persönlichen Daten und Testnummern erneut zur Verfügung zu stellen. 

Die Probleme an den Flughäfen bringen vor allem die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml erneut in Bedrängnis. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass zehntausende Personen, die sich in Bayern an Autobahnen und Bahnhöfen von Hilfsorganisationen hatten testen lassen, tagelang auf ihr Ergebnis warten mussten. Über 900 davon waren mit dem Corona-Virus infiziert. Mittlerweile führen private Dienstleister die Tests durch. In einer Sitzung des bayerischen Gesundheitssauschusses erklärte die Ministerin Huml noch am Mittwoch, man habe die Fehler "erkannt und abgestellt". Was die bayerische Staatsregierung über die Probleme weiß, ist unklar. Eine Monitor-Anfrage zu den Pannen an der Corona-Teststationen an bayerischen Flughäfen ließ das Ministerium bislang unbeantwortet. 

Update vom 20.08.2020, 09.00 Uhr: Nach Corona-Test-Panne - Söder baut Kabinett um 

Nach der zigtausendfachen Panne bei den Corona-Tests von Urlaubsrückkehrern baut Ministerpräsident Markus Söder sein Kabinett um: Zur Verbesserung des Pandemie-Krisenmanagements wechselt der bisherige Bau- und Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek ab diesem Donnerstag unbefristet ins bayerische Gesundheitsministerium. Der Jurist soll die zuletzt massiv in die Kritik geratene Ministerin Melanie Huml (beide CSU) im Kampf gegen das Virus unterstützen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Im Zuge der Pandemie war zwischenzeitlich auch Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) dem Gesundheitsministerium zugeordnet worden. Nachdem die erste Infektionswelle und die Infektionszahlen in Bayern vor Wochen aber zunächst wieder nach unten gingen, war dieser wieder in das Innenministerium zurückgekehrt.

Das Gesundheitsministerium und auch Huml selbst standen jüngst wegen einer schweren Panne bei Corona-Tests von Urlaubsheimkehrern massiv unter Druck. Rund 44.000 Menschen, darunter mehr als 900 positiv Getestete, hatten ihre Ergebnisse teils erst mit großer Verzögerung erhalten.

Im Nachgang der Panne, die auch Söder selbst viel Kritik, Spott und Häme einbrachte, hatte Huml zweifach ihren Rücktritt angeboten. Doch Söder beließ sie ihm Amt. Mit der Versetzung von Holetschek zieht er aber dennoch eine personelle Konsequenz, um das Krisenmanagement im Gesundheitsministerium zu verbessern. Im Gegenzug muss Söder in Kauf nehmen, dass das Bau- und Verkehrsministerium personell geschwächt wird. Söder hatte hier erst im Februar den Staatssekretärsposten eingerichtet, weil er den bislang oft schleppenden Bau von bezahlbarem Wohnraum in Bayern beschleunigen wollte.

Darüber hinaus wird der Betrieb der kommunalen Corona-Testzentren künftig vom Innenministerium gesteuert. Zudem hatte Söder in der vergangenen Woche schon Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) zum "Corona-Koordinator" ernannt. Dieser soll zur Vermeidung von Pannen „sämtliche pandemiebedingten Maßnahmen bündeln, koordinieren und deren Umsetzung gewährleisten“. Auch der Chef des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, musste bereits seinen Platz räumen.

Am Mittwoch war außerdem bekannt geworden, dass der Chefsprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins, für die Corona-Kommunikation ins Gesundheitsministerium wechselt. Da Gloria Martins hatte beim Münchner Amoklauf 2016 bundesweite Bekanntheit erlangt. Für seine ruhige Pressearbeit wurden er und sein Team auch mehrfach ausgezeichnet.

Holetschek ist erst seit Februar im bayerischen Kabinett. Er wurde von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Rahmen einer notwendigen Kabinettsumbildung ins Bauministerium geholt, weil der schleppende Bau von bezahlbarem Wohnraum in Bayern vorangetrieben werden sollte. Der Schwabe blickt bereits auf eine lange Karriere zurück: Er war Bürgermeister, stellvertretender Landrat im Kreis Unterallgäu und Bundestagsabgeordneter. Seit 2013 sitzt er im Landtag, von März 2018 bis Februar 2020 war er zudem Bürgerbeauftragter der Staatsregierung.

Alle Informationen rund um die Pandemie sowie die Corona-Krise finden Sie im Liveticker von inFranken.de.

Update vom 19.08.2020, 16.30 Uhr: Teststrategie verteidigt - Staatsregierung geht in die Offensive

Über 44.000 Corona-Testergebnisse aus Bayern erreichten nur mit Verzögerung die betroffenen Urlaubsrückkehrer. Ein mehr als ärgerlicher Fehler. Doch trotz dieser erheblichen Panne bei der Übermittlung der Corona-Testergebnisse hat die bayerische Staatsregierung ihre Pandemie-Strategie gegen jegliche Kritik der Opposition verteidigt. "Ja, es sind Fehler passiert. Ja, wir hatten Anlaufschwierigkeiten", sagte die viel kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch (19. August 2020) in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass Bayern sich in der Pandemie mehr engagiere als alle anderen Länder und dass die Probleme nach Bekanntwerden abgestellt wurden.

Huml nutzte die Aussprache auch, um sich erneut persönlich gegen den Vorwurf des verschleppten Krisenmanagements zu wehren: Sie habe umgehend gehandelt und die Öffentlichkeit informiert, als klar wurde, dass das Problem am Mittwoch vor einer Woche nicht schnell zu lösen war, betonte sie. In den zwei Tagen zuvor habe sie die Hoffnung gehabt, dass die zigtausendfache Verzögerung bei der Übermittlung von Testergebnissen lösbar sei. Sie stehe zu ihrer Verantwortung, auch wenn "mal was schief läuft".

Ursache für die Verzögerungen bei am Ende mehr als 44.000 Ergebnissen seien zum einen fehlende Daten der Getesteten, auch bei der anfangs notwendigen händischen Übertragung der Ergebnisse in ein Computersystem, sowie die hohe Zahl an Tests an den Autobahnen, was die ehrenamtlichen Helfer vor große Herausforderungen gestellt habe. An den acht Corona-Teststationen für Reiserückkehrer in Bayern sind laut Huml bisher 2339 infizierte Menschen identifiziert worden. Insgesamt habe es an den Teststationen an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen 175 411 Tests gegeben (Stand: Dienstagabend).

Huml betonte aber, dass die bayerische Corona-Teststrategie insgesamt weiter vorbildlich sei. Auch ein "schneller Start war von entscheidender Bedeutung", sagte sie zu den Testangeboten für Urlaubsrückkehrer. Bayern habe "gehandelt und nicht nur abgewartet".Auch Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) verteidigte die bayerische Corona-Strategie. Es sei wichtig und richtig gewesen die Testangebote für Reiserückkehrer zur Verfügung zu stellen. "Zwei, drei, vier Wochen Verzug wären nicht verantwortbar gewesen", sagte er. Herrmann kritisierte zugleich andere Bundesländer mit Außengrenzen, darunter Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, die in der Urlaubszeit keinerlei Tests für Heimkehrer angeboten hätten.

Urlaubsrrückkehrer, Saisonarbeiter und Schulstart als Herausforderungen

Urlaubsrückkehrer sind derzeit aus Sicht des Corona-Koordinators Herrmann eine der größten Herausforderungen in der Pandemie-Bekämpfung. Nach bisherigen Erkenntnissen liege die Positiv-Rate der Tests bei Urlaubsrückkehrern bei 1,3 Prozent. Normalerweise liege der Durchschnitt zwischen 0,4 und 0,6 Prozent, sagte der Staatskanzleichef. Die in den Testzentren vorgekommene Panne sei bedauerlich, sagte Herrmann. Es sei aber auch richtig, dass 1200 Infizierte nicht hätten identifiziert werden können, wenn es die Testzentren nicht so schnell gegeben hätte. "Dass nicht getestet werde, halte ich für den größeren Grundfehler", sagte er zur Praxis in anderen Bundesländern.

Herrmann nannte Saisonarbeiter und den in wenigen Wochen bevorstehenden Schulbeginn in Bayern als weitere, bevorstehende Herausforderungen: "Das Problem ist, dass wir mitten in einer hochakuten Pandemie stecken." Corona sei nicht vorbei, im Gegenteil. "Dieses Virus ist mitten unter uns und es hängt von unserem Verhalten ab, ob dieses Virus schweren Schaden anrichten kann oder nicht." Die Sondersitzung des Ausschusses inmitten der parlamentarischen Sommerpause hatten die Oppositionsfraktionen SPD, FDP und Grüne nach der Panne mit verschleppten Benachrichtigungen von Getesteten beantragt. Die CSU kritisierte die Opposition, mit der Sitzung nicht aufklären sondern nur eine skandalisieren zu wollen. "Sie wollen Köpfe rollen sehen", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume.

In Bayern sind bisher 53.748 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand Mittwoch, 8.00 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. Das waren im Vergleich zum Vortag 330 Fälle mehr, wobei diese Zahlen manchmal auch rückwirkend verändert werden. Gestorben sind den Daten zufolge im Freistaat bislang 2629 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten - diese Zahl ist im Vergleich zum Stand am Dienstag unverändert geblieben. Als genesen galten nun 48 780 Menschen; diese Zahl ist aber eine Schätzung.

Der immer wieder diskutierte Wert an Neuinfektionen pro 10. 000 Einwohnern innerhalb von einer Woche ist den Angaben nach inzwischen in allen Stadt- und Landkreisen unter die kritische Marke von 35 gesunken. Am Mittwoch hatte er nur noch im Landkreis Dingolfing-Landau darüber gelegen. Dort hatte es in Mamming in einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik Corona-Hotspots gegeben.

Update vom 19.08.2020, 10.40 Uhr: Heute Sondersitzung im Landtag - Huml-Rücktritt gefordert

Nach der Corona-Testpanne bei Urlaubsrückkehrern an Bayerns Autobahnen muss die viel kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Landtag erneut Rede und Antwort stehen. Auf Initiative der Opposition kommt dazu mitten in der parlamentarischen Sommerpause der Gesundheitsausschuss am Mittwoch (19. August 2020) um 13 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen.

Hintergrund der Sondersitzung sind massive Probleme bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen. Insgesamt erfuhren 44.000 Personen ihre Testergebnisse nicht oder nur stark verzögert, darunter auch 949 positiv Getestete. 46 davon konnten etwa wegen fehlender oder falscher Personendaten oder Telefonnummern bis heute nicht identifiziert werden. Am Dienstag war zudem bekannt geworden, dass Huml und ihr Ministerium bereits am Montag vergangener Woche per E-Mail über die Verzögerungen bei den Ergebnis-Übermittlungen informiert worden waren. Söder und der Öffentlichkeit hatte Huml dies aber erst zwei Tage später mitgeteilt. Zur Begründung sagte sie, dass die ganze Dimension erst am Mittwoch erkennbar war, als klar war, dass die Personen nicht wie zunächst gehofft noch schnell informiert werden konnten.

Die Opposition sieht das anders - sie wirft der Regierung Unfähigkeit und eine unnötige Verzögerung vor. Auch der Rücktritt der Ministerin wurde bereits gefordert.

Update vom 18.08.2020: Huml wusste deutlich früher von Corona-Test-Panne in Bayern

Die Corona-Test-Panne an Autobahnen war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt. Bereits am Montag der vergangenen Woche wurde das Ministerium per E-Mail darüber informiert, dass Zehntausende Reiserückkehrer auf ihre Testergebnisse warten - darunter mehrere Hundert Infizierte. Huml bestätigte am Dienstag (18. August 2020) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Öffentlich gemacht hatte Huml die Test-Panne selbst aber erst bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Dabei sagte sie auch, dass sie selbst erst am gleichen Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren habe. Darauf angesprochen erklärte Huml am Dienstag, dass es ihr hier nicht um eine "Verschleierung" gegangen sei, vielmehr sei ihr in der Mail am Montag auch ein Lösungsansatz bis zum folgenden Dienstag präsentiert worden, wie das Problem behoben werden könne. Nachdem sich diese "Hoffnung" aber bis zum Mittwoch nicht bestätigte, "haben wir sofort gehandelt und die Öffentlichkeit informiert".

Dem Bericht zufolge erhielten unter anderem Humls Ministerbüro und ihr Amtschef am Montag um 12.30 Uhr die besagte Email aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Darin berichtet das Laborunternehmen Eurofins, das die Corona-Tests für Reiserückkehrer an drei bayerischen Autobahnen auswertet, von massiven Problemen. Konkret ist die Rede von mehr als 40 000 Proben und 338 positiven Fällen, die noch nicht übermittelt werden konnten, zitiert die Zeitung aus den ihr vorliegenden Emails. Als Huml am Mittwoch dann öffentlich über die Panne informierte, waren die Zahlen auf 44 000 Proben und mehr als 900 Positivbefunde gestiegen.

Update vom 16.08.2020: Nach Test-Panne - 46 Corona-Infizierte noch immer nicht gefunden

Bei der Übermittlung von bayerischen Corona-Testergebnissen an Reise-Rückkehrer ist bis zum Sonntagmittag der Großteil der positiv Getesteten erreicht worden. Dies teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntagnachmittag (16. August 2020) mit. "Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat mit großartiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen", betonte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). "Das ist in den meisten Fällen gelungen."

Von rund 44.000 Tests aus dem Zeitraum bis zum 11. August 2020, deren Ergebnisse zunächst nicht mitgeteilt werden konnten, waren laut Angaben des Ministeriums 949 positiv. "Es mussten zigtausende Dokumente gesichtet werden, um die Getesteten ermitteln zu können. Dies gelang nun bei 903 Betroffenen, bei lediglich 46 positiven Befunden liegen keine passenden Personendaten vor", heißt es in der Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums weiter. Auch bei den negativen Tests würden die Betroffenen ermittelt und informiert. Huml betonte: "Es war wichtig, dass nun möglichst viele Getestete ermittelt werden konnten. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz."

Für weitere Fragen hat das LGL eine Hotline eingerichtet. Sie ist unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 auch am Sonntag von 08.00 bis 18.00 Uhr zu erreichen.

Huml dankte zudem erneut den ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung beim Betrieb der vorläufigen Testzentren. Die Gesundheitsministerin unterstrich: "Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre es nicht möglich gewesen, die Teststationen so schnell aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Es war entscheidend, möglichst schnell mit den Tests zu beginnen."

Insgesamt erfolgten seit Aufnahme der bayerischen Testungen für Reise-Rückkehrer am 25. Juli nach LGL-Angaben 127.650 Testungen. Darunter waren 1802 positive Ergebnisse (Datenstand 15. August 2020).

Update vom 13.08.2020, 16.35 Uhr: Söder räumt "große Panne" bei Corona-Tests ein - Huml bleibt im Amt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen Zehntausender liegen gebliebener Corona-Testergebnisse Fehler der Behörden eingeräumt. "Da ist eine Panne passiert, und zwar eine große Panne", sagte Söder am Donnerstagnachmittag nach einer Krisensitzung in München. "Nicht in der Strategie, sondern in der Umsetzung."

Nach freiwilligen Tests hatten die bayerischen Behörden bis Mittwochabend insgesamt 44 000 Urlaubsrückkehrer nicht über ihre Ergebnisse informiert, einschließlich von 900 positiv Getesteten, die nun bundesweit viele andere Menschen angesteckt haben könnten. "Wir können uns dafür auch nur entschuldigen letztlich", sagte Söder. "Das tut der gesamten Staatsregierung leid, dass diese Fehler passiert sind."

Huml bot zweimal Rücktritt an - Söder lehnte ab

Nach der schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) Söder zufolge zweimal ihren Rücktritt angeboten. Söder lehnte jedoch ab: "Ich habe weiter Vertrauen zu ihr." Huml wolle die "Scharte auswetzen".

Der Leiter des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, wechselt derweil ins bayerische Gesundheitsministerium. Zudem soll der Betrieb der kommunalen Testzentren künftig vom Innenministerium aus gesteuert werden. Dieses sei näher an den Kommunen, sagte Söder.

Söder warnte indes vor bundesweit steigenden Fallzahlen: "Wenn wir nicht aufpassen, stehen wir in einigen Wochen vor einer ganz schwierigen Situation." Es werde in den kommenden Wochen bei der Rückkehr von Urlaubern oder dem Schulstart noch viele Probleme geben: "Wer glaubt, dass Corona ausgesessen und vorbei ist, der wird sich getäuscht sehen."

Grünen-Chefin Baerbock spricht von "schwerem Versäumnis"

Die schwere Panne hat neben Huml auch Söder massiv unter Druck gebracht, in Bayern, aber auch bundesweit. Denn Söder war mit der Ankündigung der Teststationen an Autobahnen vorgeprescht. Die Staatsregierung und die Behörden unterschätzten in der Eile aber anfangs, wie viele Menschen sich tatsächlich an den Autobahn-Stationen testen lassen wollen.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock beispielsweise kritisierte die Panne bei den Corona-Tests als "schweres Versäumnis" - und sieht CSU-Chef Söder persönlich in der Verantwortung. "Wer sich als Ministerpräsident permanent als Krisenmanager inszeniert und sich selbst ständig auf die Schulter klopft, ist auch in der Verantwortung sicherzustellen, dass es funktioniert", sagte Baerbock am Donnerstag.

Ursprünglicher Artikel vom 13.08.2020, 11.12 Uhr: Riesige Panne bei Corona-Tests an bayerischen Autobahnen

Verzögerungen bei Übermittlung von Corona-Testergebnissen: Söder lässt sich bei Krisensitzung über Test-Panne informieren. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lässt sich am Donnerstagvormittag (13. August 2020) über die schwere Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen informieren. Bei einer Krisensitzung in der Staatskanzlei sind unter anderen Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, dabei. Söder wolle sich dezidiert über den Sachverhalt unterrichten lassen, hieß es in Regierungskreisen.

Die Staatsregierung hatte am Mittwoch eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt: 44 000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warteten nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Wie viele davon aus dem Freistaat und wie viele aus dem übrigen Bundesgebiet kommen, konnte Huml zunächst nicht sagen. Sie kündigte allerdings an, dass die Infizierten bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen sollten.

Probleme bei der händischen Übertragung von Daten

Grund für die Verzögerungen seien vor allem Probleme bei der händischen Übertragung von Daten und eine unerwartet hohe Nutzung des Angebots, erklärte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Söder war mit der Ankündigung der Teststationen an Autobahnen bundesweit vorgeprescht. Die Staatsregierung und die Behörden unterschätzten dabei aber anfangs offenbar, wie viele Menschen sich tatsächlich an den Autobahn-Stationen testen lassen wollen.

SPD fordert Huml-Rücktritt

Die bayerische SPD fordert wegen der Corona-Testpanne im Freistaat den Rücktritt von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

"Frau Huml muss zurücktreten und Herr Söder muss sich erklären", sagte Generalsekretär Uli Grötsch am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. "Er muss Buße tun, weil er als Ministerpräsident seiner Verantwortung schlichtweg nicht gerecht geworden ist und mit der Gesundheit der Menschen in Bayern gespielt hat."

Das sei "die größte Verfehlung, die im ganzen Thema Corona-Pandemie in ganz Deutschland jemals passiert ist", sagte Grötsch weiter. Bayern ist allerdings das einzige Bundesland, das überhaupt freiwillige Corona-Tests für Urlaubsheimkehrer anbietet. An den Grenzen aller anderen Bundesländer wird gar nicht getestet.

Rotes Kreuz verteidigt sich - und kritisiert 

Nach der Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen kritisiert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Behörden. Die bayerischen Hilfsorganisationen seien vom Freistaat beauftragt worden, innerhalb eines Tages fünf Teststationen zu errichten. Dabei hätten sie sich an den Vorgaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Gesundheitsämter orientiert. "Da das LGL sich nicht in der Lage gesehen hat, in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, mussten die Reisenden händisch mit Formularen erfasst werden", hieß es in einer Mitteilung.

Das BRK wies "Andeutungen zurück, die darauf schließen lassen, dass die Hilfsorganisationen eine (Teil-)Schuld an dieser Problematik haben". Es sei bedauerlich, dass der "schweißtreibende Einsatz der Ehrenamtlichen" in ein negatives Licht gerückt werde, sagte ein Sprecher.

Die Panne bringt die Staatsregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Bedrängnis. Die Opposition verlangte Konsequenzen. Söder sagte zunächst eine für Donnerstag geplante Reise an die Nordsee ab. "Bayern geht vor", schrieb er am Mittwoch auf Twitter.

Spahn: Testpanne muss schnell behoben werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich relativ zurückhaltend über die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern geäußert. "Ministerpräsident Markus Söder hat ja selbst gesagt, das sei sehr ärgerlich. Das ist ohne Zweifel so. Gleichzeitig ist es so, dass in außergewöhnlichen Zeiten auch Fehler passieren", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im "ZDF-Morgenmagazin". "Entscheidend ist, dass sie transparent gemacht werden und sie dann schnell behoben werden. Und das macht die bayerische Staatsregierung."

Spahn fügte hinzu: "Grundsätzlich bin ich sehr dankbar dafür, dass wir umfassend testen, dass auch die Bayern es möglich machen, zum Beispiel bei der Einreise mit dem Auto an den Raststätten zu testen. Aber dann müssen natürlich auch die Ergebnisse übermittelt werden."

Ferner wies der Bundesgesundheitsminister darauf hin, dass das sinkende Durchschnittsalter der Infizierten kein Grund zur Entspannung ist. "Wir hatten letzte Woche mit im Schnitt, also Durchschnitt mit 34 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn. Das heißt eben, dass vor allem unter Jüngeren im Moment viele Infektionen stattfinden." Spahn warnte aber: "Das heißt trotzdem, sehr, sehr wachsam miteinander zu sein, weil es eben doch dann zu oft auch schwerste Verläufe geben kann und eben auch Todesfälle - wenn wir nicht aufpassen, in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit."

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