Multiresistente Keime stellen derzeit in Franken, Deutschland und Europa eine reale Gefahr dar. Experten warnen vor den Superkeimen. Im Fachjargon heißen die Superkeime "multiresistente Keime (MRE)".

Superkeime: Multiresistente Keime auf dem Vormarsch

Der Bekannteste unter den Superkeimen ist der "MRSA"-Keim - auch "Staphylococcus aureus" genannt. Dieser Superkeim ist resistent gegen zahlreiche Antibiotika. In der Vergangenheit wurde er auch "Krankenhauskeim" genannt, da dutzende Fälle in Kliniken auftraten.

Das Portal der Bundesärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung "patienten-information.de" warnt vor dem "Krankenhauskeim", da die meisten Antibiotika gegen dein Keim nicht wirken. Laut Medienberichten soll es jährlich Tausende Tote in Europa geben, die mit dem Keim in Kontakt kommen. 2015 starben zum Beispiel 33.000 Menschen in Europa, 2400 davon in Deutschland. Italien wies einen erheblichen Anteil mit über 10.000 Opfern auf.

"Wir sehen über die letzten Jahre zunehmend mehr Patienten, die mit multiresistenten Erregern kolonisiert sind und dann auch Infektionen zum Teil damit erleiden", so Dr. Michael Ebenhoch von der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Resistente Keime: Wie gefährlich sind sie?

Die Zahl der Todesmeldungen verschweigt jedoch ein entscheidendes Detail: Für gesunde Menschen ist der Kontakt mit "Staphylococcus aureus" nicht gefährlich. Ein gesundes Immunsystem kann die Attacken der multiresistenten Keime abwehren. Der Keim wird lediglich für gesundheitlich angeschlagene Menschen problematisch. Menschen, die beispielsweise im Krankenhaus behandelt werden oder krank in Pflegeheimen untergebracht sind, zählen zur Risikogruppe. Durch den Keim können lebensbedrohliche Lungen- sowie Herzentzündungen zu Stande kommen. Auch Blutvergiftungen können die körperliche Konsequenz sein.

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