Tödlicher Parasit entdeckt - Forscher finden lebensgefährlichen Rattenlungenwurm: Biologen haben auf der Baleareninsel Mallorca einen Wurm entdeckt, der für den Menschen zur Gefahr werden kann. Der sogenannte Rattenlungenwurm gilt als möglicher Auslöser von Hirnhautentzündungen. In Einzelfällen können Menschen ins Koma fallen oder infolge der Infektion sterben.

Rattenlungenwurm: Parasit erst zum zweiten Mal in Europa nachgewiesen

Zwar ist der Rattenlungenwurm in erster Linie in Südostasien beheimatet - doch Biologen der Balearen-Universität in Palma haben den Parasiten nun auch auf Mallorca gesichtet. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (18. September 2019) berichtet, sei der Wurm mit dem lateinischen Namen "Angiostrongylus cantonensis" in zwei Igeln auf der Ferieninsel nachgewiesen worden.

Insgesamt sei dies erst das zweite Mal gewesen, dass der Parasit in Europa entdeckt wurde. Dass der Wurm offenbar den Weg hierher gefunden hat, könnte dem Bericht zufolge neben dem Schiffsverkehr auch an allgemein steigenden Temperaturen und dem Klimawandel liegen.

Für den Menschen kann der Rattenlungenwurm gefährlich werden: Infizierte leiden unter Magen-Darm-Problemen und können zudem an einer Hirnhautentzündung erkranken. In einzelnen Fällen drohen auch Koma und sogar der Tod.

Rattenlungenwurm: Infektion durch Schnecken, Krabben und Garnelen

Zu einer menschlichen Infektion kommt es laut dem Fachportal MSD Manual durch den Verzehr roher oder nicht durchgegarter Schnecken oder Nacktschnecken. Zusätzlich gelten auch bestimmte Krabben und Süßwassergarnelen als Überträger.

Medienberichten zufolge warnte die Forscherin Claudia Paredes auf einer Pressekonferenz vor dem Verzehr roher oder nicht vollständig gekochter Schnecken, durch die der Parasit möglicherweise übertragen wird. Schnecken werden in Spanien bisweilen als Tapas gereicht und sind Bestandteil einiger traditioneller Gerichte. Die Schnecken dienen im Übertragungsweg von Igel zu Mensch als Zwischenwirte.

Vor allem Menschen mit schwachem Immunsystem gefährdet

Schnecken können den Parasiten aufnehmen, indem sie den Kot infizierter Tiere fressen. Bei Infizierten können sie eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute auslösen, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Symptome für eine Erkrankung sind beispielsweise starke Kopfschmerzen, ein steifer Nacken oder neurologische Ausfälle. Am stärksten gefährdet sind Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. In Einzelfällen kann eine Infektion sogar ins Koma und zum Tod führen.

Erst vor Kurzem sorgten Wurmlarven für Ekel-Alarm in einem fränkischen See. Die Larven bohrten sich dort in die Haut von Badegästen.