Dresden
Kampf gegen Krebs

Prostatakrebs: Neues Tookad-Verfahren erstmals in Deutschland angewendet

Zum ersten Mal wurde in Deutschland Prostatakrebs mit einem neuen Verfahren behandelt. An der Uniklinik Dresden wurde mit dem Tookad-Verfahren operiert. Die schonende Therapie soll einige Vorteile bieten, kann aber nur in bestimmten Fällen eingesetzt werden.
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Urologen am Dresdner Universitätsklinikum haben zum ersten Mal in Deutschland außerhalb klinischer Studien einen Tumor in der Prostata mit geringem Risiko mit dem «Tookad»-Verfahren operiert. Foto: Thomas Albrecht/Uniklinikum Dresden/dpa
Urologen am Dresdner Universitätsklinikum haben zum ersten Mal in Deutschland außerhalb klinischer Studien einen Tumor in der Prostata mit geringem Risiko mit dem «Tookad»-Verfahren operiert. Foto: Thomas Albrecht/Uniklinikum Dresden/dpa
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Prostatatumor in Dresden erstmals mit neuem Tookad-Verfahren operiert: Urologen in Dresden haben zum ersten Mal in Deutschland außerhalb klinischer Studien einen Prostatatumor mit dem neuen Tookad-Verfahren operiert.


So funktioniert das Tookad-Verfahren


Die schonende Therapie konzentriere sich nur auf die vom Krebs betroffene Stelle des Organs, teilte die Uniklinik Dresden mit. Sie soll zunächst bei Tumoren geringen Risikos eingesetzt werden. "Das Verfahren füllt die Lücke zwischen radikaler Behandlung und aktiver Beobachtung", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Paolo Fornara. Bisher konnten Ärzte ihm zufolge nur zwischen der Bestrahlung des Tumors, der Entfernung des Organs oder dem sogenannten aktiven Abwarten wählen.

Bei der minimalinvasiven Technik wird nach Angaben der Uniklinik ein Medikament in das Gewebe eingebracht und durch Laserfasern aktiviert. Es folgt die Zerstörung von Gefäßen und das Absterben des mit dem Tumor befallenen Gewebes.

Es kann jedoch nur in bestimmten Fällen eingesetzt werden.



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