Das Deutsche Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uni-Klinikums Erlangen gilt als zentrale Anlaufstelle rund um das Thema Immuntherapie. Denn Immuntherapien haben in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Besonders in der Krebsbehandlung, bei Organtransplantationen sowie bei der Therapie von chronisch-entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen werden Immuntherapien erfolgreich eingesetzt. Hierzu zählen unter anderem Erkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Schuppenflechte oder rheumatoide Arthritis.

Für Patienten und Interessierte gibt es aufgrund des wachsenden Interesses im November die kostenfreie DZI-Informationsveranstaltung „Hoffnungsträger Immuntherapie“.  Aufgrund der Corona-Pandemie findet diese nur online statt. Einige der häufigsten Fragen rund um das Thema Immuntherapie beantworten wir schon vorab.

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Wie wirkt eine Immuntherapie?

Viele chronisch-entzündliche und autoimmune Erkrankungen beruhen auf einer Fehlsteuerung des Immunsystems. Dabei erkennt die Immunabwehr das Gewebe irrtümlicherweise nicht mehr als körpereigen und beginnt, es zu bekämpfen. Das Ergebnis kann eine unkontrollierte Entzündungsreaktion sein. Immuntherapien können eine solche Fehlsteuerung auflösen und die Immunbalance wiederherstellen.

Immuntherapien als Chance gegen Krebs?

Bei Krebserkrankungen haben Immuntherapien das Ziel, das Immunsystem der Patienten so zu trainieren, dass es Krebszellen erkennen und angreifen kann: Bei der CAR-T-Zell-Therapie beispielsweise richten sich gentechnologisch veränderte T-Zellen gegen die Krebszellen und lösen eine langanhaltende Immunreaktion aus. Sogenannte Immun-Checkpoint-Hemmer können die durch den Tumor verursachte Unterdrückung des Immunsystems wieder lösen.

Welche Nebenwirkungen können bei einer Immuntherapie auftreten?

Mit einigen Immuntherapien werden schon gute Resultate erzielt. Andere Immuntherapien müssen noch in klinischen Studien getestet werden, um Nutzen und Risiken ausreichend beurteilen zu können. Denn Immuntherapien können zu nicht unerheblichen Nebenwirkungen führen. Das Deutsche Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uni-Klinikums Erlangen gilt als Referenzzentrum für das Nebenwirkungsmanagement bei Immuntherapien. Hier wurden bereits frühzeitig interdisziplinäre Medikamentenstandards festgelegt und ein Nebenwirkungsregister etabliert.

Das bietet das Deutsche Zentrum Immuntherapie (DZI) in Erlangen

Als zentrale Anlaufstelle vereint das DZI des Uni-Klinikums Erlangen Spezialisten für chronisch-entzündliche Erkrankungen und Krebserkrankungen aus verschiedenen Fachrichtungen. Patienten haben Zugang zu gezielten individuellen Immuntherapien auf Grundlage modernster Forschungsergebnisse und zukunftsweisender Gesundheitstechnologien. Das DZI entwickelt modernste Immuntherapien in fachübergreifender Zusammenarbeit mit dem onkologischen Exzellenzzentrum CCC Erlangen-EMN.

Online-Informationsveranstaltung „Hoffnungsträger Immuntherapie“ am 21. November

Welche Chancen Immuntherapien bieten, mit welchen Nebenwirkungen eine mögliche Therapie einhergehen kann, unter welchen Voraussetzungen Patienten an klinischen Studien teilnehmen können und welche therapiebegleitenden Informationen es gibt – darüber informieren Experten bei der kostenfreien Online-Veranstaltung "Hoffnungsträger Immuntherapie" des DZI. Es wird einen Plenarvortrag geben und anschließend eine Frage-Antwort-Runde mit Klinikdirektorinnen und -direktoren aus den Bereichen Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Rheumatologie und Immunologie, Dermatologie, Gynäkologie und Neurologie. Hierfür werden separate Chatrooms eingerichtet.

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Kontakt

Deutsches Zentrum Immuntherapie
Ulmenweg 18
91054 Erlangen
Tel. 09131 85-44944
E-Mail: dzi-leitung@uk-erlangen.de
Website: www.dzi.uk-erlangen.de