Magnesium, Zink, Vitamin A und Vitamin K: All diese Nährstoffe werden gerne in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen. Welchen Effekt solche Zusatzstoffe auf den Körper haben wird in zahlreichen Studien untersucht. Ein amerikanisches Forscherteam der Friedman School of Nutrition Science and Policy at Tufts University hat nun die tatsächlichen Auswirkungen der Ergänzungsmittel auf den Körper untersucht - das Ergebnis ist überraschend.

Natürliche Nährstoffe vs. Nahrungsergänzungsmittel

Für die Studie der Universität Tufts wurden die Daten von mehr als 27.000 erwachsenen Amerikanerinnen und Amerikanern (20 Jahre oder älter) untersucht. Ziel war es zu überprüfen, welche Nährstoffe, egal aus welcher Quelle, mit einem geringen Risiko für einen vorzeitigen Tod durch Krebs oder Herzkrankheiten verbunden sind. Die Ergebnisse zeigen: Die Herkunft der Nährstoffe spielt eine entscheidende Rolle. Dabei wird zwischen natürlichen Nährstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln (Supplements) unterschieden.

"Es ist wichtig zu verstehen, welche Rolle der Nährstoff und seine Quelle für die gesundheitlichen Ergebnisse spielen können, insbesondere wenn der Effekt möglicherweise nicht vorteilhaft ist", erklärte der Forschungsleiter Professor Dr. Fang Fang Zhang.

Der erste Schritt der Studie beschäftigte sich mit der grundsätzlichen Nährstoffaufnahme, und welchen Einfluss diese auf das Sterberisiko hat. Das Ergebnis ist folgendes:

  • Die Zufuhr von einer zulänglichen Menge von Vitamin K und Magnesium wurden mit einem insgesamt niedrigeren Sterberisiko verbunden.
  • Die Einnahme von einer zulänglichen Menge Vitamin A, Vitamin K und Zink wurden mit einem geringeren Sterberisiko durch Herzkreislauferkrankungen verbunden.
  • Eine übermäßige Zufuhr von Kalzium wurde mit einem erhöhten Sterberisiko durch Krebs verbunden.

Im zweiten Schritt wurden untersucht, welchen Einfluss die Herkunft der Nährstoffe auf die Ergebnisse des ersten Schritts hatten. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

  • Das verringerte Sterberisiko durch die Zufuhr einer zulänglichen Menge von Vitamin K und Magnesium beschränkt sich auf natürliche Nährstoffe, nicht auf Nahrungsergänzungsmittel.
  • Das verringerte Sterberisiko durch Herzkreislauferkrankungen durch die Einnahme einer zulänglichen Menge von Vitamin A, Vitamin K und Zink beschränkt sich auf natürliche Nährstoffe, nicht auf Nahrungsergänzungsmittel.
  • Eine Kalziumaufnahme aus Nahrungsergänzungsmitteln von mindestens 1000 mg/Tag ist mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Dieser Zusammenhang bestand nicht bei der Kalziumaufnahme aus Lebensmitteln.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Die positiven Effekte, welche durch die Aufnahme von Nährstoffen auftreten, beschränken sich ausschließlich auf natürliche Nährstoffe und bleiben bei Nahrungsergänzungsmitteln aus. In einer Pressemittelung fasste Studienleiter Zhang sein Ergebnisse folgendermaßen zusammen: "Unsere Studie stützt die Idee, dass es vorteilhafte Assoziationen mit Nährstoffen aus Lebensmitteln gibt, die durch Nahrungsergänzungsmittel nicht erreicht werden können".

Natürliche Nährstoffquellen für Vitamin A, Vitamin K, Zink und Magnesium

Laut der Studie ist es also besser, auf natürliche Nährstoffquellen zurück zugreifen. Hier finden Sie eine Liste natürlicher Nährstofflieferanten:

  • Vitamin A-Quellen:
    Brokkoli, Butter, Süßkartoffeln, Käse, Rinderleber, Karotte, Spinat, Tomate, Kirsche, Grapefruit, Karotte, Kürbis
  • Vitamin K-Quellen:
    Hülsenfrüchte, Grünkohl, Apfelsinen, Schnittlauch, Avocado, Kichererbsen, Brunnenkresse, Birnen, Meeresfrüchte
  • Zink-Quellen:
    rotes Fleisch, Eier, Haferflocken, Linsen, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Käse, Hirse, Walnüsse, Meeresfrüchte
  • Magnesium-Quellen:
    Bananen, Milch, Fisch, Geflügel, Vollkornprodukte, Kiwis, Ananas, getrocknete Feigen, Datteln, Kakao