Die Zahl der Organspender in Deutschland ist im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Wie die Deutsche Stiftung für Organtransplantation am Dienstag in Frankfurt berichtete, konnten 484 Spendern Organe entnommen werden. Das waren 72 mehr als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, was einer Steigerung von rund 18 Prozent entspricht.


Erstes Halbjahr 2017 war historischer Tiefpunkt

Damals war die Zahl der Organspenden auf einen historischen Tiefpunkt zurückgegangen, hieß es. "Die aktuellen Zahlen sind eine Momentaufnahme, die nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass den Diskussionen jetzt strukturelle Veränderungen folgen müssen", betonte daher Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Stiftung.


Mehr Transplantationen

Auch die Zahl der Transplantationen lag bis Ende Juni über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres: Sie stieg von 1410 auf 1623. Die Zahl der Organe, die aus Deutschland über Eurotransplant in andere Länder vermittelt werden konnten, erhöhte sich um 245 auf 1576.