• Wie entsteht eine Entzündung im Ohr?
  • Welche Rolle spielen Kopfhörer nach dem Schwimmen?
  • Deshalb sind Kinder besonders gefährdet
  • Das kannst du gegen Ohrenschmerzen tun

Nach dem Schwimmen im Pool, im See oder im Meer: Sommerhits auf den Kopfhörern machen den Aufenthalt am Wasser gleich zur persönlichen Beachparty. Doch Vorsicht: Direkt nachdem du aus dem Wasser gekommen bist, solltest du auf keinen Fall Headphones benutzen. Der Grund: Das kann zu Entzündungen im Ohr führen.

Nach dem Schwimmen müssen die Ohren frei sein

Die Apothekerkammer Niedersachsen warnt vor der sogenannten Badeotitis, einer Entzündung des äußeren Gehörgangs. Grundsätzlich ist es gut, dass die Ohren während des Badens durchgespült und dadurch gereinigt werden. Wenn du aber nach dem Aufenthalt im Wasser die Ohren gleich mit Kopfhörern verschließt, kann das Wasser nicht abfließen.

Das führt dazu, dass die Haut im Gehörgang aufgeweicht wird. Das feuchtwarme Klima bietet optimale Bedingungen für Keime. Egal ob du im Freibad, im Meer oder im See badest, bringst du aus dem Wasser Bakterien mit. Diese breiten sich dann im Ohr aus, was wiederum zu einer schmerzhaften Entzündung führen kann. Dazu kommt, dass beim Schwimmen und Tauchen das wichtige Ohrenschmalz raus gespült wird. Das Fett mit dem sauren ph-Wert soll die Ohren vor Bakterien schützen. Die Apothekerkammer macht auch darauf aufmerksam, dass darüber hinaus bei einem Defekt im Trommelfell die Keime vom äußeren Gehörgang direkt in das Mittelohr vordringen können.

Kinder sind ganz besonders gefährdet. Denn sie leiden oft an vergrößerten Rachenmandeln. Dadurch wird die Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenraum verengt und die Belüftung des Mittelohrs eingeschränkt. Hält sich durch Kopfhörer Wasser in den Ohren, haben die Bakterien noch leichteres Spiel.

So kannst du eine Entzündung vermeiden

Generell fließt das Wasser gut wieder aus dem Ohr ab, wenn du es nicht mit Kopfhörern verschließt. Wenn du aber auf Nummer Sicher gehen willst, empfehlen sich zum Beispiel Ohrenstöpsel oder auch sogenannte Ehm'sche Tauchertropfen. Diese sind in Apotheken erhältlich. Sie sind desinfizierend und schaffen ein saures Milieu, in dem sich Bakterien schwer ausbreiten können.

Schwimmst du lieber ohne Ohrenstöpsel und willst auf Tauchertropfen verzichten, solltest du am besten die Ohren mit Süßwasser oder Trinkwasser ausspülen. Dazu neigst du den Kopf zur Seite und ziehst während des Einfließens leicht am Ohrläppchen. Danach solltest du die Ohren mit einem Handtuch trocken tupfen.

Sollte tatsächlich eine Ohrenentzündung auftreten, können bei Erwachsenen Schmerzmittel aus der Apotheke helfen. Bei länger andauernden Schmerzen solltest du einen Arzt aufsuchen.