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Corona-Schutz

Maske knapp unter der Nase tragen - Experte: "Dann kann man es auch lassen"

Der Mundschutz ist bereits seit einiger Zeit Pflicht im öffentlichen Raum. Trotzdem tragen ihn immer noch viele Menschen falsch. Kann er so noch vor einer Corona-Infektion schützen? Experten klären auf.
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Schon seit einiger Zeit ist die Mund-Nasen-Bedeckung unser (lästiger) Begleiter im Alltag. Ob in Restaurants, Bus und Bahn oder Supermärkten - Pflicht ist es, sie stets zu tragen. Viele Menschen machen dabei aber einen Fehler. 

Anstatt mit der Maske Mund und Nase abzudecken, ziehen viele Menschen die Maske herunter und tragen die Bedeckung unter der Nase. Sie bedecken also nur noch den Mund. Man sieht diese Art des Maske-Tragens immer häufiger, sei es aus Nachlässigkeit oder weil die Maske über der Nase zusätzlich stört. Die entscheidende Frage ist jedoch: Kann die Maske bei dieser Art des Tragens noch vor einer Corona-Ansteckung schützen? Und wie sieht es mit den Schutz von anderen aus? Gefährde ich dadurch sogar meine Mitmenschen oder ist es egal, ob ich den Schutz unter der Nase trage?

Maske unterhalb der Nase tragen: Reicht das, um mich und andere vor Corona zu schützen?

Zu all diesen Fragen hat sich der Virologe Professor Jonas Schmidt-Chanasit gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung geäußert. "Es steht außer Frage, dass die Maske korrekt verwendet werden muss." Das bestätigt auch der Direktor des Hygienezentrums Bioscentia, Dr. Georg-Christian Zinn gegenüber RTL: "Wir haben die Viren im Nasenrachenraum und wir kennen die Effekte schon seit Jahrzehnten im OP. Wenn im OP der Mund und die Nase nicht bedeckt werden, dann kommt es zu Infektionen und dasselbe ist natürlich auch, wenn der Mundschutz nicht richtig getragen wird. Das ist gefährlich. Und dann kann man es eigentlich auch weglassen."

Die korrekte Bezeichnung Mund-Nasen-Bedeckung verrät dabei bereits den eigentlichen Zweck. Sie soll kleine Tröpfchenpartikel beim Sprechen, Husten oder Niesen abfangen, um andere Menschen vor einer Ansteckung mit "SARS-CoV-2" zu schützen. Ist die Nase freigelegt, kann man die Tröpfchen weitergeben und auch die der Anderen einatmen. 

Der Experte Schmidt-Chanasit hält das Tragen der Maske in Situationen für sinnvoll, in denen man länger mit Menschen Kontakt hat. Er betont, dass es beim Vorbeigehen eher unwahrscheinlich ist, sich anzustecken. "Es geht um die Zeit, die man zusammensteht - etwa 10 bis 15 Minuten gilt als kritische Marke."

Mund-Nasen-Schutz nicht mit den Händen berühren

Zudem zählt zu einer korrekten Verwendung laut Schmidt-Chanasit auch, dass man die Maske nicht mit den Händen berührt. Zum Ab- und Aufsetzen sollte man daher nur die Tragebänder anfassen. Außerdem ist es wichtig, dass der Draht an der Nase festgedrückt wird, damit auch oben oder an der Seite keine Tröpfchen austreten. Welche Fehler sonst noch beim Tragen des Mund-Nasen-Schutzes gemacht werden, können sie in diesem Artikel nachlesen.

Aber ob mit Maske oder ohne, generell gilt Abstand einzuhalten und die Hygieneregeln zu beachten, um Risikogruppen zu schützen und eine mögliche "zweite Welle" zu verhindern.

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