Stockholm
Nervenerkrankung

Lippenherpes: Können Herpes-Viren Multiple Sklerose auslösen?

Noch ist nicht vollständig geklärt, was Multiple Sklerose (MS) verursacht. Bislang sind lediglich einige Einflussfaktoren für die Nervenkrankheit erforscht worden. Schwedische Forscher haben nur herausgefunden, dass Herpes eine mögliche Ursache für MS sein könnten.
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Löst Herpes MS aus? Unter Multiple Sklerose versteht man eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Durch die Krankheit entzünden sich die verschieden Nervenstrukturen, was zu unterschiedlichen Folgeschäden führt.

Betroffen sind vor allem Menschen im jungen bis mittleren Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. Dem Fachmagazin ärztezeitung.de zufolge gibt es in Deutschland mehr als 240.000 von den Krankenkassen registrierte MS-Patienten.

Multiple Sklerose: Ursachen und Symptome

Welche Ursachen einer MS-Erkrankung zugrunde liegen ist bisher noch nicht ausreichend erforscht. Experten gehen allerdings von einer Autoimmunerkrankung aus, wie das Fachportal netdoktor.de erklärt.

In solchen Fällen richten sich die Abwehrzellen des Körper, welche normalerweise dem Schutz vor Bakterien und Viren dienen sollen, gegen den eigenen Organismus und beschädigen dadurch das Nervensystem. Wie es allerdings zu einer solchen Fehlreaktion des Körpers kommt ist bisher nicht ausreichend erforscht. Im Gespräch sind Faktoren wie beispielsweise:

  • Rauchen
  • Vitamin-D-Mangel
  • erblich bedingte Faktoren

Bei den Symptomen gibt es kein einheitliches Beschwerdebild. Die auftretenden MS-Anzeichen können von Patient zu Patient unterschiedlich sein. So kann es vorkommen, dass folgende Merkmale Symptome sind:

  • Gefühlsstörungen und Kraftlosigkeit in Armen und Beinen
  • Starke Müdigkeit
  • Sehstörungen auf einem Auge
  • Probleme bei Darm- und Blasenentleerung
  • Koordinationsstörungen

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Studie enthüllt neue Multiple Sklerose-Ursache: Herpes soll Nervenkrankheit auslösen

Die Studie eines Forscherteams des Department of Clinical Neuroscience aus Stockholm will nun eine neue Ursache für Multiple Sklerose entdeckt haben. Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge solle eine Herpeserkrankung das Risiko für Multiple Sklerose deutlich erhöhen.

Zu Forschungszwecken wurden 8742 schwedische MS-Patienten und 7.215 gesunde Probanden untersucht. Dabei konnten die Wissenschaftler folgendes feststellen: Die Testpersonen mit einer Herpesinfektion wiesen, im Vergleich zu den gesunden Probanden, ein um 55 Prozent erhöhtes Risiko auf, an MS zu erkranken. Die entscheidende Rolle spiele dabei der Herpes-Antikörper "HHV-6A", welcher bei allen Herpes-Patienten in größeren Mengen vorhanden war. In einer Pressemitteilung sprechen die Forscher von "einem großer Durchbruch für die Erforschung des MS- und Herpesvirus".

Wie genau der Antikörper Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit nimmt ist allerdings noch nicht bekannt: "Sowohl HHV-6A als auch 6B können unsere Gehirnzellen infizieren, aber sie tun es auf etwas unterschiedliche Weise. Daher ist es jetzt interessant, weiterzuforschen und zu versuchen, genau zu ermitteln, wie die Viren den Ausbruch von MS beeinflussen könnten", erklärt Anna Fogdell-Hahn, leitende Wissenschaftlerin der Studie.

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