Nachdem sich ein Partygast in Berlin mit einer bakteriellen Meningitis infiziert hat, wurden Anfang der Woche zahlreiche Clubbesucher aufgefordert, sich ebenfalls in ärztliche Behandlung zu begeben. Bei der Meningitis handelt es sich um eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshaut, die durch Bakterien, beispielsweise Meningokokken oder Pneumokokken, oder das FSME-Virus, das von Zecken übertragen wird, ausgelöst werden kann. Die virale Form verläuft meist milder als die bakterielle Form, allerdings sollten Betroffene in jedem Fall einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Meningitis: So erkennen Sie die Symptome

Die ersten Anzeichen sind sowohl bei der bakteriellen als auch bei der viralen Form der Meningitis ähnlich einer Grippe. Dazu gehören Fieber und Kopf-, sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Ein typisches Symptom der Meningitis ist die Nackensteifigkeit, die meist innerhalb sehr kurzer Zeit auftritt. Als Komplikationen können insbesondere bei der bakteriellen Meningitis Lähmungen, Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn oder Blutvergiftungen entstehen. Diese können tödlich verlaufen.

Wie kann man sich vor Meningitis schützen?

Gegen viele Varianten der Meningokokken stehen in Deutschland Impfstoffe zur Verfügung. Bei Babys und Kleinkindern empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) außerdem die Impfung gegen das Bakterium Haemophilus influenzae sowie gegen Pneumokokken. Da auch Mumpsviren eine Meningitis auslösen können, schützt auch die Kombinationsimpfung gegen Masern gegen Meningitis. Auch gegen das FSME-Virus gibt es eine Impfung.

Personen, die mit Patienten, die an einer Meningokokken-Menignitis erkrankt sind, in Kontakt waren, werden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Für die Dauer der Inkubationszeit, die bis zu zehn Tage dauern kann, sollten sie sich ärztlich überwachen lassen.