Durch den Klimawandel hat sich Aufkommen von Pollen weiter verstärkt und damit auch die Zahl der Menschen, die an Heuschnupfen leiden. Jedes Jahr bekommen in Deutsch­land etwa 9 Prozent der unter 18-Jährigen die Diagnose Heuschnupfen.

Stiftung Warentest hat im Februar 2022 einen neuen Test über Medikamente bei Heuschnupfen-Symptomen veröffentlicht und gibt darin Pollenallergikern Tipps, um die unangenehmen Symptome etwas zu lindern.

Heuschnupfen-Symptome: So zeigt sich die Pollen-Allergie

Heuschnupfen-Symptome sind äußerst unangenehm: Niesen, juckende Augen, Atemnot – Millionen von Menschen leiden an Heuschnupfen, der mitt­lerweile die häufigste allergische Erkrankung ist. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bekommen ihn etwa 15 Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens. Oft treten die Beschwerden schon im Kindes- oder Jugend­alter auf, wie Stiftung Warentest berichtet.

Aber was ist Heuschnupfen eigentlich genau? Bei Heuschnupfen reagiert der Körper über­empfindlich auf Pollen: Das Immun­system interpretiert den an sich voll­kommen harmlosen Blüten­staub als Bedrohung und versucht, dagegen zu kämpfen - unter anderem, indem es das Gewebs­hormon Histamin freisetzt. Dieses verursacht dann die typischen Symptome.

Wer sich unsicher ist, ob er wirklich unter Heuschnupfen leidet, sollte seine Beschwerden ärzt­lich abklären lassen. Gute Ansprech­partner sind in diesem Fall Allergologen. Sie können mithilfe von speziellen Tests ermitteln, auf welche All­ergene der Körper reagiert. Neben Pollen kommen dafür beispielsweise auch Tier­all­ergene, Schimmelpilze oder Hausstaub­milben infrage.

Stiftung Warentest gibt 7 Tipps für Pollenallergiker

Die Stiftung Warentest hat in ihrem neuesten Test mehrere Medikamente bei Heuschnupfen-Symptomen untersucht. Die Ergebnisse der Tests können kostenpflichtig in der Datenbank von Stiftung Warentest gefunden werden. Stiftung Warentest hat außerdem 7 Tipps für Pollenallergiker parat:

  • Pollenflugkalender im Auge behalten: Es gibt sogenannte Pollenflugkalender, zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst, die Allergiker unbedingt auf dem Schirm haben sollten. Auf der Seite findet man tagesaktuelle Vorhersagen für einzelne Regionen. Bei der Stiftung Deutsche Polleninformationsdienst findet man Wochenvorhersagen. 
  • Geschützt schlafen: Stiftung Warentest empfiehlt weiterhin, in der Pollenzeit abends die Haare zu waschen und draußen getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufzubewahren.
  • Sport draußen vermeiden: Wenn es Warnungen vor starkem Pollenflug gibt oder warmes, windiges Wetter, sollten körperliche Aktivitäten in der Natur vermieden werden. Nach Regen ist die Luft jedoch wieder von Pollen gereinigt.
  • Nase duschen: Des Weiteren schlägt Stiftung Warentest Nasenduschen vor. Wer täglich 0,9-prozentige Salzlösung durch die Nase spült, befreit sie von den nervigen Allergenen. 
  • Zimmer von Pollen befreien: Wichtig ist außerdem, die Räume von Pollen zu befreien. Häufiges Saugen und Wischen ist daher Pflicht. Spezielle Pollenschutzgitter aus dem Baumarkt können hier auch helfen. Mit diesen können Fenster auch mal offen stehen. 
  • Luft reinigen: Eine weitere Möglichkeit, Zimmer von Pollen zu befreien, sind spezielle Luftreiniger. Diese Geräte befreien die Luft von den Pollen schnell und gut.
  • Kreuzallergien auf dem Schirm haben: Weiterhin ist zu beachten, dass manche Heuschnupfenpatienten bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen. Grund sind Kreuzallergien. Manche Lebensmittel enthalten ähnlich gebaute Eiweiße wie Pollen und lösen ebenfalls Allergien aus. Teils sind nur spezielle Sorten zu meiden, etwa bei Äpfeln. Zudem macht Schälen oder Erhitzen so manches Obst und Gemüse verträglicher, etwa im Kompott oder Kuchen.

Zum Weiterlesen: Heuschnupfen: So behandelst du die Pollenallergie richtig