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Allergie

Massiver Pollenflug: Das hilft bei Heuschnupfen wirklich

Allergiker haben wegen des starken Pollenflugs aktuell schwer zu kämpfen. Deshalb haben wir ein paar Tipps, um die Heuschnupfen-Phase etwas milder zu gestalten.
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Allergiker haben wegen des starken Pollenflugs aktuell schwer zu kämpfen. Deshalb haben wir ein paar Tipps, um die Heuschnupfen-Phase etwas milder zu gestalten. Symbolfoto: Franzriska Koark/dpa
Allergiker haben wegen des starken Pollenflugs aktuell schwer zu kämpfen. Deshalb haben wir ein paar Tipps, um die Heuschnupfen-Phase etwas milder zu gestalten. Symbolfoto: Franzriska Koark/dpa
Aktuell massiver Pollenflug: Der rasante Temperaturanstieg mit dem Aufblühen der Natur kann einigen Allergikern bis zu drei Leidenswochen bescheren. "Wir rechnen in wenigen Tagen in ganz Deutschland mit einem massiven Pollenflug bei der Birke", sagt Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin.

Durch die kalten Wochen im Februar und März habe sich die Blüte verzögert. Nun aber sei mit einer kleinen Explosion zu rechnen. "Und zwar bei allen Birken gleichzeitig, egal ob an sonnigen oder schattigen Standorten", ergänzt Dümmel. Auf natürliche Weise könne Allergikern nur viel Regen helfen, der Pollen zu Boden drücke. Danach sieht es nächste Woche sogar aus.


Sehr schlecht für Allergiker sei trockenes und windiges Wetter. Dann fliegen Pollen besonders gut. Die Birke blühe rund 20 bis 25 Tage lang, erläutert Dümmel. Von Hasel und Erle drohe dagegen kein Ungemach mehr. "Die sind jetzt mit ihrer Blüte durch", sagte Dümmel. Ab Mai beginne dann die Gräserblüte, die ebenfalls vielen Allergikern zu schaffen mache. Dümmel rät Allergikern, die sehr stark auf Birkenpollen reagieren, zu Medikamenten.


Heuschnupfen - was hilft?

Propolis
Ein natürliches Mittel ist Propolis, das die Bienen in ihrem Bienenstock verwenden. Propolis gibt es in verschiedenen Formen, beispielsweise als Tropfen. Während der Allergiephase hilft es gegen den Schnupfen. Allerdings kann es auch vor der Allergiezeit eingenommen werden, um die Symptome des Heuschnupfens etwas einzudämmen.

Jeans und T-Shirt draußen lassen
Pollen sind überall, folglich auch an Ihrer Kleidung. Ziehen Sie deswegen Ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer aus - und lagern Sie sie auch nicht dort, wenn Sie die Sachen tagsüber getragen haben.

Waschen und Putzen
Pollenstaub heftet sich nicht nur an Kleidung, sondern auch an die Haare. Somit ist es sinnvoll, seine Wohnung häufiger zu putzen - und zwar mit einem feuchten Lappen. Manche Staubsauger haben auch einen speziellen Filter, der den Pollen den Kampf ansagt. Wenn Sie Ihre Haare abends waschen, dann kommen ein paar weniger Pollen ins Bett und somit in Ihr Gesicht, wodurch Sie besser schlafen können.

Pollenschutzgitter
Vollkommen vermeiden kann man Pollen in der Wohnung nicht, aber sie lassen sich zumindest ein wenig reduzieren. Spezielle Pollenschutzgitter vor dem Fenster sind da nützlich.

Achten Sie auch auf die richtige Zeit zum Lüften (auf dem Land nach 19 Uhr und vor 24 Uhr; in der Stadt zwischen sechs und acht Uhr am Morgen) und lassen Sie das Fenster nicht den ganzen Tag über offen stehen. Folglich ist auch das Trocknen der Wäsche im Freien problematisch.

Einen Pollenschutz gibt es auch für das Auto, und zwar in Form eines Pollenfilters. Dieser kann eingebaut werden und minimiert die Anzahl der Pollen, die durch die Lüftung ins Innere dringen. Auch hier lieber Fenster geschlossen halten.

Die Nasenspülung
Sicher nicht jedermanns Sache, jedoch vielleicht hilfreich: eine tägliche Nasenspülung mit einer Salzlösung. Eine Alternative dazu sind Nasentropfen auf Meersalzbasis. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich.

Urlaub machen
Wer es einrichten kann, der sollte in der Hauptzeit des Heuschnupfens in Urlaub fahren, am besten in die Berge oder an den Strand. Das ist doch eigentlich der am besten klingende Tipp, oder?
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