Ab dem 27. April gilt in sämtlichen deutschen Bundesländern wie auch in Bayern: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder einkaufen geht, muss eine Maske oder zumindest einen Schutz tragen, der Mund und Nase bedeckt. Das kann auch ein Schal oder Tuch sein. Diese Maskenpflicht gilt auch für Kinder ab sechs Jahren. Aus diesem Grund ist die NAchrfrage nach entsprechendem Schutz in den vergangenen Wochen explosionsartig nach oben geschossen. Das Repertoire der Gesichtsbedeckungne reicht dabei von "Mund-Nasen-Schutz-Masken (MNS)", zu “Filtering Face Piece” (FFP) Atemschutzmasken. Aber auch Masken aus Baumwolle sind eine gangbare Alternative. Zur Not, auch selbst hergestellt. Doch damit diese Maske aber auch wirklich andere schützt, muss sie richtig getragen werden.

Egal ob selbstgenähte Maske oder chirurgischer Mundschutz: Sobald sie durchfeuchtet ist, sollte sie gewechselt werden. Dann gilt es, die Maske möglichst schnell von Bakterien und Viren zu befreien. Ansonsten kann die Maske schnell zur Gefahr für einen selbst werden. Sie wollen einen Mundschutz online bestellen? Hier gibt es noch Corona-Masken.

Die Maske von Bakterien und Viren befreien: Nicht alle Methoden funktionieren gleich gut

1. In der Waschmaschine

Stoffmasken können in die Waschmaschine und dort bei mindestens 60, besser 90 Grad gewaschen werden. Hier lieber nicht im Öko-Programm waschen: Das wäscht meist nicht in so hohen Temperaturen. Auch verkalkte Heizstäbe können dazu führen, dass die Waschmaschine nicht die angezeigte Temperatur erreichen kann.

2. Im Kochtopf

Bevor man ein oder zwei Masken in der Waschmaschine wäscht, kann man diese auch im Kochtopf reinigen. Geben Sie die Stoffmaske dazu in bereits kochendes Wasser und lassen Sie sie dort für mehrere Minuten köcheln. Nach dem Waschen muss die Maske gut trocknen.

3. Mit dem Bügeleisen

Das Bügeleisen hilft, die Maske wieder gut in Form zu bügeln. Ob die Hitze des Bügeleisens aber ausreicht, um Viren abzutöten, ist nicht klar.

4. Im Backofen

Eine weitere sichere und einfache Methode ist das Erhitzen im Backofen. Heizen Sie den Backofen zwischen 70 und 80 Grad vor und lassen Sie Ihre Maske für rund 30 Minuten darin. Diese Art des Reinigens eignet sich auch für den chirurgischen Mund-Nasen-Schutz. Doch Vorsicht bei FFP-Masken. Die können nicht im Backofen sterilisiert werden. Denn: Sie enthalten einen Kunststoff-Filter. Der würde bei den hohen Temperaturen im Ofen anfangen zu schmelzen. 

Tipp: Am einfachsten ist es, wenn man zwei Masken besitzt und sie so zum Beispiel auch unterwegs wechseln kann. Dann sollte die benutzte Maske in einem Plastikbeutel gelagert und zuhause entsprechend gereinigt werden.

Achtung: Reinigen Sie die Maske nicht in der Mikrowelle! Die Münchner Feuerwehr hat davor bereits gewarnt. In vielen Masken befindet sich ein Metallbügel. Dadurch kann es zur Funkenbildung kommen und die Maske könnte in der Folge anfangen zu brennen. 

Tragen der Maske: Fehler, die es zu vermeiden gilt

Neben der regelmäßigen Reinigung, sollten Sie auch darauf achten, dass die Maske gut anliegt. Wenn sie nicht ordentlich sitzt, können einerseits Viren entweichen, andererseits werden Sie sich auch immer wieder ins Gesicht fassen, um die Maske wieder zurechtzurücken.

Aber vor und nach dem Auf- beziehungsweise Absetzen der Maske gilt: Gründlich Händewaschen! Und sobald die Maske durchfeuchtet ist, muss sie gewechselt werden. Wenn Sie die gereinigte Maske gerade nicht benötigen, bewahren Sie sie an der Luft auf und nicht in einem geschlossenen Behältnis oder ähnlichem.