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Kurkuma: Gesund oder ungesund? was wirklich hinter dem Superfood-Trend steckt

Kurkuma gilt als das goldene Gewürz. Viele bezeichnen Kurkuma als Wunder- und Heilmittel. Nicht nur deshalb liegt das Gewürz seit einiger Zeit voll im Trend. Denn Kurkuma kann noch mehr. inFranken.de erklärt, was es mit dem Superfood auf sich hat.
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Das neue Superfood Kurkuma - doch ist der Hype um das Gewürz verdient? Während 2011 laut Angaben des "Statistischem Bundesamtes" 2.400 Tonnen Kurkuma nach Deutschland importiert wurden, waren es 2016 bereits 3500 Tonnen - Tendenz steigend.

Doch woher kommt der Hype um das gelbe Gewürz? Hat Kurkuma den Namen "Superfood" wirklich verdient - und wie gesund ist Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel?

Was ist Kurkuma?

Kurkuma ähnelt dem Ingwer und gehört auch zur Familie der Ingwergewächse. Allerdings besitzt es eine sehr intensive gelbe Farbe. Daher auch der Name "Gelbwurz". Seine Pflanze, die bis zu einem Meter hoch wachsen kann, gedeiht vorwiegend im asiatischen Raum.

 

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Der typische Kurkuma-Geschmack wird häufig mit "erdig", "bitter" oder "würzig" beschrieben. Da Kurkuma ätherische Öle, Eiweiße und circa 5 Prozent Curcumin enthält, wird das Gewürz häufig als Heilmittel für vielerlei Krankheiten angepriesen. Aber wie ist es tatsächlich um die Heilkräfte des Kurkumas bestellt?

Hersteller werben damit, dass Kurkuma vielseitig einsetzbar ist und neben Blähungen und Völlegefühl auch gegen Arthrose, Diabetes, Krebs und Alzheimer helfen soll. Positive Wirkungen auf die Verdauung und eine Linderung des Völlegefühls nach dem Essen weist Kurkuma offenbar tatsächlich auf. Als Mittel gegen Krankheiten ist Kurkuma hingegen noch nicht ausreichend erforscht worden.

Kurkuma als Heilmittel

In Indien wird Kurkuma seit 4000 Jahren verwendet. Kurkuma galt dort als heilig und zählte zu den wichtigsten Gewürzen. In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda rechnet man Kurkuma zu den sogenannten "heißen Gewürzen". Diesen wird reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen.

Bisher wurde die Pflanze fast ausschließlich in Zellkultur- und Tierversuchen getestet, bei denen extrem hohe Dosierungen verwendet wurden, die vom Menschen nicht über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden könnten. Die Ergebnisse aus den Laborstudien sind daher nicht direkt auf Menschen übertragbar.

Einige wenige Humanstudien wurden zwar durchgeführt, aber da diese unter anderem sehr geringe Teilnehmerzahlen aufwiesen, ist die Aussagekraft dieser Studien nur sehr eingeschränkt. Generell sind Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Kurkuma nicht zur Vorbeugung oder Linderung von Erkrankungen vorgesehen, da hierfür im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten die Wirknachweise fehlen.

Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel

Kurkuma kann also als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden, da das enthaltene Curcumin beispielsweise anregend auf die Verdauung wirkt, allerdings sollte es nicht zur Bekämpfung von andauernden Beschwerden angewendet werden. Stattdessen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

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Wichtig: Schwangere und Stillende sollten komplett auf Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Ebenso ist der Verzehr von Kurkuma Menschen, die an Gallenstein leiden, nicht zu empfehlen, da dieses die Gallensaftproduktion fördert und Gallenkoliken auslösen kann.

Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel gibt es in vielen unterschiedlichen Formen: Kurkuma-Pulver*, Kurkuma-Extrakte*, Curcuminoide*, Tabletten mit zusätzlichen Vitaminextrakten* oder Kurkuma-Öl*. Für Magen-Darm Probleme, bei Blähungen und als Entzündungshemmer kann Kurkuma als Gewürz oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln durchaus eingenommen werden und scheint wohl auch zu helfen.

Kurkuma als Gewürz

Obwohl Kurkuma krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen zugeschrieben werden, existiert bis heute keine seriöse, wissenschaftlichen Standards genügende Studie, die diese Wirkungen belegt.

 

Kurkuma gegen Erektionsstörungen

Einer Studie der medizinischen Zeitschrift Andrologia zufolge soll Kurkuma nicht nur gut schmecken, sondern auch noch gegen mögliche Erektionsprobleme helfen. Laut Studie enthalte das Gewürz mehrere Wirkstoffe, welche dabei helfen sollen, die Durchblutung zu verbessern.

In einem Versuch wurden einigen Probanden die beiden Stoffe Curcumin und ein Curcuminderivat (curcuminähnliche Verbindung) verabreicht. Nach zwölf Wochen konnten die Forscher eine merkliche Verbesserung der erektilen Funktion feststellen. Zudem konnte eine starke Synergie zwischen den Wirkstoffen und dem Potenzmittel "Tadalafil" beobachtete werden. Die Wirkung war besser und hielt länger als die von einer Viagra-Pille.

Die Studie führt den potenzsteigernden Effekt allerdings nicht nur auf die Wirkung des Curcumin zurück, sondern auch auf weitere Inhaltsstoffe wie Eugenol, Limonen oder Quercetin. Diese besitzen antidepressive und angsthemmende Eigenschaften, welchen den oft vorliegenden psychischen Stressen lindern können, was ebenfalls zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit führt.

Kurkuma bei Diabetes

Der in Kurkuma enthaltende Stoff Curcumin kann sich auch positiv auf erhöhte Blutzuckerwerte auswirken. Kurkuma kann zu der Reduktion einer Insulinresistenz beitragen. Dadurch werden die Zellen wieder empfänglicher für den Stoff. Insulin dockt an den Zellen an und trägt damit zur Aufnahme des Zuckers aus dem Blut bei. Folge: Der Blutzuckerwert wird reguliert und die Insulinresistenz verringert. Somit kann Kurkuma insbesondere bei Prädiabetes positiv unterstützen - ein Wundermittel gegen Diabetes, wie von einigen behauptet, ist Kurkuma aber nicht.

Unbestritten hingegen ist, dass Kurkuma eine köstliche Zutat in verschiedenen Rezepten ist. Das wohl klassischste Rezept mit Kurkuma ist die Goldene Milch. Mit nur vier Zutaten bereitet man das gesunde Heißgetränk, dem zahllose positive Wirkungen zugesprochen werden, innerhalb von 15 bis 20 Minuten zu.

 

Rezept für Goldene Milch

Kurkuma alleine wird schon eine gesunde Wirkungsweise nachgesagt. Es soll allerdings eine Möglichkeit geben, die Wirkungen des goldenen Gewürzes noch zu steigern.

Kurkuma und schwarzer Pfeffer: Deshalb ist die Kombination so gesund

Das Curcumin, welches in Kurkuma enthalten ist, kann in Kombination mit schwarzem Pfeffer vom Menschen noch besser verarbeitet werden können. Der "US National Library of Medicine" zufolge soll das im Pfeffer enthaltene Piperin die Curcuminabsorption des menschlichen Körpers um bis zu 2.000 Prozent verbessern.

Durch die verbesserte Aufnahmefähigkeit sollen Entzündungen reduziert und die Verdauung verbessert werden. Wer also den vollen Wert aus dem goldenen Gewürz schöpfen möchte, der sollte seine Gerichte in Zukunft nicht nur mit Kurkuma, sondern auch mit schwarzem Pfeffer würzen.

Eier färben an Ostern: Kurkuma als natürliche Farbe

Eier färben gehört für viele Menschen an Ostern dazu. Dabei können aus vielen Lebensmitteln natürliche Farben hergestellt werden. Besonders gut dafür eignen sich kräftig färbende Lebensmittel und Gewürze - vor allem solche, die beim Verarbeiten oder Verkochen auf der Haut oder beim Essen auf den Zähnen Farbspuren hinterlassen. Die gefärbten Eier "sind mindestens so charmant wie herkömmlich gefärbte", erklärt die Keramikerin Christine Mittermayr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Als Beispiele nennt sie unter anderem Kurkuma, aber auch Heidelbeeren, Blaukraut, Rote Bete, Roibuschtee und Zwiebelschalen.

Grüne Eier mit Kurkuma und Blaukraut

Um die Eier etwa in grünem Glanz erstrahlen zu lassen, empfiehlt Mittermayr das Vermischen von gelbem Kurkuma-Sud und Blaukraut-Sud. Der kräftige Blauton des Blaukrauts sorge kombiniert mit der Shibori-Technik für ein wunderbares Ergebnis. Unter Shibori wird eine ursprünglich aus Japan stammende Färbetechnik verstanden, durch die unterschiedliche Muster entstehen. Um solch einen Effekt ganz einfach mit alltäglichen Haushaltsgegenständen zu erzeugen, können zum Beispiel Gummibänder über die Eier gespannt werden. So entstehen hübsche Farbaussparungen.

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