• Neue Metastudie: Hilft Zink gegen Atemwegserkrankungen?
  • Verschiedene Studien: Präventive und nachträgliche Einnahme
  • Schützt Zink vor Corona? Es gibt Mutmaßungen

Der November hat begonnen und umso wahrscheinlicher wird es, zum Opfer einer Erkältungs- oder Grippewelle zu werden. Die Aussichten darauf findet niemand besonders schön: Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen und allgemeine Erschöpfung gehören zu den bekanntesten Symptomen. Weil Atemwegserkrankungen so oft vorkommen, liegt es nahe, dass bereits seit langer Zeit Heilmittel dafür erforscht werden. Eine Metastudie von Forschenden derWestern University Sydney hat nun ein mögliches Wundermittel gegen Erkältungen genauer untersucht: Zink.

Hilft Zink bei Erkältungen? Neue Meta-Studie gibt Aufschluss

Konkret wurde der Einfluss der Zink-Einnahme auf den Verlauf von Atemwegserkrankungen untersucht. Der Verbraucherschutzzentrale zufolge spielt Zink eine entscheidende Rolle im Immunsystem, das Interesse an einem Zusammenhang ist also nicht unbegründet. 

In der Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, wurden die Ergebnisse von 28 verschiedenen Studien mit insgesamt 5446 Teilnehmenden untersucht. Innerhalb der Studien wurden die Effekte mithilfe einer Placebo-Gruppe verglichen, also einer Gruppe, die statt tatsächlichem Zink ein Ersatz ohne Wirkstoff eingenommen hatte. Laut der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) wurde das Zink in Form von Lutschtabletten, Gel oder Nasenspray verabreicht.

Außerdem unterschieden sich die Studienaufbauten in ihrer zeitlichen Durchführung. Während der Großteil der Studien die Wirkung von Zink-Einnahme ein bis drei Tage nach der Infektion gemessen hat, wurde in vier Studien auch der Zusammenhang zwischen vorzeitiger Einnahme mit anschließender, gezielter Infektion mit Rhinoviren erforscht. Hinzukommend waren alle Teilnehmenden erwachsen.

Hilft Zink auch gegen Corona?

Als ein Ergebnis ist festzuhalten, dass die Einnahme von Zink fünf von 100 Atemwegserkrankungen im Monat verhindern konnte. Außerdem konnten die Symptome bei der Einnahme von Lutschtabletten oder Nasenspray im Durchschnitt zwei Tage früher überwunden werden. Auch die Erholung nach einer Woche war bei denjenigen Teilnehmenden doppelt so häufig, die Zink eingenommen hatten. Zudem traten bestimmte Symptome wie Fieber seltener auf.

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Natürlich stellt sich auch die Frage, ob Zink einen Einfluss auf eine Coronainfektion haben könnte. Wie bereits erläutert, hilft Zink dem Immunsystem generell schon, allerdings bezog sich keine der 28 untersuchten Studien auf das Coronavirus. Insofern könnten hier lediglich Mutmaßungen getroffen werden. Der PZ zufolge wirkt Zink zumindest in vitro (im Labor) gegen Coronaviren.

Zusammenfassend kann die Einnahme von Zink nach einer Erkältungsinfektion helfen, um die Dauer und Schwere der Erkrankung zu lindern. Präventive Maßnahmen scheinen hingegen keinen wirklichen Effekt zu erzielen. Zink kann laut den Autor*innen der Studie als "natürliche Alternative" betrachtet werden, wenn es um die Bekämpfung von Atemwegserkrankungen geht. Jedoch müssen die genauen Dosierungen und Verabreichungswege noch erweitert untersucht werden. Die Verbraucherschutzzentrale warnt außerdem: Zu viel Zink kann auch schaden, man sollte also auf die Einnahmemenge aufpassen.

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