• Weißer Hautkrebs: Lange Sonneneinstrahlung als Ursache
  • Das sind die häufigsten Formen von weißem Hautkrebs
  • Warnsignale erkennen: Wann sollte man zum Arzt?
  • Frühe Diagnose und Behandlung von hellem Hautkrebs wichtig

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 200.000 Menschen an weißem (oder hellem) Hautkrebs - Tendenz steigend. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen gut. Doch wie kündigt sich weißer Hautkrebs an? Und an welchen Körperstellen tritt er am häufigsten auf? 

Hauptursache für Hautkrebs: Lange Sonneneinstrahlung

„In Deutschland scheint die Zahl der Personen mit hellem Hautkrebs inzwischen auf sehr hohem Niveau zu stagnieren. Das ist zwar eine positive Tendenz. Dennoch bleiben die Fallzahlen viel zu hoch angesichts dessen, dass sich keine andere Krebsart so leicht vermeiden lässt wie Hautkrebs“, betonte Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der BARMER.

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Entstehung von Hautkrebs begünstigen. Der wichtigste ist die Zeit, in der sich jemand ungeschützt in der Sonne aufhält. Hierzu zählt die UV-Strahlung aus den natürlichen Sonnenstrahlen und auch aus der "künstlichen Sonne" im Solarium. Im Sommer, vor allem mittags, kann die intensive UV-Strahlung fast ungehindert die Ozonschicht durchqueren. Hier bleiben nicht nur positive Effekte für den Körper und die Psyche, sondern es kann zu starken Zellschädigungen in allen Hautschichten kommen. Daher sollte sich niemand ohne entsprechenden Schutz zu lange in der Sonne aufhalten. Was du bei der Auswahl einer geeigneten Sonnencreme beachten solltest, kannst du hier nachlesen.

Hautkrebs ist aber nicht gleich Hautkrebs. Viele Menschen denken bei diesem Wort meistens an das sogenannte "Melanom", den schwarzen Hautkrebs. Der Begriff Hautkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene Tumorerkrankungen der Haut, darunter fällt sowohl der helle ("weiße"), als auch der schwarze Hautkrebs. Beide Formen können wiederum in Unterarten aufgeteilt werden. Jede Krebsform per se hat spezielle Eigenschaften und wird unterschiedlich behandelt.

Weißen Hautkrebs frühzeitig erkennen: Auf diese Warnsignale solltest du achten

Je älter man wird und je öfter die Haut bereits der Sonneneinstrahlung ausgesetzt war, desto höher ist das Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährdet sind die Bereiche des Körpers, die nicht oder weniger oft von Kleidung bedeckt sind: Das Gesicht bzw. der Kopf, Ohren, Hals, Hände und Arme.

Die beiden häufigsten Formen von weißem Hautkrebs sind Spinaliome (bzw. Plattenepithelkarzinome) und Basaliome (bzw. Basalzellkarzinome). Spinaliome machen gut ein Viertel der Erkrankungen an weißem Hautkrebs aus, Basaliome sogar Dreiviertel. Bei Spinaliomen gibt es aber eine Vorstufe: aktinische Keratosen. Dabei handelt es sich um unscheinbare, hautfarbene Knötchen oder erhabene roten Flecken auf der Haut, die abschuppen. Mit zunehmendem Alter treten diese Flecken immer häufiger auf. Sie sollten gut beobachtet werden - etwa aus jedem zehnten entsteht ein Spinaliom.

Ein Vorzeichen können auch raue Hautstellen sein, die nicht selbstständig wieder verschwinden. Fühlt sich die Haut wie Schmirgelpapier an, sollte man die entsprechende Stelle vom Hautarzt untersuchen lassen. Im Ernstfall kann der weiße Hautkrebs dann frühzeitig behandelt werden, was wesentlich weniger aufwendig und folgenreich ist als eine Behandlung in einem späteren Stadium.

Frühe Diagnose und Behandlung von weißem Hautkrebs ist wichtig

Der helle oder weiße Hautkrebs tritt zwar häufiger auf als der schwarze Hautkrebs, ist aber eine weniger aggressive Variante des bösartigen schwarzen Hautkrebses. Außerdem wird er bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung sehr oft vollständig geheilt. Die Heilungschance liegt bei 96 % bis nahezu 100 %. Da die Früherkennung eine entscheidende Rolle spielt, wird in Deutschland allen gesetzlich Krankenversicherten ab 35 Jahren ein Screening zur Hautkrebs-Früherkennung angeboten.

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