• Von Migräne bis Spannungskopfschmerzen: Die häufigsten Arten von primären Kopfschmerzen
  • Unterschied zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen
  • Ab wann du zum Arzt gehen solltest
  • Kopfschmerzen richtig behandeln und vorbeugen
  • Sonderfall: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Viele Menschen in Deutschland sind regelmäßig von Kopfschmerzen betroffen: Dabei sind Frauen insgesamt etwas häufiger betroffen als Männer. Es gibt viele verschiedene Arten, die in primäre und sekundäre Formen unterteilt werden, wie Gesundheitsinformation.de erläutert. Wir haben alle wichtigen Informationen über Kopfschmerzen für dich zusammengefasst und verraten dir, was wirklich hilft.

Kopfschmerzen deuten: Migräne, Spannungs- und Cluster-Kopfschmerzen - die häufigsten Arten

Spannungskopfschmerzen: Diese Art des primären Kopfschmerzes tritt besonders häufig auf, ist dabei aber meist unproblematisch. Circa 60 Prozent der Bevölkerung gab an, im letzten Jahr irgendwann mal unter einem solchen Kopfschmerz gelitten zu haben. Die Schmerzen treten mit maximal mittlerer Intensität im gesamten Kopfbereich auf und führen zu keiner schweren Beeinträchtigung im Alltag. Auch körperliche Tätigkeit verstärkt den Schmerz in der Regel nicht.

Migräne: Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind von Migräne betroffen. Die Schmerzen treten in der Regel periodisch, pulsierend und halbseitig auf. Dazu kommen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Licht-, Geruchs-, sowie Geräuschempfindlichkeit. Bei körperlicher Belastung nehmen die Beschwerden typischerweise zu.

Cluster-Kopfschmerzen: Am seltensten in der Bevölkerung vertreten, äußert sich diese Art des Kopfschmerz durch besonders intensive Schmerzen, die streng einseitig sind und in Attacken von bis zu drei Stunden im Bereich von Schläfe und Auge auftreten. Sie sind meist verbunden mit weiteren Symptomen wie Augenrötung, laufender Nase oder Schwitzen auf der betroffenen Seite. Es zählt zu den wenigen Kopfschmerzarten, von denen Männer häufiger betroffen sind. Empfehlung: Das Migräne-Manager-Öl von Gya Labs verschafft Linderung bei den unangenehmen Kopfschmerzen - zu finden bei Amazon.*

Primäre und sekundäre Kopfschmerzformen: Die Unterschiede

Wie Kopfschmerzen genau entstehen, ist trotz intensiver Forschung nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass Prozesse der Schmerzentstehung, -weiterleitung und -hemmung gestört sind. Kopfschmerzen werden in zwei Gruppen unterteilt: Primäre Kopfschmerzen haben keine erkennbare Ursache und bilden ein eigenständiges Krankheitsbild. Sekundären Kopfschmerzen liegt dagegen eine andere Erkrankung zugrunde. Primäre Kopfschmerzen, ohne erkennbare Ursache, können aber durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Dazu zählen:

  • Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Schlecht belüftete Räume
  • Bildschirmarbeit
  • Wetterwechsel 
  • Schlafmangel und unregelmäßiger Schlaf 
  • Rauchen und Alkohol 
  • Bei Frauen: Hormonschwankungen während des Zyklus

Die Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen lassen sich dagegen immer auf eine Krankheit oder auf äußere Einflüsse zurückführen:

  • Kopf- und Halswirbelverletzungen 
  • Entzündungen: Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung, etc.
  • Virusinfektionen wie die Grippe
  • verminderte Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Blutes wie beispielsweise bei schwerem Asthma bronchiale, COPD oder chronischer Bronchitis
  • Bluthochdruck 
  • Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule
  • Verspannung
  • Unterzuckerung bei Diabetes
  • Hitzschlag 
  • Akuter Grüner Star 
  • Hirn-Aneurysma (krankhafte Ausweitung der Wand einer Hirnarterie)
  • Hirntumor (Hinweis: Hirntumoren sind äußerst selten verantwortlich für Kopfschmerzen. Bei Hirntumoren treten meist zahlreiche andere Beschwerden zusätzlich auf)
  • Bestimmte Medikamente wie Nitrate, Östrogene zur Verhütung, häufige Schmerzmitteleinnahme
  • Drogenentzug

Häufigkeit von Kopfschmerzen: Ab wann zum Arzt?

Wenn die Kopfschmerzen nur selten auftreten, diese erträglich sind und nicht lange anhalten, helfen meist Hausmittel oder leichte Schmerzmittel. Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn typischerweise an mindestens 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen auftreten. Episodische Kopfschmerzen treten weniger häufig auf und sind vorübergehend. Einen Arzt solltest du in folgenden Fällen aufsuchen:

  • Du leidest über Wochen und Monate hinweg unter immer wieder auftretenden Kopfschmerzen.
  • Deine Schmerzen entwickeln sich nach einer Kopfverletzung, beziehungsweise nach einem oder mehreren Tagen nach einer Gehirnerschütterung.
  • Du hast zudem starke Übelkeit oder musst sogar Erbrechen.
  • Die Schmerzen werden von Fieber oder einem steifen Nacken begleitet.

"Unter bestimmten Voraussetzungen sollten Kopfschmerzen mit einem Arzt besprochen werden. Dazu gehören vor allem Kopfschmerzen nach Verletzungen, Kopfschmerzen bei Kindern und Schmerzen, die sich trotz Arzneimitteln nicht bessern. Auch wenn die Beschwerden sehr stark sind oder weiter zunehmen, ist ein zügiger Arzttermin sinnvoll", sagt Dr. Ulrike Thieme, ZAVA-Fachärztin. Besonders in Verbindung mit anderen Symptomen, wie Seh-, Hör- oder Sprachstörungen, motorischen Ausfällen, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit, sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Tipp: Weshalb du bei Kopfschmerzen deines Kindes hellhörig werden solltest, erfährst du in unserem Artikel.

Die richtige Behandlung & Vorbeugung: Was hilft wirklich und was hilft besonders schnell bei Kopfschmerzen?

Da Kopfschmerzen sehr individuell sind, sind auch die passenden Behandlungsmethoden sehr verschieden. Spannungskopfschmerzen können in der Regel mit klassischen Schmerzmitteln wie Paracetamol, Aspirin oder Ibuprofen behandelt werden. Wichtig ist immer: Solche Medikamente sollten nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden, da sie sonst medikamenteninduzierten Kopfschmerz triggern können. Bei primären Kopfschmerzen können häufig schon kleine Veränderungen des Lebensstils zur Linderung beitragen:

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Außerdem senkt regelmäßiger Sport nachweislich den Stresshormonspiegel. Mehr zu den Auswirkungen von Sport auf deinen Körper, findest du in diesem Artikel. Laufen, Schwimmen und Radfahren können Schmerzattacken vorbeugen. Auch bestimmte Entspannungstechniken oder entspannte Sportarten können genutzt werden. Autogenes Training, Meditation, Yoga, Tai-Chi und Atemtherapie können in den Tag eingebaut werden und Kopfschmerzen so ebenfalls vermeiden. Viele berichten auch, dass ihnen Hypnose, Akupunktur oder Biofeedback-Verfahren bei der Schmerzbewältigung helfen. Bei sekundären Kopfschmerzen muss die Behandlungsmethode je nach Ursache gewählt werden, zum Beispiel ein operativer Eingriff bei einem Hirn-Aneurysma. Wie du bei einer Nasennebenhöhlenentzündung den Kopf wieder freibekommst, erfährst du in unserem Artikel. 

Sonderfall: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft tritt Migräne in der Regel seltener auf. Besonders in den letzten beiden Trimestern haben schwangere Migränepatientinnen deutlich weniger mit chronischen Kopfschmerzen zu kämpfen. Das sieht am Anfang der Schwangerschaft allerdings noch anders aus. Durch die hormonellen Veränderungen erhöht sich in den ersten Monaten die Anfälligkeit für die Kopfschmerzattacken.

Um das Kind nicht zu gefährden, sollten Schwangere mit ihrem Arzt über die Schmerzmitteleinnahme sprechen. Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac und andere sogenannte NSAR sollten schwangere Frauen nicht einnehmen. Am häufigsten kommt Paracetamol bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft zum Einsatz.

Außerdem gibt es auch hier einige Hausmittel, die gegen die lästigen Schmerzen helfen. Dazu zählen Pfefferminzöl zum Betupfen der Schläfen, Entspannungsübungen und leichte Bewegung an der frischen Luft. Lesetipp: Chronische Erschöpfung: Dieses pflanzliche Hausmittel hilft.

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