Die Parkinson-Krankheit (auch Schüttellähmung genannt) ist eine Erkrankung des Gehirns und mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen verbunden. Vor allem Menschen im höheren Lebensalter leiden unter den Folgen der Krankheit. Ihre Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Forscher haben sich daher in einer Studie mit dem Zusammenhang zwischen der Kopfhaut und der Krankheit auseinandergesetzt.

Die aktuelle Studie bezieht sich darauf, dass die Veränderungen im Gehirn durch Signale der Kopfhaut abgelesen werden können, ohne dass der Schädel geöffnet werden muss. Diese neue Feststellung könnte auch bei der Diagnose der Krankheit und der Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze helfen.

Parkinson: Wie wichtig ist die Kopfhaut?

Die Symptome einer Parkinson Erkrankung reichen von einer verlangsamten Bewegung bis hin zu Bewegungsarmut bzw. Bewegungslosigkeit. Betroffene leider schwer unter den Folgen der Krankheit. Ein Wissenschaftler-Team der Universitätsmedizin Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften gibt den Erkrankten nun einen Lichtblick. Die neuen Befunde ihrer Studie über die Relevanz der Kopfhaut bei einer Erkrankung mit Parkinson wurde in der aktuellen Fachzeitschrift Brain, a Journal of Neurology veröffentlicht. 

Wenn von der neurodegenerativen Erkrankung Morbus Parkinson die Rede ist, haben sich Forscher bislang schwergetan, die Ursachen herauszufinden. Klar ist jedoch, dass elektrische Schwingungen von Nervenzellen in der Tiefe des Gehirns und der Hirnrinde krankhaft miteinander gekoppelt sind. Diese krankhaften Kopplungen lassen sich den aktuellen Forschungsergebnissen zufolge mittels Elektroenzephalogramm (EEG) an der Kopfhaut ablesen, so das Onlineportal heilpraxisnet.de

Ein möglicher Biomarker, der die Forschung der Parkinson-Krankheit erleichtern kann, entspricht der abnormale Phasen-Amplituden-Kopplung, wie das Forschungsteam erläutert. Unklar ist weiterhin, inwiefern die neuronalen Geschehnisse, die der abnormalen Kopplung zugrunde liegen, mit den motorischen Folgen bei einer Parkinson Erkrankung zusammenhängen. 

So relevant ist eine EEG-Untersuchung

Aus Aufzeichnungen während einer Operation aus dem Gehirn von Parkinsonkranken wurde sichtbar, dass elektrische Schwingungen von Nervenzellen in der Tiefe des Gehirns und der Hirnrinde krankhaft miteinander gekoppelt sind. Das Forschungsteam um Professor Dr. Joseph Claßen vom Universitätsklinikum Leipzig und Professor Dr. Thomas Knösche vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften konzentriert sich deshalb auf den Schwerpunkt,  inwiefern sich die abnormalen Kopplungen bei Parkinson ohne einen chirurgischen Eingriff anhand der Kopfhaut-Signale ablesen lassen. 

Die Forscher beobachteten, dass in den fünfminütigen Elektroenzephalogramm-Messungen tatsächlich derartige Kopplungen bei Parkinson-Patienten feststellbar gewesen seien. Diese waren verstärkt in Hirnregionen, die der Bewegungskontrolle dienen, berichten die Forschenden. Zudem war eine Korrelation zwischen den motorischen Parkinson-Beeinträchtigungen und abnormalen Kopplungen in bestimmten Hirnregion zu beobachten, berichtet das Onlineportal heilpraxisnet.de.

Aus der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass die abnormalen Kopplungen zwischen Schwingungen in verschiedenen Hirnregionen zerstört werden können, bilden sich therapeutische Lösungsansätze der Parkinson-Symptome.  "Wir hoffen, dass die gekoppelten elektrischen Schwingungen bei Parkinson-Patienten in der Zukunft mit elektrischer oder magnetischer Stimulation von außen korrigiert werden können, ohne dass eine Operation notwendig ist", berichtet Professor Claßen dem Onlineportal esanum.de. In zukünftigen Studien werden die bisherigen Errungenschaften weiter ausgefeilt. 

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Das sind typische Frühwarnzeichen bei Parkinson: Wenn Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie zum Arzt.