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Tucson
Haarbüschel im Magen

Grausiger Fund im OP: Ärzte entdecken extrem seltene Krankheit

Eine Frau begibt sich mit übermäßig angeschwollenem Bauch in ein Krankenhaus. Auch mit Appetitlosigkeit, Erbrechen und Verstopfung hat sie zu kämpfen. Die Ärzte finden heraus, dass die Patientin am Rapunzel-Syndrom leidet - einer äußerst seltenen Krankheit. Doch was ist das Rapunzel-Syndrom eigentlich?
 

In den USA begab sich eine 38-jährige Frau ins Krankenhaus, da sie an Verstopfung, Übelkeit und Appetitlosigkeit litt. Zudem war ihr Bauch war stark angeschwollen, obwohl sie innerhalb der letzten Monaten, ihren Angaben zufolge, sieben Kilogramm abgenommen hatte.

Den Ärzten war es ein Rätsel, woher all die Symptome stammten.  Weil die Ärzte den Grund für die Schmerzen nicht finden konnten, entschieden sie sich, zu operieren. Laut Express nahmen die Mediziner an, dass ihr Verdauungstrakt blockiert war.

Erschreckender Fund in Magen und Darm der Patientin

Als die Chirurgen den Magen der Patienten öffneten, fanden sie einen 15 Zentimeter großen Haarball. Im Darmtrakt befand sich ein weiterer Haarbüschel.

Es stellte sich heraus, dass die Frau an Trichophagie litt. Umgangssprachlich nennt man diese Krankheit auch Rapunzel-Syndrom.  Laut dem Express gibt es weltweit nur rund 90 bekannte Menschen, die an dem Rapunzel-Syndrom leiden.

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann es zu zahlreichen Komplikationen kommen, wie auch der Fall aus Amerika zeigt. Die 30-Jährige begab sich nach der Operation in psychiatrische Behandlung.

Psychische Erkrankung: Rapunzel-Syndrom

Das Rapunzel-Syndrom ist eine Verhaltensstörung, bei der Betroffene ihre eigenen Haare essen. Was der Auslöser der Krankheit ist, ist nicht bekannt.

Laut Angaben der Ärztezeitung, können Zusammenhänge mit Persönlichkeitsstörungen, Depressionen und Bulimie bestehen. Vor allem Kinder leiden an dieser Erkrankung: Lediglich 20 Prozent der Erkrankten sind über 20 Jahre alt. Symptome der Trichophagie sind Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit und kahle Stellen am Kopf, durch das Herausreißen der Haare.

Gegen diese Erkrankungen muss dreifach vorgegangen werden: Die Psychotherapie ist die wichtigste Komponente der Behandlung. Dabei können auch Antidepressiva, Antipsychotika und Stimulanzien eingesetzt werden. Außerdem müssen Haarbündel aus dem Körper entfernt und ein etwaiger Nährstoffmangel ausgeglichen werden. Und Eltern betroffener Kinder sollten ihnen die Haare kurz schneiden.

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