• Bei einem Schlaganfall sofort zu handeln: Die ersten Minuten sind entscheidend
  • Jedes Jahr erleiden etwa 50.000 Menschen in Bayern einen Schlaganfall
  • 12 Symptome können Anzeichen für einen Schlaganfall sein
  • Treten Symptome auf, sofort 112 anrufen
  • Der FAST-Test: So kannst du prüfen, ob du betroffen bist

In Deutschland liegt der Schlaganfall auf Platz drei der häufigsten Todesursachen. Laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe erleiden jedes Jahr 270.000 Menschen einen Schlafanfall, 50.000 davon in Bayern. Doch wie erkennt man einen Schlaganfall, und wie reagiert man richtig?

Anzeichen für einen Schlaganfall: Diese 12 Symptome musst du kennen

Es gibt Symptome, die darauf hindeuten, dass du gerade einen Schlaganfall erleidest oder er kurz bevorsteht. Solltest du ein solches Anzeichen oder sogar mehrere bei dir feststellen ist es ratsam so schnell wie möglich, einen Arzt zu kontaktieren.

Diese Symptome sind entscheidend:

  • Plötzliche Lähmung, insbesondere im Arm
  • Einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein, Gesicht, Zunge oder Mundraum
  • Einseitig herabhängender Mundwinkel
  • Sehstörungen bis hin zur vorübergehenden Erblindung
  • Sprachstörungen bis hin zum Verlust des Sprachvermögens
  • Verminderte Ausdrucksfähigkeit
  • Verständnisstörungen
  • Verwirrtheit
  • Hörverlust
  • Gleichgewichtsstörungen und Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit

Die Symptome treten nicht unbedingt alle gleichzeitig auf und dauern manchmal nur kurz an. Trotzdem solltest du die Warnsignale ernst nehmen und medizinisch abklären lassen und schlimme Folgen zu verhindern. Tatsächlich liegt das Zeitfenster vom Beginn der Symptome bei 4,5 Stunden, so die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft. Innerhalb dieses Zeitraumes muss die Behandlung in der Schlaganfall-Spezialstation, der sogenannten Stroke Unit, erfolgen.

Der FAST-Test: So kannst du einen Schlaganfall schnell erkennen

Bei einem Schlaganfall sind Teile des Hirns durch ein verstopftes Gefäß oder eine Hirnblutung von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten und sterben ab. Die Ursache dafür ist häufig Arteriosklerose. Der sogenannte FAST-Test hilft dir dabei, schnell zu erkennen, ob deinen Beschwerden ein Schlaganfall zugrunde liegen könnte:

  • F (Face/Gesicht): Beim Lächeln hängt ein Mundwinkel 
  • A (Arm): Beide Arme mit den Handflächen nach oben vorstrecken: Sinkt ein Arm ab?
  • S (Speech/Sprache): Klingt die Sprache schon beim einfachsten Satz verwaschen?

Gibt es Probleme mit einer der Aufgaben, besteht Schlaganfallverdacht:

  • T (Time/Zeit): Sofort Notruf 112 wählen!
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Schlaganfall-Warnsignale können schon 10 Jahre früher auftreten

Ein Schlaganfall entsteht nicht aus dem Nichts heraus. Einige Faktoren tragen zu seiner Entstehung bei. Manche davon lassen sich nicht oder nur schwer beeinflussen. Dazu zählt beispielsweise das Alter: Das Risiko für einen Schlaganfall nimmt mit den Lebensjahren zu. 

Eine im Fachmagazin Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry veröffentlichte Langzeitstudie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass Warnsignale für einen bevorstehenden Schlaganfall bereits 10 Jahre zuvor auftreten können. Für die Studie führten Forscher des Erasmus MC University Medical Center in Rotterdam über 26 Jahre hinweg (von 1990 bis 2016) alle vier Jahre kognitive und körperliche Untersuchungen an 14.000 Teilnehmern ab 45 Jahren durch. Diese absolvierten beispielsweise Gedächtnistests und gaben eine Selbsteinschätzung ab, wie gut sie Alltagstätigkeiten (zum Beispiel Einkaufen und Kochen) meistern konnten. Von den rund 14.000 Teilnehmern erlitten 1.662 Teilnehmer während des Studienzeitraums ihren ersten Schlaganfall.

Die Studienergebnisse verdeutlichten, dass erste Anzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall bereits bis zu zehn Jahre vorher auftreten können. Bei den Schlaganfall-Patienten kam es zu einem rascheren geistigen Verfall als bei den Teilnehmern, die keinen Schlaganfall erlitten. Die kognitiven Fähigkeiten verschlechterten sich bei den Betroffenen deutlich stärker. Auch Alltagsaufgaben konnten diese bereits zwei bis drei Jahre vor dem Schlaganfall schlechter erledigen.

Ebenfalls nicht beeinflussbar ist eine genetische Veranlagung. Man kann aber beispielsweise durch die Ernährung einem Schlaganfall effektiv vorbeugen. 

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