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Früherkennung

Früh Alzheimer und Demenz erkennen: Diese Rolle spielen deine Augen

Alzheimer ist mit 1,2 Millionen Betroffenen in Deutschland die häufigste Form von Demenz. Eine neue Methode soll bei der Früherkennung beider Krankheitsbilder helfen. Welche Rolle dabei deine Augen spielen, erfährst du in diesem Artikel.
 
Demenz erkennen an den Augen und Pupillen
Laut einer aktuellen Studie kann eine Untersuchung der Augen dabei helfen Alzheimer und Demenz früh zu erkennen. Foto: pixabay/Symbolbild
  • Alzheimer ist in Deutschland die häufigste Form der Demenz
  • Alzheimer und Demenz: Neue Methode zur Früherkennung
  • Studie bringt neue Erkenntnisse: Diese Rolle spielen deine Augen

Neue Methode zur Früherkennung von Alzheimer und Demenz: Eine neue Methode soll bei der Früherkennung beider Krankheitsbilder helfen. Unsere Augen beziehungsweise Pupillenbeweglichkeit spielen dabei eine große Rolle. Demnach verändert sich das Gehirn von Betroffenen schon lange vor dem Auftreten der ersten Symptome - und diese Veränderung schlägt sich auch in den Pupillenbewegungen nieder. 

Alzheimer und Demenz frühzeitig erkennen: Ein Blick in die Augen kann viel verraten

Laut einer neuen Studie der "University of San Diego" in Kalifornien, soll durch die eigenen Pupillenbewegungen ein erhöhtes genetisches Risiko für Alzheimer lange vor Eintritt der Symptome erkannt werden können.

Bei der Forschung nach Ursachen von Alzheimer wurde sich bisher auf zwei beitragende Faktoren beschränkt: Die Verklumpung eines Proteins - Tau - und die Ansammlung von Proteinplaques - Amyloid-Beta - im Gehirn. Forscher berichten, dass beide Faktoren mit der Abtötung von Neuronen im Hirn in Verbindung gebracht werden und somit zu einer fortschreitenden kognitiven Dysfunktion führen.

In einer neuen Studie, welche in der Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, wurde die Aufmerksamkeit nun nicht nur auf die auslösenden Faktoren der Krankheit gelegt, sondern auf eine neue Methode, die bei der Früherkennung helfen soll: Die Bewegung der Pupillen in Verbindung mit kognitiven Tests.

Demenz erkennen: Pupillenreaktion soll auf Alzheimer hinweisen

Die Pupillenreaktionen des Menschen werden vom Locus Coeruleus gesteuert. Hierbei handelt es sich um ein Neuronencluster im Hirnstamm. Dieser Teil des Gehirns ist für die Erregung und Regulierung der kognitiven Funktionen zuständig.

Das Protein "Tau", welches bei einer Erkrankung an Alzheimer nachweislich verklumpt, erscheint zuerst im Neuronencluster und ist stark mit der Wahrnehmung verbunden. Während die Testpatienten nun also kognitive Aufgaben erfüllen, steuert der Locus Coeruleus den sich ändernden Durchmesser der Pupillen. Hierbei konnte festgestellt werden, dass Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, und somit auch dem verklumpten Protein "Tau", eine größere Pupillenerweiterung und mehr kognitive Anstrengung aufzeigten, obwohl beide Testgruppen die gleichen Ergebnisse erzielten.

Durch die größere Pupillenerweiterung und kognitive Anstrengung konnten also leichte kognitive Beeinträchtigungen frühzeitig erkannt werden, obwohl an den Testergebnissen eigentlich keine Defizite zum Ergebnis der unbeeinträchtigten Testgruppe gesehen werden konnte.

Wie zuverlässig ist die Messung der Pupillenreaktion?

Da die Verknüpfung zwischen der Pupillenreaktion, dem Protein "Tau" und der Arbeit des Locus Coeruleus nachgewiesen werden konnte, kann die Beobachtung der Pupille laut der Forscher als Screening-Methode zur Früherkennung des erhöhten Alzheimerrisikos genutzt werden. Die Methode hilft, das Risiko der Krankheit zu erkennen, bevor Symptome auftreten und erleichtert so eine Behandlung.

Wissenschaftler arbeiten aber nicht nur an der verbesserten Früherkennung der Krankheit, sondern bemühen sich auch seit Jahren um ein Mittel zur Heilung. Nun scheint die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Alzheimer in greifbare Nähe gerückt zu sein.

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