• Volkskrankheit Fettleber: Jeder dritte Erwachsene leidet unter einer verfetteten Leber
  • Aktuelle Studie: Zucker kann Fettproduktion in Leber verdoppeln
  • Eine Erkrankung kann zu Leberzirrhose und Leberkrebs frühen
  • In Deutschland leidet jeder dritte Erwachsene an einer Fettleber

Eine Fettleber ist eine ernste Sache - denn die Leber ist ein unverzichtbares Organ im menschlichen Körper. Dennoch häufen sich die Fälle von Fettleberdiagnosen in Deutschland. Und das auch schon bei jungen Menschen. Fetteinlagerungen im Lebergewebe, welche im schlimmsten Fall zu einer Leberzirrhose oder Leberzellkrebs führen, sind nicht zu unterschätzen. In Deutschland hat etwa ein Drittel aller Erwachsenen bereits eine vergrößerte Leber so die Deutsche Leberstiftung.

Neue Studie zeigt: Zucker fördert Fettleber

In einer neuen Studie stellten Forscher der Universität Zürich (UHZ)  fest, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Fettleber auszubilden, Hand in Hand mit einem übermäßigen Zuckerkonsum steht. Dabei geht es nicht nur alleine um den gewöhnlichen Haushaltszucker. Wie es in einer offiziellen Mitteilung der Universität heißt, zeigten sich gerade die Auswirkungen von Fruchtzucker auf die Leber besonders aggressiv. 

Um das festzustellen wurden in einer Untersuchung rund 90 Personen in zwei Gruppen aufgeteilt und über sieben Wochen hinweg beobachtet. Die Ernährung der beiden Untersuchungsgruppen wurde entsprechend angepasst, um einheitliche Ergebnisse liefern zu können - die auch für sich sprachen. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Journal of Hepatology veröffentlicht. 

Der ersten Gruppe wurde ein spezielles zuckerhaltiges Getränk verabreicht, welches täglich getrunken werden musste. Dieses enthielt unterschiedliche Zusammensetzungen von Zuckerstoffen. Die andere Gruppe erhielt dies nicht. Bei der anschließenden Auswertung zeigte die erste Gruppe doppelt so hohe Fettproduktionswerte in der Leber wie die Vergleichsgruppe. Die Forscher sind sich außerdem einig, dass dies nichts mit der allgemeinen Kalorienzufuhr zu tun haben kann, da sich diese bei der Testgruppe nicht geändert hat, auch wenn sie das Zuckergetränk zu sich nahmen.

Mögliche Ursachen für eine Fettleber

Die Fettproduktion der Leber sei laut Studie zudem noch lange nach der Zufuhr von Zucker aktiv. Somit sei nicht nur der Konsum von großen Mengen besonders schädlich, sondern auch der moderate dauerhafte Konsum von bereits kleinen Mengen reicht aus, um die Leber längere Zeit durcheinander zu bringen. 

Grundsätzlich birgt eine unbemerkte Fettleber große Risiken. Im Falle einer Entzündung kann es zu einer Verhärtung des Gewebes kommen, welches die Funktionsfähigkeit des Organs einschränkt und verhindert, das es seinen üblichen Aufgaben nachkommt. 

Eine einfache Fettleber hingegen ist zwar ungünstig, führt aber nur seltenen Fällen zu einem Leberschaden. Um Fetteinlagerungen im Bereich der Leber voll und ganz zu verhindern, ist oft eine Umstellung des Lebensstils notwendig. Wie die Deutsche Leberstiftung berichtet, sind die häufigsten Auslöser der Organerkrankung folgende: 

  • falsche Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • starker Alkoholkonsum
  • Diabetes mellitus

Alkoholische Fettleber (AFL) oder nicht-alkoholische Fettleber (NAFL)

Im ersten Stadium der Erkrankung handelt es sich noch um eine reine Fettleber und keine Entzündung. In vielen Fällen wird sie als harmlose Begleiterscheinung von Übergewicht dargestellt und auch nur selten mit Schmerzen verbunden. Zu diesem Zeitpunkt sind die Fetteinlagen noch gut zu bekämpfen. In den meisten Fällen reicht schon eine einfache Diät, mehr Sport und die Abnahme des Körpergewichts.

Unbehandelt besteht allerdings das Risiko einer Leberentzündung. In diesem Fall unterscheidet man zwischen einer alkoholischen Fettleber (AFL) und einer nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL). Man geht davon aus, dass mehr als 90 Prozent aller Alkoholiker an einer Fettlebererkrankung leiden.

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Je nach Art der Fettleber wird nun die Ursache der Entzündung ergründet und ausgeschaltet. In aller Regel handelt es sich um das langsame reduzieren von Gewicht oder den Verzicht von Alkohol. 

Fettleber erkennen: Das sind die Symptome

Ein Leberverfettung tritt meist ohne Beschwerden auf. Häufig entdecken Ärzte eine Fettleber nur durch Zufall, wenn aus anderen Gründen gerade ein Bauch-Ultraschall gemacht wird. Eine Selbstdiagnose ist schwierig, da die Anzeichen meist unspezifisch sind. Die Apotheken-Umschau spricht von folgenden Symptomen: 

  • wenig Appetit
  • Müdigkeit
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Druckgefühl im rechten Oberbauch

Allerdings zeigen sich selbst bei einer Fettleberentzündung nur bei der Hälfte der Betroffenen unspezifische Anzeichen.

Fettleber entgiften: Mehr Sport und gesunde Ernährung

Die Entstehung einer Fettleber ist meist mit starkem Übergewicht verbunden, kann aber auch bei schlanken Menschen mit normalem Körpergewicht auftreten. Betroffen sind laut der Deutschen Leberhilfe folgende Personengruppen:

  • übergewichtige Personen
  • Diabetiker
  • Menschen mit Alkoholproblem
  • Frauen in den Wechseljahren
  • Patienten mit Lebererkrankungen
  • Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen müssen

Um die schwerwiegenden Folgen einer Leberverfettung zu vermeiden, sollte der Lebensstil angepasst werden. Hierzu gehören Sport, der Umstieg auf eine gesunde und ausgewogenen Ernährung und die Reduzierung des Alkoholkonsums. Im ersten Stadium reicht es bereits fünf bis sieben Prozent des Körpergewichts abzunehmen, um die Fetteinlagerungen wieder abzubauen, so der Norddeutsche Rundfunk. Dazu eignet sich beispielsweise die Sirtfood-Diät.

Bei der Entgiftung der Leber hilft auch die sogenannte Fettleber-Diät. Dabei wird radikal auf Zucker jeglicher Art und Alkohol verzichtet. Den Grundstock bilden Gemüse und Nahrungsmittel mit viel Eiweiß. Eine detaillierte Übersicht zur Fettleber-Diät finden Sie hier.

aa

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