• Eisenmangel wird häufig spät erkannt und kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen
  • Diese Symptome treten bei einem Eisenmangel auf
  • Bestimmte Personengruppen sind besonders gefährdet
  • Welche Lebensmittelenthalten besonders viel Eisen
  • Sollte man Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen?

Es gibt diese Tage, an denen fühlen wir uns einfach kraftlos und ausgelaugt, ohne eigentlich wirklich anstrengenden Tätigkeiten nachgegangen zu sein.  Manchmal liegt es am Wetter, andere Male am Abend zuvor und in gewissen Fällen kann auch der eigene Stoffwechsel eine große Rolle spielen. Die Rede ist von einem bestimmten Spurenelement: Eisen. Wenn dem Körper Eisen fehlt, können daraus ernsthafte Nebenwirkungen folgen, allerdings spürt man diese erst nach einer langen Zeit.

Welche Rolle spielt Eisen in unserem Körper?

Generell  befindet sich nicht viel Eisen in unserem Körper. Nach Angaben von verbraucherzentrale.de trägt der Mensch zwischen  zwei  und vier Gramm Eisen im Körper, davon 60 Prozent im Blut. Doch nur weil nicht viel Eisen im Körper ist, bedeutet das nicht, dass ein Mangel unwesentlich ausfällt. Als eine der zentralen Aufgaben von Eisen gilt die Bindung an Hämoglobin, den Farbstoff der roten Blutkörperchen. Das Eisen bindet dabei den Sauerstoff und verteilt diesen mithilfe der Blutkörperchen im gesamten Körper, wie netdoktor.de erläutert.

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"Außerdem spielt es bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen eine Schlüsselrolle", sagt  Professorin Georgia Metzgeroth, Oberärztin für Hämatologie und Onkologie an der Universitätsklinik Mannheim in der Frankfurter Rundschau (FR).  Ein Eisenmangel ist somit unweigerlich mit schweren Konsequenzen verbunden.  Doch obwohl die Folgen eines Eisenmangels fatal sein können, wird er oft erst nach längerer Zeit bemerkbar. 

Eisenmangel ist nach Angaben der FR sehr verbreitet. Professorin Metzgeroth erklärt dort, dass rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung Europas und 20 Prozent der Frauen in Europa unter einem Eisenmangel leiden.  Als erste Symptome treten Konzentrationsschwäche und Abgelegenheit auf, wie das österreichische Portal eisencheck.de  berichtet. Darauf folgen dann Haarausfall, brüchige Nägel und  eingerissene Mundwinkel. In bestimmten Fällen kann es sogar zu Anämie (Blutarmut) kommen, wovon nach Metzgeroth 0,6 Prozent der deutschen Bevölkerung betroffen ist.

Symptome von Eisenmangel: Wie kann man ihn vorzeitig erkennen?

Als weitere Symptome listet die Plattform internisten-im-netz.de, die vom Berufsverband deutscher Internisten ausgeht, folgende auf:

  • Blasse Haut, Hauttrockenheit oder Schleimhaut
  • Kurzatmigkeit
  • Ermüdbarkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen
  • Leistungsabfall
  • Vergesslichkeit
  • Konzentrationsstörungen, Nervosität, innere Unruhe
  • Appetitlosigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden
  • Schwächeanfälle, erhöhte Infektanfälligkeit
  • Störungen der Wärmeregulation: Kältegefühl
  • Brennende Zunge
  • Rissige Lippen
  • Schluckbeschwerden und Sodbrennen

Die Gründe für einen Eisenmangel können verschieden sein. Ganz vereinfacht gesagt, benötigt die durchschnittliche Person wie oben erklärt zwischen zwei und vier Gramm Eisen im Körper. Daher gilt: Wenn man zu viel Eisen verliert oder nicht genug aufnimmt, läuft man Gefahr, sich einem Eisenmangel auszusetzen.

Bestimmte Personengruppen haben ein besonderes Risiko, da sie mehr Eisen abgeben. Dazu gehören beispielsweise Frauen, da diese durch die Menstruation vermehrt Eisen verlieren oder auch  Kinder und Jugendliche im Wachstum. Aber auch  Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Morbus Crohn oder Ausdauersportler sind von einem höheren Eisenverbrauch betroffen.

Vorbeugung: Welche Lebensmittel erhalten besonders viel Eisen?

Die Eisenaufnahme erfolgt auch recht banal, wie bei den meisten Spurenelementen oder Vitaminen, durch die Ernährung. Insgesamt ist Frauen dazu von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung  (DGE) angeraten, bis zu 15 Milligramm Eisen pro Tag zu sich zu nehmen. Für Schwangere empfiehlt die DGE sogar bis zu 30 Milligramm. Männer sollten hingegen etwas weniger, rund zehn Milligramm pro Tag zu sich nehmen. Nur in ihrer Wachstumsphase steigt die täglich empfohlene Dosis auf 12 Milligramm an. 

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Doch was soll man nun eigentlich essen? Eisencheck.de zufolge besitzen vor allem Blutwurst, Schweineleber und Weizenkleie sehr hohe Eisenanteile in der Ernährung. Die FR fasst die Produkte etwas allgemeiner und nennt "Pfifferlinge, Spinat, Schwarzwurzeln, Linsen, Rindfleisch, Haferflocken, Roggen- sowie Weizenvollkornbrot" als geeignete Eisenlieferanten.

Einhergehend mit der Aufnahme von Eisen ist die Aufnahme von Stoffen wie Vitamin C, die bestimmte Eisenmoleküle entsprechend oxidieren können, um sie leichter aufnehmbar für den Körper zu machen. Denn es gilt: Eisen ist nicht gleich Eisen. Der Verbraucherzentrale zufolge hat die Nationale Verzehrstudie II  gezeigt, dass 14 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen nicht auf ihren benötigten Mindestbedarf kommen, da es sich jedoch beim eingenommenen Eisen um eine annehmbare Form handeln könnte, zieht dieses Verhalten nicht zwingend einen Eisenmangel nach sich.

Vorsicht: Auch zu viel Eisen kann schädlich sein

Daher sollte man auch mit Vorsicht agieren, bevor man  Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Wenn man die obigen Symptome bei sich wahrnehmen kann, sollte man sich  lieber nochmal vorerst an eine ärztliche Beratung wenden und nehme dann in Absprache mit dieser Nahrungsergänzungsmittel ein. Auch ein überhöhter Eisenhaushalt kann nämlich schwere Folgen haben. Nach Angaben von MSD Manuels  zählen zum Beispiel Darm-, Herz- oder Leberschäden zu möglichen Folgen.

Wenn man sich nicht sicher ist, wie der Status seines Eisenhaushaltes aussieht, so kann man diesen durch ein einfaches Blutbild beim Hausarzt oder der Hausärztin einsehen. Im Zweifelsfall und beim Auftreten von Symptomen ist ein Gespräch mit einer ärztlichen Beratung generell zu empfehlen.

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