• Heuschnupfen bekämpfen: Medizinischer Mundschutz hilft gegen Pollenallergien
  • Durch Corona-Masken wird die Häufigkeit von Allergiesymptome stark reduziert
  • Mit einer App können Sie außerdem besonders hoher Pollenbelastung aus dem Weg gehen

Triefende Nase, tränende Augen und lästiges Niesen: Allergien können äußerst unangenehm sein. Besonders Heuschnupfen ist deutschlandweit sehr verbreitet. Bei rund 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens Heuschnupfen diagnostiziert. Heuschnupfen dauerhaft und vollständig zu therapieren ist oftmals schwierig, deshalb wird meistens auf Medikamente und Hausmittel zur akuten Behandlung zurückgegriffen. Forscher haben nun herausgefunden, dass auch das Tragen eines medizinischen Mundschutzes gegen die Pollenallergie helfen soll.

Corona-Mundschutz hilft gegen Heuschnupfen: Reduktion der Allergiesymptome

In Zusammenarbeit haben die Techniker Krankenkasse und die Europäische Stiftung für Allergieforschung eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Corona-Masken auch vor starken allergischen Symptomen schützen können.

Unter kontrollierten Bedingungen wurden die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer ihren Allergenen ausgesetzt. Dabei wurden sowohl subjektive allergische Symptome der Nase, der Bronchien und der Augen als auch messbare Allergiesymptome erfasst, heißt es im Studienbericht. Die Behandlung löste bei allen Probanden ohne Maske starke Symptome aus, wohingegen bei Teilnehmern mit Maske die Symptome auf ein Drittel reduziert wurden. Die Beschwerden wurden durch FFP2-Masken und normale medizinische Masken gleichermaßen gemindert. 

Die Studie zeigt, dass Masken einen sehr wirksamen Schutz vor Heuschnupfen bieten. "FFP2-Masken und medizinische Masken können Allergiesymptome während einer Pollensaison deutlich reduzieren. Insbesondere die Beschwerden an der Nase und die Produktion von Nasensekret gehen zurück", erklärt Karl-Christian Bergmann, Vorsitzender der Stiftung Deutscher Polgeninformationsdienst. Die Masken würden die allergischen Symptome so stark lindern, dass das allgemeine Wohlbefinden nur noch gering gestört sei. "Dadurch erhalten Menschen mit Allergien ein Stück Lebensqualität zurück", so Bergmann. Außerdem vermutet der Professor, dass Allergiker durch das Tragen der Maske auch weniger Medikamente zu sich nehmen müssen. Welche Medikamente gegen Heuschnupfen sinnvoll sind, lesen Sie hier.

Allergie: Birkenpollen belasten die Luft am meisten

Am meisten würden Birkenpollen den Allergikern zu schaffen machen. Sie führen bei rund 40 Prozent der 12 Millionen erwachsenen Allergikerinnen und Allergiker zu Niesattacken, laufender Nase und Augenjucken. 

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Dagegen helfen soll eine App, die zusammen mit Bergmann und der Techniker Krankenkasse entwickelt wurde. Die "Husteblume"-App bietet Allergikern ein Rundumpaket an Informationen, wie beispielsweise den interaktiven Pollenflugkalender, welcher jedem Nutzer individuell angibt, wo und wann in seiner Region die Pollenbelastung am höchsten ist. 

"Wer weiß, wann 'seine' Pollen fliegen, kann sich besser auf die Situation einstellen und bei Bedarf zum richtigen Zeitpunkt die passenden Medikamente nehmen - und gegebenenfalls auch eine Maske tragen", so der Allergieforscher. "Wer seine Allergie kennt, leidet weniger." 

Fazit: Medizinische Masken helfen gegen Heuschnupfen

Ein Mundschutz hilft nachweislich gegen Heuschnupfen. Wenn Mund und Nase durch eine Maske bedeckt werden, dann wird die Menge an Pollen, die eingeatmet werden, deutlich geringer sein. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass die nasalen und möglicherweise auch die bronchialen Beschwerden gelindert werden.

Ein hundertprozentiger Schutz sei allerdings nicht gegeben, da die Augen weiterhin eine Angriffsfläche für Blütenstaub bieten. Wer allerdings den digitalen Pollenflugkalender, das Tragen einer Maske und geeignete Medikamente miteinander kombiniert, der hat gute Chance den Sommer ohne juckende Augen und verstopfe Nase zu überstehen.

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aa