• Langzeitfolgen nicht nur Sars-CoV-2 ("Long Covid")
  • Neben Corona haben auch Influenza, Windpocken, Masern und Scharlach schwere Folgen
  • Häufige Folgen: Schädigung von Hirn und Lunge

Die Forschung an Covid-19 hat gezeigt, dass das Virus einige Langzeitfolgen mit sich bringt, die unter dem Begriff "Long Covid" bekannt sind. Doch nicht nur Patienten des Coronavirus müssen mit langfristigen und schweren Folgen rechnen. Auch andere Infektionskrankheiten können einen Langzeiteffekt auf Ihre Gesundheit haben und dich monatelang verfolgen. Hier eine Auswahl:  

Covid-19

Eine Corona-Infektion kann sich mit mehreren Warnzeichen andeuten. Die häufigsten Symptome sind: 

  • Erschöpfung
  • Atemnot
  • Gelenk- und Brustschmerzen
  • Husten
  • Geruchsverlust

Über einige der Symptome klagen Patienten noch Wochen nach der Infektion. Fest steht: Das Virus greift nicht nur die Lunge an, sondern auch andere Organe und Nerven. Es gibt Berichte von Patienten, die lange nach einer Infektion am Guillain-Barré-Syndrom leiden, einer entzündlichen Nervenerkrankung mit Muskellähmungen.

Beobachtet werden Langzeitfolgen selbst bei symptomfreier Infektion. Zu den häufigsten Folgen gehören: 

  • Müdigkeit
  • Gedächtnisprobleme
  • Wortfindungsstörungen

Zudem können nach Entzündungsvorgängen durch eine überschießende Immunreaktion Organe wie Lunge, Niere oder Herz Schäden davontragen. 

Doch auch das Nervensystem soll nicht unbeschädigt bleiben. Studien haben diese neurologischen Folgen festgestellt:

  • Fatigue 
  • Kurzatmigkeit
  • Schnupfen
  • Schmerzen
  • Muskelschwäche
  • Depressionen und Angstzustände

Eine detaillierte Aufzählung der neurologischen Folgen finden Sie hier.

Influenza

Eine Grippe kommt plötzlich und bringt meist Fieber, Halsschmerzen, Husten, Muskel- oder Kopfschmerzen sowie eine allgemeine Schwäche mit sich. Während die Krankheit in der Regel fünf bis sieben Tage dauert, kann es auch lebensgefährliche Verläufe bis hin zum Tod geben - vorwiegend bei älteren Menschen und Kleinkindern.

Über die geschädigten Atemwege können weitere Krankheitserreger in den Körper eindringen. Dies kann zur Entstehung einiger langfristiger Folgen führen:

Forscher haben untersucht, woher die Ursache für die lebensgefährliche Lungenentzündung kommt. Das Ergebnis finden Sie hier.

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Eine Influenza kann außerdem zu Herzrhythmusstörungen, Herzschwächen oder Kreislaufschocks führen. Der einzig wirkliche Schutz ist aus Sicht von Medizinern die jährliche Impfung.

Windpocken

Sehr gefährlich ist es, wenn die typische Kinderkrankheit Windpocken Menschen mit geschwächtem Immunsystem befällt, etwa chronisch Kranke. Nach einer Ansteckung dauert es meist rund zwei Wochen, bevor erste Symptome auftreten. Dazu zählen beispielsweise Fieber und juckende Bläschen. Mögliche Langzeitfolgen von Windpocken sind:

  • Lungen- und Hirnentzündungen (Dies kann durch Aufkratzen des Hautausschlages entstehen, da so weitere Erreger in Ihren Körper gelangen können)
  • Gürtelrose

In der Regel ist man nach einer ersten Erkrankung lebenslang gegen Windpocken immun. Doch bleiben die Erreger im Körper. Noch Jahrzehnte später können sie reaktiviert werden und bei Erwachsenen mit abnehmender Immunität etwa eine Gürtelrose auslösen. Woran sie eine kommende Gürtelrose-Erkrankung erkennen, erfahren Sie hier. Ungeschützte stecken sich sehr leicht bei einem Erkrankten mit Windpocken an. Daher wird bereits im Kleinkindalter eine Zweifach-Impfung empfohlen.

Masern

Etwa sechs Wochen lang ist das Immunsystem nach einer Infektion mit dem hochansteckenden Masernvirus geschwächt. Dabei können weitere Erreger in den Körper eindringen. Mögliche langfristige Folgen: 

  • Mittelohrentzündungen
  • Bronchitis
  • Lungenentzündungen
  • Schädigung des zentralen Nervensystemastems

In den meisten Fällen heilen Masern jedoch problemlos aus. In einem von etwa 1000 Fällen kann es aber zu einer Hirnentzündung und einer Schädigung der Nerven kommen. Das ist teils tödlich, teils bleibt das Zentrale Nervensystem für immer geschädigt. Masern sollen außerdem das immunologische Gedächtnis angreifen und Teile dessen löschen.

Die unheilbare Hirnentzündung kann sich noch Jahre nach einer Masern-Erkrankung einstellen. Auch hier wird eine Zweifach-Impfung empfohlen. In Deutschland gilt eine Impfpflicht für Kinder in Kitas und Schulen.

Scharlach

Die Kinderkrankheit befällt auch Erwachsene. Noch im letzten Jahr meldete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen drastischen Anstieg der Fallzahlen. Akute Folgen sind:

  • Hautausschlag
  • Fieber
  • Halsschmerzen

In seltenen Fällen breitet sich die Infektion im Körper aus und zieht Erkrankungen wie Lungen- oder Mandelentzündungen nach sich. Eitrige Mittelohrentzündungen können bei einem nicht behandelten Scharlach zu Schwerhörigkeit führen.

Doch Masern können auch gefährliche rheumatische Spätfolgen mit sich bringen. Dazu gehören:

  • Entzündung der Kniegelenke
  • Entzündung am Herzen
  • Entzündung der Nieren

Dabei können bleibende Schäden entstehen. Komplikationen werden häufiger beobachtet, wenn Scharlach nicht richtig therapiert wird. Gegen die Infektion helfen Antibiotika wie Penizillin. Immun ist man aber nach einer überstandenen Krankheit nicht.

aa mit dpa

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