• Müssen sich auch Genesene impfen lassen?
  • Eine Impfdosis für Genesene ausreichend
  • Impfung frühstens sechs Monate nach Erkrankung empfohlen 

Die Impfkampagne in Deutschland macht weiterhin Fortschritte, inzwischen haben mehr als 56 Prozent der Bevölkerung die erste Impfdosis erhalten (Stand: 07. Juli 2021). Viele Fragen bleiben dabei weiterhin offen. Vor allem für Personen, die bereits an Covid-19 erkrankt waren und inzwischen als "genesen" gelten. 

Darum benötigen Genesene nur eine Impfdosis

In Deutschland zählen derzeit über 3,6 Millionen Menschen als Corona-"genesen" (Stand: 07. Juli 2021). Personen, bei denen eine Infektion mithilfe eines PCR-Tests oder eines Antigenkörpertests festgestellt wurde, sollen laut Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) trotzdem geimpft werden. Jedoch wird dafür nur eine Impfdosis benötigt. 

Welcher der zugelassenen Impfstoffe verabreicht wird, spielt dabei keine entscheidende Rolle. In Kombination mit der durchgemachten Erkrankung genügt schon eine weitere Impfdosis, um eine gute Immunantwort zu erhalten.

"Selbst Genesene, die nur noch ganz wenig Antikörper haben, reagieren auf eine Impfung so stark, dass sie danach so hohe Antikörperwerte haben wie Menschen nach der zweiten Impfung", wird Professor Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) von der dpa zitiert. Die Verabreichung einer zweiten Impfdosis hat in diesem Fall keinen größeren Effekt mehr auf die Schutzwirkung.

Impfung frühstens sechs Monate nach Genesung

Über den Zeitpunkt der Impfung herrscht Einigkeit: Wer als genesen gilt, sollte frühestens sechs Monate nach der Genesung eine Impfung in Erwägung ziehen. Doch auch zu einem späteren Zeitpunkt reicht laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) "eine Impfstoffdosis zur vollständigen Grundimmunisierung aus".