Franken
Gesundheit

Blasenkrebs: Diese Symptome sind eine deutliche Warnung

Blasenkrebs verhält sich in einem frühen Stadium unauffällig, bis dann Symptome wie rötlicher oder bräunlicher Urin, Beschwerden ähnlich einer Blasenentzündung und schließlich starke Schmerzen im Unterleib auftreten. Sollte man einen Verdacht haben, ist es wichtig, zum Arzt zu gehen und sich gegebenenfalls behandeln zu lassen.
 
Erste Anzeichen von Blasenkrebs sind rötlicher oder bräunlicher Urin, sowie Symptome, die ähnlich einer Blasenentzündung sind. Foto: silviarita/pixabay.com.
Erste Anzeichen von Blasenkrebs sind rötlicher oder bräunlicher Urin, sowie Symptome, die ähnlich einer Blasenentzündung sind. Foto: silviarita/pixabay.com.

Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI), erkrankten 2016 rund 492.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Die meisten der bösartigen Tumore befallen die Brustdrüse, die Prostata, den Dickdarm und die Lunge. Das RKI geht davon aus, dass die diagnostizierten Krebserkrankungen 2020 deutlich gestiegen sind. Auch an Blasenkrebs erkranken viele Menschen: 2016 wurde er bei 12.220 Männern festgestellt. Unter den Frauen erkrankten lediglich 4.250 daran. Männer erkranken also deutlich häufiger an Blasenkrebs als Frauen. 

Bei Blasenkrebs handelt es sich um einen bösartiger Tumor, der in der Blase sitzt. Er entsteht in der Blasenschleimhaut und bildet unbehandelt Metastasen im ganzen Körper aus. Als Risikofaktor wird Rauchen angesehen. 

Diese Symptome weisen auf Blasenkrebs hin

Zu Beginn verhält sich ein bösartiger Tumor der Blase unauffällig. Mit der Zeit treten jedoch Symptome auf, auf die der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums auf seiner Website hinweist. Diese Symptome variieren, je nachdem, wie stark der Blasenkrebs fortgeschritten ist. 

Symptome von Blasenkrebs in einem frühen Stadium

  • Der Urin ist rötlich oder bräunlich gefärbt, das Wasserlassen ist jedoch schmerzlos.
  • Die Betroffenen vermuten eine Blasenentzündung, denn sie haben häufigen Harndrang, ohne dass jedoch tatsächlich Urin kommt.

Symptome von Blasenkrebs in einem späten Stadium

  • Es entstehen Schmerzen im Unterleib oder an den Nieren.
  • Die Lymphknoten können sich vergrößern, wenn der Tumor bereits Metastasen gestreut hat. Außerdem können Schwellungen entstehen, wenn sich der Tumor auf die Venen oder die Lymphbahnen ausbreitet.
  • Es kann ebenfalls zu Schmerzen in den Knochen kommen.
Buchtipp: Krebszellen mögen keine Himbeeren - bei Amazon anschauen

Verdacht auf Blasenkrebs: Wie gehe ich nun vor?

Haben Sie Blut im Urin oder ungewohnte Schmerzen im Unterleib, sollten Sie definitiv zum Arzt gehen - im ersten Schritt zu Ihrem Hausarzt. Frauen können sich auch an eine gynäkologische Praxis wenden. Der Arzt hört sich Ihre Beschwerden an und überweist Sie gegebenenfalls an eine urologische Praxis oder in eine Klinik, die auf diese Thematik spezialisiert ist. Bei der körperlichen Untersuchung wird die Gegend um die Nieren und der Bauch abgetastet - das Problem hierbei: Blasentumore lassen sich erst deutlich ertasten, wenn sie schon eine beträchtliche Größe erreicht haben. Deshalb wird zusätzlich der Urin im Labor untersucht, wobei im Urin enthaltene Krebszellen festgestellt werden können.

Zusätzlich dazu wird eine Ultraschalluntersuchung des Unterleibs durchgeführt. So lassen sich eventuelle Veränderungen der Blase und der umliegenden Organe erkennen. Um endgültige Sicherheit zu erlangen, ob ein Tumor vorliegt oder nicht, wird eine Blasenspiegelung durchgeführt. Bei der sogenannten Urethro-Zystoskopie wird sowohl die Harnblase, als auch die Harnröhre gespiegelt. Dabei wird die Schleimhaut der Blase untersucht und gegebenenfalls eine Gewebeprobe entnommen. Wenn der Tumor schon in einem weiter fortgeschrittenen Stadium ist, kommen außerdem der Magnetresonanztomograph (MRT) und eine CT-Urographie zum Einsatz, um die Blase und den Unterleib besser untersuchen zu können. 

So wird Blasenkrebs behandelt

Wächst der Tumor nur recht oberflächlich an der Harnblase, bestehen sehr gute Behandlungschancen. In manchen Fällen kann der Tumor sogar über die Harnröhre entnommen werden Problematisch ist es jedoch, wenn der Tumor tiefer in das Blasengewebe eindringt - hier bleibt in einigen Fällen nur noch die vollständige Entfernung der Harnblase. Als Ersatz der befallenen Harnblase bekommen die Betroffenen eine künstliche Harnableitung, die außerhalb des Körpers liegt und beispielsweise über eine Öffnung an der Bauchdecke den Urin ableitet. Zudem kann der Urin auch über den Darm oder über die Harnröhre "umgeleitet" werden. 

Die Heilungschancen sind gut, wenn das Tumorwachstum noch nicht weit fortgeschritten ist. Wenn sich Metastasen jedoch schon über die Harnblase hinweg ausgebreitet haben, wird eine Behandlung sehr viel aufwendiger. 

Wer zählt zur Risikogruppe?

Wer raucht, zählt definitiv zur Risikogruppe, an Blasenkrebs zu erkranken - geschätzt die Hälfte der an Blasenkrebs* erkrankten Menschen sind Raucher*. Die Gefährlichkeit des Tabaks liegt an den enthaltenen Giftstoffen der aromatischen Amine: Diese sind "kanzerogen", also krebserregend. Die Giftstoffe gelangen über die Nieren auch in die Blase und können dort ihren Schaden anrichten - besonders wenn über Jahre hinweg geraucht wird. Allerdings sind auch Passiv-Raucher diesem Risiko ausgesetzt. Doch auch Risiken, denen man am Arbeitsplatz ausgesetzt ist, können verantwortlich für eine Blasenkrebs-Erkrankung sein. Beispielsweise, wenn man giftigen Stoffen ungeschützt ausgesetzt ist.

Des Weiteren können auch Medikament Schuld an der Erkrankung sein: Diabetes-Medikamente, die Pioglitazon enthalten, sind vermutlich krebserregend - und weiterhin auf dem Markt. Auch eine chronische Entzündung der Blasenschleimhaut wirkt sich offenbar förderlich auf ein Tumorwachstum aus. Zudem können Betroffene auch genetisch vorbelastet sein, unter giftigen Umwelteinflüssen leiden oder der Blasenkrebs kann als Spätfolge einer Strahlentherapie auftreten. Schlussendlich soll sich auch ein ungesunder Lebensstil negativ auf den Schutz vor Blasentumoren auswirken - groß angelegte Studien dazu gibt es noch nicht. 

Häufigkeit von Blasenkrebs in Deutschland

Die neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu der Häufigkeit von Blasenkrebs in Deutschland stammen von 2016. Insgesamt erkrankten 12.200 Männer und 4.250 Frauen 2016 an Blasenkrebs. Das bedeutet, dass pro 100.000 Menschen etwa 18,4 Männer und 5 Frauen erkrankten. Fast 1.900 Frauen starben daran, bei den Männern waren es über 4.000. Knapp die Hälfte der erkrankten Männer überleben die kommenden zehn Jahre nach der Erkrankung, bei den Frauen sind es 41 Prozent. Die Erkrankungs- und Sterberate von Männern ist seit den 1990er-Jahren jedoch rückläufig - vermutlich wegen des zurückgehenden Tabakkonsums.

Ratgeber zu Blasenkrebs finden Sie auf Amazon

Fazit: Achten Sie auf Verfärbungen des Urins

Problematisch am Blasenkrebs* ist, dass er sich erst in fortgeschrittenen Stadien bemerkbar macht. Sie sollten auf rötliche und bräunliche Verfärbungen des Urins achten. Außerdem zeigen sich auch Beschwerden ähnlich einer Blasenentzündung. In einem späten Stadium treten starke Schmerzen des Unterleibs, der Nieren, aber auch der Knochen auf. Zudem können auch die Lymphknoten anschwellen. Zu den Hauptrisikofaktoren zählt Rauchen*- aus diesem Grund erkranken vermeintlich mehr Männer an Blasenkrebs als Frauen.

 

Verpasse nichts auf der neuen Facebook-Seite „Schon gewusst?“

 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.