• Immunsystem und Menstruation: Welchen Zusammenhang gibt es?
  • Studie zeigt: Sexualhormone spielen wichtige Rolle bei Periode
  • Zyklen im Überblick: Körper durchlebt drei Phasen

Viele Frauen werden kurz vor dem Einsetzen ihrer Periode plötzlich krank, bekommen beispielsweise eine Erkältung oder liegen mit Grippe im Bett. Doch ist das ein Zufall? Studien haben ergeben, dass der weibliche Zyklus tatsächlich starke Auswirkungen auf das Immunsystem hat. 

Erkältet vor Einsetzen der Periode: Auch das Immunsystem durchläuft einen Zyklus

Das Immunsystem schützt den Körper vor äußeren Eindringlingen und unerwünschten körperfremden Stoffen. Es neutralisiert schädliche Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze und bekämpft krankhafte Veränderungen von Zellen. Ohne die körpereigene Abwehr, die wie eine Armee aus kleinen "Aufpasser"-Zellen arbeitet, wären Menschen diesen Gefahren schutzlos ausgeliefert und könnten wegen der kleinsten Infektion schwer erkranken.

Bei einem gesunden Menschen befindet sich das Immunsystem immer in Balance. Es ist weder "unteraktiv", denn dann lässt es schlechte Zellen unbemerkt in unseren Körper, noch ist es "überaktiv" und attackiert körpereigene gesunde Zellen.

Studien haben ergeben, dass die Immunfunktion unseres Körpers in einer engen Beziehung zu den Sexualhormonen Östrogen, Progesteron und Testosteron steht. Das sei einer Studie, die im Fachmagazin National Library of Medicine erschienen ist, der Grund dafür, dass während des monatlichen Menstruationszyklus auch das Immunsystem einen Zyklus durchlebt. Dabei würde das Östrogen mit den Immunzellen interagieren, um eine zyklusbedingte Schutzwirkung zu schaffen. Diese Funktion soll der Reproduktion dienen, um Viren und Bakterien bei einer möglichen Befruchtung abzutöten. Anschließend wird durch den Abfall des Östrogenspiegels das Immunsystem heruntergefahren, damit Immunzellen die neu befruchtete Eizelle nicht angreifen.

Die Menstruationszyklen im Überblick

  • In der Follikelphase, also der ersten Zyklushälfte, die etwa 14 Tage dauert, steigt der Östrogenspiegel und damit auch die Immunfunktion. In der Periode kurz vor dem Eisprung soll der Körper vor schädlichen Eindringlingen geschützt werden, damit er gesund genug ist, um schwanger zu werden.
  • Um die Zeit des Eisprungs herum, also nach der etwa 14-tägigen Follikelphase, singt der Östrogenspiegel ab und der Progesteronspiegel steigt. Dieser Vorgang führt dazu, dass das Immunsystem leicht heruntergefahren wird. Dadruch wird verhindert, dass die Immunzellen eine neu befruchtete Eizelle angreifen.
  • Im Verlauf der Lutealphase, der zweiten Zyklushälfte, nach dem Eisprung bis zum Start der Periode, steigen sowohl Östrogen als auch Progesteron an. Wurde eine Eizelle befruchtet, bleibt das Östrogen weiterhin erhöht. Kommt es jedoch zu keiner Schwangerschaft, fallen sowohl der Östrogen- also auch der Progesteronspiegel gegen Ende des Zyklus auf ihren niedrigsten Stand zurück. Dadurch wird die Immunfunktion wieder stark reduziert und man ist anfälliger für Krankheiten.

Um den menschlichen Körper gesund zu halten, wird der Zyklus des Immunsystems also sehr stark von dem hormonellen Zyklus beeinflusst. Doch das sind völlig normale Prozesse des weiblichen Körpers.

Unabhängig von unserem Immunsystem leiden viele Frauen unter starken Schmerzen während ihrer Periode. Hilfreiche Tipps, die Schmerzen zu lindern, findest du hier.

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