Wer einen guten Schlaf haben möchte, der braucht ein gemütliches Kopfkissen. Die Auswahl für das perfekte Kissen ist grenzenlos: Es gibt sie in allen möglichen Formen, Farben und mit unterschiedlichen Füllungen. Welche Art von Kissen sich letztlich am besten anfühlt, muss jeder selbst entscheiden. Welche Kissen allerdings mit Schadstoffen belastet sind, das hat das Verbrauchermagazin "ÖKO-TEST"nun herausgefunden.

Kopfkissen: Naturfüllung vs. Synthetische Füllung

Getestet wurden 20 normale Kopfkissen im Format 80 auf 40 Zentimeter. Die Kissen unterschieden sich vor allem durch ihre Füllung: Von den 20 Testobjekten hatten 13 Stück eine synthetische Füllung und sieben Stück eine natürliche Füllung aus Wolle oder Naturlatex. Unter anderem wurde geprüft, welche möglichen gesundheits- oder umweltschädlichen Inhaltsstoffe im Innenleben der Kissen enthalten seien könnten.

Die Untersuchung kamen zu folgendem Ergebnis: Die Kissen mit einer Naturfüllung schnitten durchgehend positiv ab. Es gab kaum Mäkel, die zu bemängeln waren. Laut ÖKO-TEST könne man die Produkte mit natürlicher Füllung bedenkenlos weiterempfehlen. Bei den Kopfkissen mit synthetischer Füllung sah es anders aus.

Kissen enthalten giftigen Krankheitserreger

Von den 13 getesteten synthetischen Kopfkissen war nur eines komplett frei von Schadstoffen. Im Rest konnten Rückstände des giftige Halbmetalls Antimon gefunden werden, welches bei den Produktionsabläufen der Kopfkissen entstehen kann. Laut ÖKO-TEST sei die Entstehung des Schadstoffs vermeidbar und käme nur bei einem schlampigen Herstellungsprozess vor. Das Halbmetall bildet sich vor allem bei der Anfertigung von Polyester und wurde in Tierversuchen als (vermutlich) tumor- und krebserregend eingestuft, sollte es eingeatmet werden. Die Konzentrationsmengen seien laut ÖKO-TEST allerdings so gering, dass keine akute Krankheitsgefahr bestehe.

Kopfkissen im Test: So reagierten die Kissenhersteller

Einige Kopfkissenhersteller äußerten sich zu den Ergebnissen des Tests. Die Anbieter reagierten überwiegend positiv und versprachen in Zukunft weiter an der Minimierung des Antimongehalts der Kissenfasern zu arbeiten. Einig Ausnahmen antworteten uneinsichtig und verwiesen darauf, dass die eigenen und gesetzlichen Anforderungen eingehalten würden.

Auch in einigen "Liebesspielzeugen" konnte Stiftung Warentest giftige Schadstoffe feststellen

Sie kommen naturgemäß mit dem Körper in Kontakt und sollten deshalb möglichst keine Schadstoffe enthalten. Doch bei vielen Sexspielzeugen ist das Gegenteil der Fall, warnt Stiftung Warentest. Probleme gibt es dabei über alle Preisklassen hinweg - nicht nur bei Billigware.