Ketchup im Test: Der Sommer steht bevor, die Grillsaison beginnt - da darf das Ketchup zur Bratwurst nicht fehlen. Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe (5/2019) 19 Tomaten-Ketchups getestet, darunter "Heinz-Ketchup", "Werder Feinkost" sowie vier Biomarken. Das Ergebnis: Alle Produkte schnitten gut oder befriedigend ab - der Zuckergehalt überraschte jedoch.

Heinz-Ketchups schneiden schlecht ab

Laut Spiegel Online schlossen die Bio-Ketchups von "Alnatura", "Bio Zentrale" und "Denn's Biomarkt" am besten ab. Am schlechtesten bewerteten die Tester das zuckerreduzierte "Heinz-Ketchup" (Note 3,1) und das "Heinz-Kinderketchup" (Note 3,4). Auch das Standard-Ketchup von Heinz erhielt einen Platz im hinteren Mittelfeld - so Spiegel Online. Mit 27 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthält es den meisten Zucker.

Bei beiden Ketchups ersetzte der Hersteller einen Teil des Zuckers durch sogenannte "Steviolglykoside": Den Testern zu folge schmeckt das Ketchup dadurch zu sehr nach Essig. Hinter beiden steckt außerdem das gleiche Rezept - das Kinder-Ketchup kostet jedoch sechs Cent pro Milliliter mehr.

"Heinz" begründet den Preis mit einem größeren logistischen Aufwand wegen der kleineren Verpackungsgröße. Das Kinder-Ketchup ist mit 23 Cent pro hundert Milliliter zudem deutlich teurer als das Ketchup des Testsiegers "Alnatura".

Aldi schummelt mit dem Tomatenanteil

Das beste Discounter-Ketchup kommt von Lidl. Etwas schlechter schnitten die Produkte von Penny, Aldi Süd und Aldi Nord ab. Aldi warb mit einem besonders hohen Gehalt von Tomatenmark, im Test zeigte sich jedoch etwas anderes. Die Angabe ist wohl reichlich geschönt, der Anteil an Tomatenmark war sogar unterdurchschnittlich - so Spiegel Online.

Die Zuckeranteil der getesteten Tomaten-Ketchups variiert deutlich

Laut der Deutschen-Presse-Agentur variierte die Zuckermenge der gestesteten Ketchups deutlich - zwischen 14 und 27 Gramm pro 100 Milliliter. Da Ketchup meist aber nur in geringen Mengen auf den Teller kommt, ist der Zuckergehalt nicht so ausschlaggebend. Nach Angaben der Tester wirken sich gezuckerte Getränke oder fettiges Essen viel mehr auf den eigenen Zucker- und Kalorienverbrauch aus.

Kinder-Ketchups nicht zu empfehlen

Spezielle Kinder-Ketchups, die teils Agavendicksaft statt Zucker enthalten, müssen Familien nach Auffassung der Warentester nicht kaufen - so die dpa. Die Produkte für die Kleinen enthalten kaum weniger Kalorien, waren aber häufig teurer als herkömmliche Ketchups. Kinder können also ohne Bedenken auch "Erwachsenenketchup" essen.

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ln/tu