München
Hygiene

Keime auf Autobahntoiletten: Hygienespray gehört ins Gepäck

Beim Reisen auf der Autobahn sollte ein Desinfektionsmittel immer dabei sein, denn Tests zeigen, dass die Toiletten auf Rastanlagen in teilweise besorgniserregendem Zustand sind, was die Keimbelastung angeht.
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Beim Reisen auf der Autobahn sollte ein Desinfektionsmittel immer dabei sein, denn Tests zeigen, dass die Toiletten auf Rastanlagen in teilweise besorgniserregendem Zustand sind, was die Keimbelastung angeht.  Foto: Bernd Thissen dpa/lnw
Beim Reisen auf der Autobahn sollte ein Desinfektionsmittel immer dabei sein, denn Tests zeigen, dass die Toiletten auf Rastanlagen in teilweise besorgniserregendem Zustand sind, was die Keimbelastung angeht. Foto: Bernd Thissen dpa/lnw
Keime auf Klobrillen und Wickelauflagen - weil die Sanitäreinrichtungen auf manchen Rastanlagen verschmutzt sind, haben Autofahrer besser immer Desinfektionsmittel dabei. Das belegen schon lange Tests wie etwa vom ADAC, bei dem der Club 2013 insgesamt 40 Betriebe entlang wichtiger Reiserouten unter die Lupe genommen hat: Bei mehr als einem Viertel (elf Betriebe) kam er zu besorgniserregenden Testergebnissen.

Bevor Eltern ihre Kleinkinder auf einer Autobahnrastanlage wickeln, sollten sie die Wickelunterlagen mit einem Desinfektionsspray behandeln, empfiehlt ADAC-Sprecherin Sabine Behr. Auch Klobrillen sollten vor der Toilettenbenutzung gereinigt werden. "In den meisten Anlagen stehen Sprays zwar zur Nutzung zur Verfügung." Wer aber auf Nummer sicher gehen will, nehme entsprechende Mittel wie Sprays oder Desinfektionstücher mit auf Reisen. "Eltern sollten ihre Kinder davon abhalten, Klobrillen anzufassen - und generell gilt: immer gut die Hände waschen. Über die Hände übertragen sich die meisten Erreger."

Bei dem Test ließ der ADAC unter anderem die Sauberkeit von Toilettensitzen, Türklinken und Wickelauflagen analysieren. Die elf gerügten Betriebe erhielten in diesem Punkt die Noten "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft". Mit sogenannten Abklatschproben ließ der ADAC nach Fäkalkeimen und Erregern von Wundinfektionen suchen, zu denen beispielsweise Salmonellen oder Rotaviren zählen.

Positive Befunde bedeuteten allerdings nicht, dass Besucher der Sanitäranlagen gleich krank würden, betonte Behr. "Selbst bei erhöhter Keimzahl kommt es immer auf den Gesundheitszustand des Betroffenen an." Einem erhöhten Risiko seien neben Kindern auch Ältere ausgesetzt sowie Menschen mit schwachem Immunsystem oder Vorerkrankungen.

"Möglich sind Magen-Darm- oder auch Harnwegsinfekte wie eine Blasenentzündung", erklärte die ADAC-Sprecherin. Kinder könnten sich auf schlecht gereinigten Wickeltischen Hautinfektionen einhandeln. "Auch Bindehautentzündungen sind denkbar, wenn der Erreger von der Türklinke über die Hände in die Augen gerät."


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