• Was ist eine Katzenhaarallergie?
  • Was sind die Symptome?
  • Wie kann man sie behandeln?
  • Wer ist betroffen?

Für viele Menschen sind Katzen einfach nicht aus ihrem Leben wegzudenken. Doch bei manch anderem löst allein der Gedanke schon Niesreiz aus. Eine Katzenhaarallergie: Die Augen schwellen zu, es juckt. Was kann man jetzt tun? 

Was ist eine Katzenhaarallergie? Und was kann man dagegen tun?

Zunächst einmal ist der Begriff nicht ganz richtig, die Allergie tritt nicht durch die Haare an sich auf. Es sind die Allergene, die von der Katze über ihre Drüsen ausgeschieden werden. Da eine Katze sich ständig zu putzen scheint, werden diese Allergene durch das Lecken auf das Fell übertragen. Dann haften sie an Hautschuppen und den Haaren, werden so auf den Hausstaub übertragen und sind damit schnell in der ganzen Wohnung verteilt. Doch damit erschöpft es sich nicht, denn die Allergene werden auch auf die Kleidung der Katzenbesitzer übertragen, die sie dann überall weiter verteilen. Sie sind äußerst langlebig und schwebefähig. Aufgenommen werden sie meist über die Atemluft.

Die typischen Symptome bei Katzenhaarallergie:

  • gerötete Augen
  • tränende und brennende Augen
  • allergischer Schnupfen
  • Nies- und Hustenreiz
  • Kratzen im Hals
  • Schwellungen, Juckreiz und Rötungen der Haut
  • Konzentrations- und Schlafstörungen
  • Atemnot und allergisches Asthma

Vor allem sensible Menschen reagieren sehr schnell und oft auch heftig, sogar da, wo sich schon lange keine Katze mehr aufhält. Doch was kannst du tun? Bestimmte antiallergische Mittel können schnelle Hilfe leisten, wie zum Beispiel Antihistaminika oder Kortison. Allerdings sind das nur Mittel, um Symptome zu mildern. Die wirkliche Ursache wird nicht bekämpft, hier kann unter Umständen eine Hyposensibilisierung Abhilfe schaffen, auf die dann eine spezifische Immuntherapie folgt. Nach drei bis fünf Tagen kann im Idealfall das Verschwinden der allergischen Beschwerden erreicht werden.

Besonders tragisch: Eine solche Allergie kann auch erst nach Jahren, die man mit der Katze verbringt, auftreten. Wichtig ist, dass du immer regelmäßig die Wohnung reinigst, so gut es geht. Doch die Allergene sitzen nicht nur auf den Möbeln oder im Teppich, sie sind an Vorhängen und auch Tapeten zu finden, es ist fast unmöglich, sie zu beseitigen.

Was kannst du noch tun? Musst du dich von deinem Stubentiger trennen?

Es ist tragisch. Oft kannst du die Allergie nur besiegen, indem du dich von deinem Liebling trennst. Grundsätzlich solltest du, wenn du besonders stark unter der Allergie leidest, jeglichen direkten Kontakt mit einer Katze vermeiden. Doch das allein kann unter Umständen nicht ausreichen: Wenn du besonders sensibel bist, kannst du bereits einen Schub erleiden, wenn du Besuch von einem Katzenbesitzer bekommst, denn diese bringen die Allergene zwangsläufig mit. Es gibt allerdings auch Methoden, um deine Allergie zu mildern und dir deinen kleinen Liebling doch zu erhalten. 

  • Schaffe katzenfreie Räume, in denen du dich erholen kannst
  • Lüfte täglich die Wohnung
  • Wasche dir nach jedem Streicheln gründlich die Hände
  • Überlasse die Fellpflege einer anderen Person
  • Halte die Wohnung so sauber wie möglich
  • Setze einen Raumluftfilter ein
  • Verwende einen Staubsauger speziell für Allergiker
  • Entferne unnötige Staubfänger

All das ist keine Garantie, dass du nicht doch immer wieder darunter leidest. Die Frage, die du dir stellen musst: Worunter leide ich mehr? Unter der Allergie oder unter der Trennung von deiner Katze. Nicht zu vergessen, dass auch die Katze unter der Trennung leiden wird. 

Und: Nicht auf jede Katze reagiert man allergisch. Wenn du also weißt, dass du möglicherweise eine solche Allergie hast, du aber trotzdem ein Fellknäuel als Gesellschaft möchtest, musst du einfach ausprobieren. Verbringe eine gewisse Zeit mit einer Katze, die möglicherweise bei dir einziehen könnte. Wiederhole das mehrmals in Abständen. Wenn sich keine Symptome zeigen, dann hast du den Glücksgriff getan.