• Kalk im Wasser: Wissenswertes
  • Effekte von kalkhaltigem Wasser
  • Gegenmaßnahmen
  • Fazit

Du hast kalkhaltiges Wasser und eine trockene Haut? Besonders dann, wenn du einmal in einer anderen Region in Deutschland unterwegs bist, kann es sein, dass das Wasser kalkhaltiger als bei dir zu Hause ist und du Veränderungen auf deiner Haut feststellen kannst. Hier stellt sich berechtigterweise die Frage, ob es einen Zusammenhang gibt und was du tun kannst.

Grundlagen zum Kalk im Wasser und seine Effekte

Möchtest du den Zusammenhang von kalkhaltigem Wasser und trockener Haut verstehen, ist zunächst interessant, was Kalk überhaupt ist und woher dieser im Wasser kommt. Im Wasser ist Kalk vollständig gelöst und entsteht grundlegend dadurch, dass sich Mineralien mit dem im Wasser gelösten Kohlendioxid verbinden. Bei den Mineralien handelt es sich vorwiegend um Calcium und Magnesium. Dementsprechend ist Kalk ein Bestandteil der Wasserhärte: Je mehr der Erdalkalimetallionen sich im Wasser befinden, umso höher ist die Gesamthärte des Wassers.

Je nach Region ist die Wasserhärte unterschiedlich. Von einer hohen Wasserhärte spricht man dann, wenn die Wasserhärte über 14 °dH liegt. Das Kürzel "°dH" steht für Deutsche Härtegrade. Von mittelhartem Wasser spricht man bei einer Wasserhärte von 8,5-14 °dH, weiches Wasser hat eine Wasserhärte von weniger als 8,4 °dH. Kalk im Wasser ist an sich sogar gesund für unseren Körper - zumindest von innen. Denn die enthaltenen Mineralien sind für den Aufbau von Knochen, Zähnen und Muskeln essenziell. Somit gilt es sogar als gesund, wenn du kalkhaltiges Wasser in Deutschland trinkst. Immerhin wird die Wasserqualität des Leitungswassers in Deutschland regelmäßig von den Gesundheitsbehörden und Wasserversorgern kontrolliert. Doch welchen Einfluss hat die Wasserhärte auf unsere Haut?

Bisher bekannt ist bereits, dass hartes Wasser Rückstände auf Haushaltsgeräten wie dem Wasserkocher hinterlassen. Doch auch auf der Haut können Mineralrückstände zurückbleiben. Für den Körper bedeuten diese Kalkrückstände eine trockenere Haut, die leichter irritiert werden kann und eine Begünstigung von Ekzemen. Dies belegen bereits englischsprachige Studien, worauf unter anderem auch die National Eczema Association aufmerksam macht.

Kalk im Wasser: weitere Effekte und Maßnahmen

Das kalkhaltige Wasser, so bereits eine Studie der American Academy of Allergy, Asthma & Immunology im Jahr 2016, sei dabei ebenso wie chlorhaltiges Wasser ein Risikofaktor für Neurodermitis im Kindesalter. Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, die sich insbesondere durch einen Hautausschlag und Jucken bemerkbar macht. Dieser Juckreiz kann die Lebensqualität beeinträchtigen, indem beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit nachlässt oder der Schlaf durch das Jucken gestört wird. Überdies kann der Kalk unsere Poren verstopfen, was im Umkehrschluss Hautunreinheiten begünstigt.

Mit einem Blick auf den Konsum von Gesichts-, Haar- und Körper-Reinigungsprodukten zeichnet sich meist ein höherer Verbrauch ab. Wäschst du dich also mit sehr hartem, kalkhaltigem Wasser, benötigst du in der Regel eine größere Produktmenge. Dasselbe gilt für die Wirkung von Putzmitteln: Je kalkhaltiger das Wasser, desto mehr wird davon benötigt.

Allerdings bist du gegen extrem kalkhaltiges Wasser nicht völlig machtlos: Beispielsweise kannst du eine Entkalkungsanlage im Haus einbauen oder direkt am Wasserhahn einen Kalk-Filteraufsatz anbringen. Beim Duschen empfiehlt es sich bei kalkhaltigem Wasser umso mehr, nicht zu heiß und nicht zu lange zu duschen. Tust du dies, trocknet deine Haut umso mehr aus. Nach dem Duschen ist es ratsam, eine pflegende Lotion und Gesichtscreme aufzutragen, um dem Austrocknen entgegenzuwirken. Bei besonders empfindlicher Haut ist es wichtig, milde, hautschonende und parfümfreie Produkte zu wählen.

Fazit

Möchtest du herausfinden, wie kalkhaltig das Wasser bei dir zu Hause ist, kannst du einfach bei deinem örtlichen Wasserversorger nachfragen. In einigen Fällen lohnt es sich, Maßnahmen gegen Kalk zu ergreifen. Grundsätzlich hilft es häufig schon, wenn du nach dem Duschen auf die richtige Hautpflege achtest, um dem austrocknenden Effekt entgegenzuwirken. Schädlich für unseren Organismus ist das kalkhaltige Wasser nicht.

Lesetipp: Kalkhaltiges Leitungswasser trinken - Wie schädlich ist das für deinen Körper?