Katzen-Parasit gefährlicher als angenommen: Der Parasit "Toxoplasma gondii" ist bei Katzen weit verbreitet. Mittlerweile hat sich der Erreger auch bei Menschen breit gemacht. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Parasit zu weit mehr in der Lage ist, als zunächst angenommen.


Harmloser Katzen-Parasit? Forscher mit neuen Erkenntnissen

"Toxoplasma gondii" befällt jeden dritten Menschen in Deutschland. Der Parasit kann die Krankheit "Toxoplasmose" übertragen. Die gefährliche Erkrankung kann Organe wie beispielsweise das Gehirn befallen. Die Übertragung von "Toxoplasmose" durch den Parasit tritt allerdings nur einem von zehn Fällen auf.

Kommt es zu einem solchen Fall, verstecken sich sogenannte "Toxoplasmen" in Zellen des menschlichen Immunsystems. So kann die Blut-Hirn-Schranke überwunden werden. Diese Schranke schützt das Gehirn normalerweise vor Infektionen.

Durch diese Überbrückung kann die Persönlichkeit von Betroffenen verändert werden. Dies ergaben neue Untersuchungen von Forschern, die insgesamt 131 Senioren untersucht haben. Zuletzt berichtete der "Focus" über die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse.


Tipp für Schwangere: Katzenklos meiden

Verschiedene Studien bestätigen, dass Betroffene doppelt so oft an Schizophrenie leiden, als Nicht-Infizierte des Parasiten.

Der Parasit wird durch Katzen übertragen: Der Erreger entwickelt sich im Darm der Katze. Das Tier scheidet diesen anschließend über seinen Kot aus. Durch menschlichen Kontakt mit Katzenklos, bietet sich der Mensch als geeigneter Wirt für den Parasiten an.


Was sind die Symptome?

In vielen Fällen äußert sich die "Toxoplasmose"-Infektion durch Symptome, die auch bei einer gewöhnlichen Grippe-Erkrankung auftreten. Ohne ärztliche Untersuchung ist schwer zu erkennen, ob es sich um eine Grippe handelt oder um eine "Toxoplasmose".
Eine Gruppe ist besonders in Gefahr: Schwangere Frauen. Sie sollten Katzenklos nicht reinigen beziehungsweise, falls es sich nicht vermeiden lässt, Einmalhandschuhe tragen bei der Reinigung.

Doch für Erkrankte besteht Hoffnung: Mittlerweile sind Antibiotika weit entwickelt, die sich als wirksam erwiesen haben. red/tu