Risiko Herztod: Krankheiten am Herz sind weit verbreitet. Forscher aus den USA haben nun ermittelt, dass Push-Ups viel über den Gesundheitszustand eines Menschen aussagen. Das zumindest behaupten die Forscher der Mayo Clinic in Minnesota auf ihrer Website.

Schon Stefanos Kales, Professor an der Harvard Medical School, hat in einer früheren Studie festgestellt, dass die häufigste Todesursache für Feuerwehrleute im Dienst nicht das Einatmen von Rauch, Verbrennungen oder Traumata, sondern der plötzliche Herztod war. Dies wird normalerweise durch eine Erkrankung der Herzkranzgefäße verursacht. Selbst in diesem risikoreichen Beruf sterben die Menschen daher wahrscheinlich an der gleichen Krankheit wie alle anderen.

Liegestützen sind ein guter Prädikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Trotzdem benötigte der Beruf Vorsorgeuntersuchungen, um die Eignung für den Dienst zu bestimmen. Da Feuerwehrleute in der Regel körperlich fit sind, befasste sich Kales Labor mit Liegestützen. Er fand heraus, dass diese ein noch besserer Prädiktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren als ein submaximaler Laufbandtest. "Die Ergebnisse zeigen einen starken Zusammenhang zwischen der Push-Up-Kapazität und dem verringerten Risiko für nachfolgende Herz-Kreislauf-Erkrankungen", sagt Kales.

Die Push-Up-Studie geht in im Kreise der Wissenschaft über die Betrachtung der Feuerwehrleute hinaus. "Liegestützen sind ein weiterer Marker in der zusammenhängenden Geschichte über körperliche Belastbarkeit und der Sterblichkeitsrate. Jede Form der Leistungsfähigkeit sagt die Sterblichkeit voraus", erklärt Michael Joyner, ein Forscher der Mayo Clinic.

Liegestützen sagen viel über allgemeinen Gesundheitszustand aus

Das heißt: Bei der Gesundheit geht es nicht nur um Liegestützen. Aber die Sportübung sagt dennoch viel aus. Feuerwehrleute mit höherer Push-Up-Fähigkeit hatten häufiger einen niedrigen Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und rauchten nicht. Menschen mit der geringsten Liegestütz-Leistung rauchten häufiger und hatten einen höheren Taillenumfang und Körperfettanteil, sahen mehr fern und aßen weniger Obst und Gemüse.

Körpergewicht und BMI seien weniger aussagekräftig

Wenn wir eine einzelne, einfache, universelle Zahl auswählen müssten, um den Gesundheitszustand eines Menschen zu definieren, wären Liegestützen möglicherweise ein besserer Faktor als der BMI, meinen die US-Wissenschaftler. Ein guter Gesundheitszustand sollte aussagekräftig, messbar, umsetzbar und dauerhaft sein. Körpergewicht und BMI sind nicht immer aussagekräftig oder umsetzbar.

Außerdem soll jüngsten Forschungsergebnissen zufolge ein spezieller Keim an Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes, Herzinfarkt und chronischen Gelenkentzündungen Schuld sein. Diese Erkenntnis könnte bei der Bekämpfung der Krankheiten helfen.