Kuchen, Nudeln, Süßigkeiten: Im Supermarkt stehen inzwischen viele Produkte mit der Aufschrift "glutenfrei". Es liegt im Trend, auf Gluten zu verzichten. Aber ist das wirklich besser für die Gesundheit?

Was ist überhaupt Gluten?

Gluten ist ein Protein, das zum Beispiel in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Es ist dafür verantwortlich, dass Mehl in Verbindung mit Wasser einen klebrigen Teig bildet. Gluten macht den Teig elastisch und macht Brot und Gebäck bissfest. Aufgrund dieser Eigenschaften bezeichnet man Gluten auch als Klebereiweiß.

Nur Menschen mit einer Unverträglichkeit sollten Gluten meiden

Menschen mit einer sogenannten Zöliakie, einer Autoimmunerkrankung, vertragen keine Gluten und müssen das Klebereiweiß strikt meiden. Kinder und Erwachsene sollten glutenfreie Produkte aber nur dann essen, wenn sie an einer Zöliakie leiden, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Glutenfreie Lebensmittel enthielten häufig mehr Fett, Zucker und Salz, dafür aber weniger Vitamin B, Eisen oder Folsäure. Wer sich grundlos glutenfrei ernährt, nimmt zudem meist weniger Ballaststoffe zu sich. Ist eine glutenfreie Ernährung etwa aufgrund einer Zöliakie notwendig, raten die Ärzte Ballaststoffe nicht nur aus Reis zu sich zu nehmen. Auch Hirse, Buchweizen, Quinoa, Früchte, Gemüse und Nüsse seien gute und glutenfreie Ballaststofflieferanten.

Glutenfreie Produkte sind oft teuer

Mittlerweile steckt hinter glutenfreien Lebensmittel eine Industrie, die nicht selten überteuerte Produkte verkauft. Aus dem neuen Gesundheitsbewusstsein der Menschen soll Profit geschlagen werden. Generell gesünder sind glutenfreie Brote und Co. allerdings nicht.

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